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Heilbronner Falken machen gegen den EV Landshut den Deckel drauf

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Von: Marc Thorwartl

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Es ist die erwartet enge Partie im dritten Pre-Playoff-Spiel, das die Heilbronner Falken am Ende mit 2:1 gegen den EV Landshut gewinnen

Heute Abend entscheidet sich in den Pre-Playoffs der DEL2, welches Team dem ESV Kaufbeuren in die Sommerpause folgt. Die Heilbronner Falken treffen daheim zur alles entscheidenden Begegnung auf den EV Landshut, nachdem beide Teams jeweils die Auswärtsspiele erfolgreich bestreiten konnten. Ein Vorteil für die Niederbayern? Davon will Jason Morgan, Coach der Heilbronner Falken, nichts wissen: „Wir wollen unbedingt ins Playoff-Viertelfinale, die Jungs sind heiß darauf.“ Ein Vorteil für die Heilbronner Falken könnte sein, dass sie das Gefühl, unbedingt gewinnen zu müssen, vom Freitag kennen, für die Niederbayern ist das neu.

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Können die Falken am Ende wieder wie in Landshut jubeln? © Olaf Kubasik

In dem Endspiel vertraut der Coach nahezu derselben Mannschaft, die am Freitag in Landshut gewonnen hatte. Das Tor der Heilbronner Falken hütet somit erneut Arno Tiefensee, damit dem Trainer vier Import-Feldspieler zur Verfügung stehen. Zudem ist Martin Krenzlin von den Jungadlern neu im Team. Der Förderspieler für die kommenden zwei Saisons war mit dem Mannheimer Nachwuchs gestern im Halbfinale der DNL an Köln gescheitert - könnte jetzt aber doch noch positive Playoff-Geschichte schreiben. Morgan setzt den Verteidiger als Stürmer ein, damit er mit vier Angriffsblöcken agieren kann. Sicherlich ein Vorteil für das laufintensive Spiel der Heilbronner Falken.

Heilbronner Falken kommen schwer in die Gänge

Die Gäste erwischen den besseren Start, zeigen schnell ihr gewohntes Kombinations-Eishockey, während die Heilbronner Falken schwerer in die Gänge kommen. Die Pässe kommen nicht wie erhofft, es gibt Missverständnisse bei den Laufwegen. Vorne vergibt Jeremy Williams zwei Chancen, auf der anderen Seite zeigt Tiefensee mehrmals sein Können. Dann die erste Strafzeit. Gegen die Heilbronner Falken. Bisher hatte das Penalty-Killing gegen die Niederbayern exzellent geklappt - aber dieses Mal nicht. Den ersten Schuss wehrt Tiefensee noch grandios ab, beim Rebound ist er machtlos.

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Valentino Klos (links) im Zweikampf mit Alexander Dotzler. © Marc Thorwartl

Das spielt dem EV Landshut natürlich in die Karten. Weiterhin stellen die Niederbayern das agilere Team, während die Defensive der Heilbronner Falken manches Mal tatenlos zusieht. Dann wird es wieder gefährlich, erneutes Powerplay der Gäste. Das 0:2 liegt mehrfach in der Luft, allerdings ziehen sie Gäste drei Sekunden vor Ablauf selbst eine Strafe, Überzahl für die Heilbronner Falken. Das ist einfach nur schlecht, aber sie bekommen kurz danach die zweite Möglichkeit. Justin Kirsch schnappt sich die Scheibe in der Rundung, marschiert zur blauen Linie, zieht ab, 1:1. Das war so wichtig und sollte den Heilbronner Falken doch jetzt mehr Sicherheit verleihen. Pause.

Heilbronner Falken sind jetzt besser im Spiel

Im Mittelabschnitt sind die Heilbronner Falken sofort hellwach. Simon Thiel, der vor Spielbeginn noch als Förderspieler der Saison ausgezeichnet wurde, mit einer tollen Bewegung vors Tor, doch sein Rückhandschuss streicht haarscharf vorbei. Das ist der Auftakt zu einer ganzen Serie an Heilbronner Chancen. Lautenschlager hat das 2:1 ebenso auf dem Schläger wie Luke Volkmann, der den Puck vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle bringt oder Valentino Klos, der mit einem Alleingang scheitert. Die Gäste sind jetzt häufig den Schritt zu spät, kassieren drei Strafzeiten, doch noch will das Powerplay der Heilbronner Falken nicht so klappen. Auf der anderen Seite ist Tiefensee zur Stelle, wann immer er benötigt wird. Es bleibt beim 1:1 bis zur Pause. Waren die Gäste im ersten Drittel besser, so haben die Heilbronner Falken das zweite für sich entschieden - leider ohne zählbaren Erfolg.

Heilbronner Falken EV Landshut Eishockey DEL2 Pre-Playoffs Arno Tiefensee
Goalie Arno Tiefensee zeigt eine fehlerfreie Partie. © Marc Thorwartl

Das letzte Drittel entwickelt sich zum Schachspiel. Nur keinen Fehler machen. Landshut startet mit einer guten Doppelchance, die Tiefensee brillant vereitelt, danach halten die Falken dagegen. Es gibt immer häufiger Strafzeiten. Ein regulärer Treffer von Fabricius wird nicht gegeben, da ein Schiedsrichter vorher abgepfiffen hatte. Das schockt die Heilbronner Falken aber nicht. Das nächste Powerplay nutzt Kenney Morrison mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse zum 2:1. Danach überstehen die Unterländer eine Unterzahl unbeschadet, jetzt geht es nur noch um Sekunden. Die Heilbronner Abwehr steht, der Schlusspfiff erfolgt, die Spieler jubeln, liegen sich in den Armen, die Heilbronner Falken sind im Playoff-Viertelfinale. Sie müssen am Mittwoch zum ersten Spiel bei den Dresdner Eislöwen antreten. Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.

„Es war ein offener Schlagabtausch. Am Ende hat uns die Strafbank das Spiel gekostet. Wir hatten genügend Chancen, aber beide Keeper haben die Teams im Spiel gehalten. Auf der Strafbank gewinnst du keine Spiele, wir haben die letzten beiden da verloren. Wir werden kommende Saison stärker zurückkommen“, erklärt EVL-Trainer Heiko Vogler. „Wir wussten, was uns erwartet, Landshut hat eine echt gute Mannschaft. Es war ein hartes, enges Match. Das Powerplay war letztendlich entscheidend. Arno Tiefensee hat wieder eine hervorragende Arbeit geleistet. Jetzt sind die Jungs bereit für die Playoffs“, sagt Falken-Coach Jason Morgan.

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