Der Befreiungsschlag?

Falken erledigen Nauheim im Minutentakt

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Da haben die Gäste Glück, die Scheibe geht knapp am Pfosten vorbei. 
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Das Powerplay ist heute spielentscheidend.

Mit einer Energieleistung im Schlussabschnitt und drei Powerplay-Toren zwischen der 52. und 54. Minute sichern sich die Falken enorm wichtige drei Punkte gegen Bad Nauheim und gewinnen mit 5:3. 

Es ist für die Falken wohl die letzte Chance, die Hoffnungen auf Platz zehn aufrechtzuerhalten. Ohne wenn und aber: Es MUSS zwingend ein Sieg her. Gleiches gilt für die Hessen. Denen steht das Wasser nach der Talfahrt der letzten Wochen - nur ein Dreier aus zwölf Partien - ebenfalls bis zum Hals. Pikant: Den einzigen Auswärtssieg mit voller Punkteausbeute holten die Kurstädter ausgerechnet am 30. September bei den Falken.

Bildergalerie vom Spiel gegen Bad Nauheim

Daran wollen die Gäste anknüpfen. Vehement stürmen sie aufs Falken-Tor. Ohne Erfolg! Die Abwehr der Hausherren hat keine Probleme, die erste Angriffswelle abzuwehren. Dann Strafe gegen Nauheim. Justin Kirsch passt zu Tyler Gron, der zieht direkt ab, 1:0 in der sechsten Minute.

Auch im Anschluss bleiben die Hausherren immer aufmerksam. Das aggressive Forechecking und die Checks schmecken den Gästen überhaupt nicht. Nur einmal entwischen sie den Falken, doch Andrew Hare pariert brillant. Auf der Gegenseite scheitern Ville Järveläinen und Kyle Helms, so bleibt es beim 1:0 zur Pause. 

Im zweiten Drittel erhöhen die Gäste die Schlagzahl. Die Falken sind in der Abwehr geschwächt, da Patrick Kurz nach dem Verlust von vier Zähnen ins Krankenhaus gebracht werden muss. Damit stehen nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung. Im Powerplay erzielen die Hessen das 1:1 (29.) 

Jetzt die stärkste Phase der Gäste. Doch mitten in die Drangperiode das 2:1. Thomas Gödtel, nach Wochen auf der Tribüne und heute als Stürmer aufgestellt, spitzelt die Scheibe in die Maschen (32.). Kurz vor Ende des Drittels dann erneut Überzahl für die Gäste. Und wieder sind sie erfolgreich. Zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff!

Ist Dahlem bei den Falken noch zu halten?

Der Schlussabschnitt beginnt mit einem Sturmlauf der Gäste. Die Falken wie paralysiert. Reagieren statt agieren. Dann auch noch ein Powerplay für Nauheim. Wieder brandgefährlich, aber dieses Mal zum Glück ohne Folgen. 

Ab der 50. Minute können sich die Falken freischwimmen. Überzahl, Jonathan Harty zieht ab, den Rebound verwandelt Justin Kirsch zum 3:2. (52.). Die Gäste jetzt undiszipliniert. Erneut Strafzeit. Dieses Mal zieht Jordan Heywood ab: 4:2 (53.). Nächstes Foul der Nauheimer, jetzt macht es Harty selbst...5:2 (54.)

Die Hessen kommen zwar - natürlich auch im Powerplay - noch zum 5:3, zu mehr reicht es aber nicht mehr.  Grenzenloser Jubel bei Spielern und Zuschauern. War das der erhoffte Befreiungsschlag? Es besteht Hoffnung. 

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Aufstellung:

Falken:

T: Hare; Frensel

V: Harty, Martens; Heywood, Kurz; Forster, Vogl; Botzenhardt

S: Gron, Lavallée, Kirsch; Kircher, Helms, Järveläinen; Gödtel, Krüger, Bär; Eberhardt, Gelke, Stöber; 

EC Bad Nauheim:

T: Rämö; Guryca

V: Gerstung, Kranjc; Götz, Johansson; Ketter, Mannes; Kohl

S: Frosch, Dineen, Pauli; Hofland, Lange, Lascheit, Alanov, Meisinger, Krestan; Pfänder, Pauker; 

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