Arroganz wird bestraft

Dämlich! Die Falken verspielen eine 3:0-Führung

1 von 30
2 von 30
3 von 30
4 von 30
5 von 30
6 von 30
7 von 30
8 von 30
9 von 30
  • schließen

Gegen den Angstgegner gibt es wieder nichts zu holen.

Gut gestartet, dann ein Zwischenspurt zu Beginn des zweiten Drittels bis zu einer 3:0-Führung. Doch danach stellen die Heilbronner Falken in der DEL2-Partie gegen die Tölzer Löwen das Spielen ein, lassen die Gäste Tor um Tor herankommen und verlieren am Ende mit 3:4.

WAHNSINN! Die Falken schlagen auch den Tabellenführer

Falken-Coach Gerhard Unterluggauer muss seine Reihen kräftig umkrempeln. Mit Mark Heatley (zwei Spiele gesperrt), Brad Ross (dritte Disziplinarstrafe, ein Spiel Sperre) und Justin Maylan (Unterkörperverletzung) fehlen gleich drei Akteure. Gerade einmal neun Stürmer stehen anfangs noch zur Verfügung., doch schnell muss Dennis Palka passen. Er hat den Magen-Darm-Virus abbekommen. Die Tölzer hingegen kommen mit kompletten vier Angriffsblöcken, und im Tor steht Neuzugang Mikko Rämö.

Die Umstellungen machen sich bei den Hausherren bemerkbar. Es kommt zu Missverständnissen, ein echter Spielfluss will nicht aufkommen. Vielleicht klappt es ja im Powerplay? Die Tölzer waren mit einem Mann zu viel auf dem Eis. Der aufmerksame Linesman hat mitgezählt. Dann geht es blitzschnell. Helms und Kevin Lavallée passen sich die Scheibe dreimal hinter dem Tor zu, dann kommt der Pass in den Rückraum auf Jordan Heywood, der leitet direkt zu Brandon Alderson weiter, und dessen Schuss befördert den Puck in die Maschen. Respekt, 16 Sekunden Powerplay, erster Schuss und gleich ein Tor.

Auch in der Folgezeit viel Stückwerk. Trotzdem sind die Falken fast jederzeit Herr der Lage. Die Gäste versuchen es vorwiegend mit Einzelaktionen, bleiben dabei aber häufig hängen. Gefährlich wird es eigentlich nur auf der Gegenseite. Dann erneut Powerplay. Vielleicht klappt es ja wieder? Die Scheibe läuft gut, dann ein Geniestreich von Gelke. Er spielt den Pass per Rückhand durch den Torraum ans lange Eck, wo Tim Bernhardt lauert. Doch der lupft den Puck übers leere Tor. Mit dem 1:0 geht es in die Pause.

Im Mittelabschnitt erwischen die Falken einen Auftakt nach Maß. 35 Sekunden sind gespielt, da steht es 2:0. Eishockey der einfachen Art. Ein Flachschuss von der blauen Linie, der Abpraller landet bei Helms und der muss nur noch vollenden. Jetzt wollen die Falken die frühe Entscheidung. Erneut Überzahl. Dieses Mal sind es Richard Gelke und Jonas Schlenker, die sich mit dem doppelten Doppelpass bedienen. Gelke vollstreckt ins lange Eck zum 3:0.

War's das schon? Mitnichten. Im Anschluss die Falken zu lässig, nicht mehr konsequent genug. Die Folge: Die Gäste wittern Morgenluft. Schuss vors Tor, abgefälscht, nur noch 3:1. Aber nein, der Schiedsrichter bemüht den Videobeweis und annulliert den Treffer wegen Torraum-Abseits. Das müsste die Falken doch wachrütteln? Von wegen. Es schleichen sich Arroganz und Überheblichkeit ins Spiel. Das wird bestraft. 29. Minute, Manuel Edfelder steht sträflich allein, 3:1. Und dieses Mal zählt der Treffer. Die Tölzer jetzt bedeutend aggressiver, während die Hausherren lethargisch agieren. Aber sie bekommen nochmals die Chance, zurück in die Spur zu finden. Powerplay. Das war heute doch schon zweimal erfolgreich. Aber nix wird es mit dem 4:1. Vielmehr muss Patrick Kurz wegen eines hohen Stocks mit Verletzungsfolge für 2+2 Minuten auf die Strafbank. Neun Sekunden sind von der ersten Strafe noch zu spielen, da machen die Gäste den Anschluss-Treffer. Und sie haben noch 50 Sekunden Powerplay im letzten Drittel.

Und das nutzen sie nach 28 Sekunden zum Ausgleich. Die Falken jetzt völlig von der Rolle. Nach vorne geht kaum mehr was, hinten herrscht das Chaos. Und schon wieder eine Strafzeit. Marcus Götz muss raus. Und wieder schlagen die Gäste zu. Erneut steht am langen Pfosten Chrsi St. Jacques mutterseelenallein und besorgt die erstmalige Gäste-Führung. Die Falken versuchen zwar, sich gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, doch viel kommt dabei nicht raus. DIe Uhr tickt herunter, die Tölzer Löwen bleiben der Angstgegner der Falken.

Aufstellung:

Falken:

T: Melichercik; Frensel

V: Kurz, Heywood; Götz, Martens; Kronthaler, Eckl; Mapes

S: Bernhardt, Helms, Alderson; Kirsch, Gelke, Palka; Lavallée, Schlenker, Fink;

Löwen:

T: Rämö; Mechel

V: Schwarz, Frank; Reiter, Kolacny; Horschel, Hüttl;

S: Schlager, Rodman, Edfelder; Kathan, St. Jacques, Sedlmayr; Strobl, Kornelli, Endraß; Ehliz, Wallitner, Grabmaier;

Mehr zum Thema:

Achtung: Tölz wird kein Selbstläufer

Erleichterung: Nur zwei Spiele Sperre für Heatley

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.