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Heilbronner Trainer erteilt den Falken mit seinem EV Landshut eine Eishockey-Lehrstunde

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Von: Olaf Kubasik

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Heilbronner Falken EV Landshut Pre-Playoffs Eishocke DEL2 Stefan Della Rovere
Stefan Della Rovere (links) ist einen Schritt langsamer als Andreas Schwarz. © Olaf Kubasik

Nur eine Mannschaft spielt Playoff-Eishockey: die Gäste aus Landshut. Die Falken sind mit dem 1:4 noch gut bedient.

Alles, bloß keine Niederlage, sonst droht das Saisonende! So lautet das Motto - sowohl für die Heilbronner Falken als auch den EV Landshut, die in den Pre-Playoffs der DEL2 im Eisstadion am Europaplatz aufeinandertreffen. Ins Playoff-Viertelfinale zieht die Mannschaft ein, die zuerst zwei Siege auf dem Konto hat. Einen schlechten Tag darf man sich da nicht leisten, sonst steht man sofort mit dem Rücken zur Wand. Jason Morgan, Coach der Heilbronner Falken, warnt: „Landshut ist äußerst offensivstark und verfügt über ein exzellentes Powerplay. Wir müssen diszipliniert spielen und von der Strafbank fernbleiben.“ Und: Landshut-Trainer Heiko Vogler aus Heilbronn ist besessen von Erfolgen. Vor allem gegen seine Heimatstadt...

VereinHeilbronner FalkenEV Landshut
TrainerJason MorganHeiko Vogler
SpielstätteEisstadion HeilbronnFanatec Arena
Zuschauerkapazität4.0004.448

Bei der Aufstellung hat der Trainer der Heilbronner Falken die Qual der Wahl. Da alle fünf Importspieler fit sind, vier aber nur spielen dürfen, hat er sich entschlossen, Stürmer Karl Fabricius auf die Tribüne zu setzen. Gute Meldungen gibt es aus Mannheim. Die Adler haben die Förderlizenzspieler Luca Tosto, Arkadiusz Dziambor und Valentino Klos den Heilbronner Falken für die Playoffs zur Verfügung gestellt. Das Tor hütet der Schwede Stefan Stéen. Zudem kehren Kenney Morrison und Simon Thiel zurück ins Team.

Eishockey/DEL2: Lehrstunde für Heilbronner Falken - Vogler trimmt EV Landshut auf Kampf

Disziplin scheinen die Heilbronner Falken im ersten Drittel mit Passivität gleichzusetzen. Der erste Block schaut mit nur wenig Gegenwehr zu, wie die Landshuter im Angriffsdrittel kreiseln, immer einen freien Mitspieler haben, bis dann der Schuss von der blauen Linie durch Freund und Feind den Weg in die Maschen zum frühen 0:1 in der dritten Minute findet. Reaktion der Heilbronner Falken? Bleibt aus. Das wirkt einfach behäbig, was die Hausherren hier ohne einen Blut leckenden Fabricius fabrizieren.

Es dauert bis zur elften Minute, ehe die Heilbronner Falken erstmals etwas wie Druck aufbauen können, doch Jeremy Williams scheitert. Danach das bekannte Spiel. Meist geht das Bully verloren, sodass die Falken Puck und Gegner hinterherrennen müssen. Wenn ein Turnover erfolgt, kommt kein schneller Gegenstoß, zudem sind die Pässe häufig nicht genau gespielt. Ganz anders der EV Landshut, der sich blitzschnell übers Eis kombiniert. Stéen rettet sein Team einige Male in höchster Not. Playoff-Eishockey, das spielen im ersten Drittel nur die Gäste. Da müssen die Heilbronner Falken mindestens zwei Gänge noch hochschalten.

Heilbronner Falken lassen in DEL2-Pre-Playoffs Federn gegen Heiko Voglers Landshut

Wer aufseiten der Heilbronner Falken auf dieses Hochschalten gehofft hat, sieht sich wenig später bitter enttäuscht. Hier spielt nur eine Mannschaft, der EV Landshut. Topscorer Marco Pfleger freut sich über ganz viel Platz - nur der Pfosten verhindert das schnelle 0:2. Selbst im Powerplay gelingt den Heilbronner Falken gar nichts. Fast jedes Anspiel und jeder Zweikampf geht verloren, die Fehlpassquote steigert sich minütlich, dann fällt das 0:2...

Heilbronner Falken EV Landshut Pre-Playoffs Eishockey DEL2 Brandon Alderson
Brandon Alderson erzielt das 2:0 für den EV Landshut © Olaf Kubasik

Brandon Alderson darf gemütlich den Rebound einschieben, die Falken schauen nur zu. Keine zwei Minuten später die Vorentscheidung. Brock Maschmeyer vergisst den Puck, drei Landshuter allein vor Stéen, 0:3. Der dritte Treffer, den die erste Falken-Reihe kassiert. Das ist einfach nur noch peinlich. Symptomatisch fürs ganze Spiel: Die Heilbronner Falken haben ihre besten Chancen, als sie in Unterzahl spielen. Landshut-Trainer Heiko Vogler, der sich eigentlich vor geraumer Zeit bei den HEC Eisbären Heilbronn für die Falken empfehlen wollte, grinst - ob der Dominanz seines Teams.

Eishockey: Heiko Vogler zeigt mit EV Landshut Heilbronner Falken DEL2-Grenzen auf

Auch im letzten Drittel passiert aus Sicht der Heilbronner Falken lange Zeit nichts. Trainer Morgan stellt die Reihen um, aber mehr Druck entwickelt sich dadurch nicht. Trotzdem fällt das 1:3, Kenney Morrison zieht von der blauen Linie ab, der Puck landet genau im Kreuzeck. Jede Scheibe aufs Tor ist eine gute Scheibe - das haben die Falken viel zu lange ignoriert. Als dann allerdings zwei weitere Powerplays der Hausherren ohne nennenswerte Chance ablaufen, ist klar, dass das hier nicht mehr spannend wird. Kurz vor Schluss erzielen die Niederbayern einen Empty-Net-Treffer. Sie gewinnen locker mit 4:1, die Heilbronner Falken stehen mit mehr als einem Bein in der Sommerpause. Wenn nicht eine gewaltige Leistungssteigerung erfolgt, ist am Freitag die Saison vorbei.

Die Pre-Playoffs in der DEL2

Die Pre-Playoffs der DEL2 werden im „Best of three“-Modus gespielt. Der Gewinner zieht nach maximal drei Partien in die Playoffs ein. Der Verlierer hat indes Sommerpause.

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