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Heilbronner Falken machen es gegen die Wölfe Freiburg unnötig spannend

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Von: Marc Thorwartl

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Moritz Elias Heilbronner Falken Torjubel gegen den EHC Freiburg
Moritz Elias feiert seinen Treffer zum 1:0 für die Heilbronner Falken. Das Tor war der Dosenöffner im Spiel gegen die Freiburger Wölfe. © Marc Thorwartl

Dank eines starken Mitteldrittels und einer überragenden Youngster-Reihe um den Dreifachtorschützen Moritz Elias gewinnen die Heilbronner Falken gegen die Freiburger Wölfe.

Nur zwei Tage nach der knappen Niederlage gegen die Krefeld Pinguine treten die Heilbronner Falken erneut zu Hause an. Zu Gast ist der EHC Freiburg. Die Badener sind richtig gut in die Saison gestartet, zeigten zuletzt aber einige Schwächen, reisen mit zwei Niederlagen im Gepäck in die Käthchenstadt. Die Heilbronner Falken wollen ihren guten Lauf der vergangenen fünf Partien natürlich fortsetzen. Zumal sie mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an die Breisgauer heranrücken könnten.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerJason Morgan

Allerdings müssen die Heilbronner Falken einen weiteren Rückschlag verkraften. Justin Kirsch, dreifacher Torschütze vom Sonntag, kann heute Abend nicht mitwirken und reiht sich so in die Ausfälle um Jeremy Williams, Judd Blackwater, Malte Krenzlin, Corey Mapes und Philipp Preto. „Cherry ist krank“, erklärt Marco Merz, Geschäftsführer der Heilbronner Falken GmbH. Deshalb muss Falken-Trainer Jason Morgan wiederum improvisieren. Noah Dunham nimmt die Position von Kirsch ein, für ihn springt Philipp Hecht in die dritte Formation, Marco Haas wird offiziell als Verteidiger aufgeführt.

Heilbronner Falken gehen auf Nummer sicher

Wie in den Spielen zuvor starten die Heilbronner Falken verhalten. Es geht darum, Kräfte zu sparen und vor allem hinten dichtzumachen. So übernehmen die Freiburger Wölfe die Initiative, doch ohne sich große Chancen zu erspielen. Richtig brenzlig wird es in der fünften Minute, weil Stefan Della Rovere auf die Strafbank muss. Routiniert ziehen die Badener ihr Überzahl auf, die Scheibe läuft super durch die eigenen Reihen, bis der freie Mann zum Schuss kommt. Aber Florian Mnich im Tor der Heilbronner Falken ist schon längst auf Betriebstour, hält seinen Kasten sauber. Die erste Chance der Gastgeber in der neunten Minute. Alex Tonge spielt August von Ungern-Sternberg an, doch der scheitert am Gästegolaie.

Gleich danach ist es Tonge, der eine schnelle Kombination von hinten raus abschließt, aber auch er beißt sich am Wölfe-Goalie die Zähne aus. Die Partie ist jetzt zerfahren, wenn es durchdachte Angriffszüge gibt, dann von den Gästen. In der 16. Minute MUSS das 1:0 für die Wölfe fallen. Nach einer Traumkombination steht Nikolas Linsenmaier mutterseelenallein vor Mnich, der Puck geht aber am Tor vorbei. Untypisch für den Freiburger Stürmer, trifft der aus solchen Positoinen normalerweise blind - vor allem gegen die Heilbronner Falken. Die haben noch zwei kleiner Möglichkeiten, doch Kenney Morrison scheitert ebenso wie Lukas Volkmann. Mit einem für die Unterländer etwas schmeichelhaften 0:0 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken wie entfesselt

Das zweite Drittel beginnt für die Heilbronner Falken ideal. Nur einmal stimmt die Zuordnung im Freiburger Abwehrgefüge nicht, irgendwie kommt die Scheibe zu Moritz Elias und der zieht trocken ab ins lange Eck, 1:0 nach zwei Minuten. Ein Tor aus dem Nichts, das Wirkung zeigt. Zwei Minuten später ist wieder die Youngster-Formation auf dem Eis. Schuss Elias, Abpraller, Luke Volkmann erwischt den Rebound, 2:0. Vier Minuten später Powerplay Heilbronner Falken. Della Rovere aus spielt aus aussichtsloser Position von hinter der Torlinie den Puck mit Rücken zum Keeper sich selbst durch die Beine, er geht an die Kufe des Torhüters und von dort ins Tor, 3:0.

Wieder knapp vier Minuten später, erneut die dritte Formation, die Chance eigentlich vorbei, doch dann kommt der Puck quer zur Torlinie, Elias steht goldrichtig, 4:0 für die Heilbronner Falken Die Halle tobt. All die Dinger, die vor Kurzem noch das Tor verfehlten, sind jetzt irgendwie drin. Die Wölfe sind richtig bedient. Sie zeigen zwar immer noch das strukturiertere Eishockey, doch die Falken sind im letzten Moment immer noch dazwischen, da sie weiter hellwach verteidigen. Nur einmal passen sie nicht auf, da gelingt den Gästen in der 39. Minute das 1:4. Ein Treffer zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt? Mitnichten, denn die Heilbronner Falken bekommen nochmals Powerplay, Tonge marschiert über die linke Seite, passt knallhart vors Tor auf den mitgelaufenen Morrison, der nur die Kelle hinhält und 15 Sekunden vor Drittelpause das 5:1 erzielt.

Heilbronner Falken lassen sich fast noch die Butter vom Brot nehmen

Das Motto für das letzte Drittel: Safety first. Die Heilbronner Falken versuchen zum einen wieder Kräfte zu sparen, zum anderen wollen sie die Freiburger Wölfe vom Tor fernhalten. Das klappt nur 44 Sekunden lang, dann trifft Freiburgs Top-Scorer Tor Immo zum 2:5 durch Mnichs Schoner. Aufpassen, dass hier nichts mehr verrutscht. Das wird nicht einfacher, da die Heilbronner Falken kurz nacheinander zweimal Unterzahl spielen müssen. Das erste Peanlty-Killing klappt hervorragend, beim zweiten ist die Scheibe im Netz, 5:3.

Die Gäste jetzt mit der zweiten Luft, während diese den Heilbronner Falken zusehends ausgeht. Fünf Minuten vor dem Ende darf Immo mit Geleitschutz durch die Falken-Abwehr fahren und das 5:4 erzielen. Jetzt ist es eine ganz enge Kiste. Freiburg zieht zweieinhalb Minuten vor dem Ende den Goalie. Die Zeit läuft quälend langsam herunter, und 13 Sekunden vor dem Ende findet ein Schuss von der blauen Linie den Weg zum 5:5 ins Tor. Es gibt Verlängerung. Hier haben die Heilbronner Falken mehr vom Spiel, die größte Chance vergeben allerdings die Gäste. Es gibt erneut Penalty-Schießen. Dort ist Moritz Elias der einzige Spieler der trifft. Die Heilbronner Falken gewinnen mit 6:5.

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