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Wieder wird es eine ganz enge Kiste zwischen den Falken und den Pinguinen

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Von: Marc Thorwartl

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Eishockey DEL2 Heilbronner Falken Krefeld Pinguine Alex Tonge
Alex Tonge (rechts) scheitert im ersten Drittel am Innenpfosten. © Marc Thorwartl

Die Heilbronner Falken sind gegen die Krefeld Pinguine ganz knapp dran, müssen am Ende den Rheinländern aber mit 1:2 den Vortritt lassen. Jetzt ist der zehnte Platz wieder ein Stückchen in die Ferne gerückt.

Endspurt im Spielestress der DEL2 zwischen den Jahren. Die Heilbronner Falken treffen heute Abend im heimischen Stadion auf die Krefeld Pinguine. Der Absteiger aus der DEL hatte sich ja den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben - und ist mittlerweile in der harten Realität der zweiten Liga angekommen. Aktuell belegen die Pinguine den sechsten Platz, haben 23 Punkte weniger als der Spitzenreiter Kassel Huskies auf dem Konto. Vor allem die Konstanz fehlt den Rheinländern. Immer wieder legen sie kleine Siegesserien hin, haben dann aber auch wieder Schwächephasen, in denen nicht viel gelingt. Die bisherigen Vergleiche gingen denkbar knapp aus. Daheim verloren die Heilbronner Falken mit 3:4 nach Penalty-Schießen, in Krefeld siegten sie 3:2 in der Verlängerung.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerMartin Jiranek

Trotzdem sind die Krefeld Pinguine heute Favorit gegen die Heilbronner Falken. Personell sind beide Mannschaften angeschlagen. Die Unterländer müssen auf Moritz Elias verzichten, der heute für den Kooperationspartner Adler Mannheim aufläuft. Somit stehen Trainer Martin Jiranek nur zehn Stürmer und sieben Verteidiger zur Verfügung. Wieder einmal können die Heilbronner Falken nicht mit vier Blöcken agieren. Die Gäste haben gar nur neun Stürmer und sechs Verteidiger auf dem Spielberichtsbogen stehen - verletzten darf sich da keiner, sonst sind nicht einmal mehr drei Reihen möglich. Verstärkung bekommt Jiranek dafür hinter der Bande. Heute Morgen traf mit mit Janne Sinkkonen der neue Co-Trainer der Heilbronner Falken aus Finnland in Deutschland ein - und lässt es sich nehmen, gleich unterstützend zu coachen. Auf der Torhüterposition gibt es einen Wechsel. Florian Mnich rückt für Ilya Andryukhov zwischen die Pfosten.

Heilbronner Falken mit guten Chancen, Krefeld mit den Toren

Es entwickelt sich von Beginn an eine schnelle Partie. Die Gäste mit dem strukturierteren Spielzügen, die Heilbronner Falken mit aggressivem Forechecking. Das führt zu Puckverlusten bei den Rheinländern, Jeremy Williams scheitert am Außen- und Alex Tonge am Innenpfosten. Auf der anderen Seite wird es immer gefährlich, wenn die Krefelder ihr Kombinationseishockey aufziehen können. Mnich pariert einige Male in höchster Not.

Dann kommen sie wieder, die kleinen Fehler. Ein unnötiges Icing führt zum Bully vor dem Tor der Heilbronner Falken, die Gäste gewinnen das Anspiel, von der blauen Linie schießt David Trinkberger und Mnich ist geschlagen. Ein Treffer bei dem er nicht gut aussieht. In der 18. Minute dann eine unnötige Strafzeit von August von Ungern-Sternberg. Das Penalty-Killing der Hausherren exzellent, Marcel Müller lässt sich zu einem Stockcheck gegen Kenney Morrison hinreißen. Die Schiedsrichter zeigen Strafe an, doch Morrison begeht ein Revanchefoul. Beide müssen raus, weiterhin Überzahl für die Gäste und 26 Sekunden vor der Pause macht Leon Niederberger das 2:0.

Heilbronner Falken machen es im Powerplay wieder spannend

Vermutlich ist es in der Pause in der Kabine der Heilbronner Falken etwas lauter geworden. Auf jeden Fall kommen die Unterländer mit bedeutend mehr Zug aufs Eis. Freddy Cabana wird zum tragischen Helden, zweimal wird er optimal in Szene gesetzt, zweimal erfolgt ein guter Abschluss, doch beide Male kann der Krefelder Keeper die Scheibe irgendwie noch festhalten. Die Gäste versuchen auf der anderen Seite immer wieder mit fiesen, verdeckten Schüssen zum Erfolg zu kommen ,aber Mnich ist jetzt hellwach. Dann Powerplay für die Heilbronner Falken. Morrison mit dem Hammer von der blauen Linie, Cabana fälscht im Slot ab, es steht nur noch 1:2.

Eishockey DEL2 Heilbronner Falken Krefeld Pinguine Freddy Cabana
Freddy Cabana (rechts) scheiterte zweimal denkbar knapp, doch im Powerplay stand er dann goldrichtig. © Marc Thorwartl

Ein Tor, das Auftrieb gibt. Die spielerische Dominanz der Krefeld Pinguine wird jetzt immer häufiger durch das Kampfspiel der Heilbronner Falken unterbunden. Trotzdem haben die Rheinländer die Möglichkeit, auf 1:3 zu stellen. Sie haben Überzahl. Aber dieses Mal besteht das Special Team der Heilbronner Falken die Feuerprobe. Gefährlich wird es immer dann, wenn die Unterländer die Gäste mit Fehlpässen im eigenen Abwehrdrittel bedienen. Da brennt es noch des Öfteren lichterloh vor dem Tor der Heilbronner Falken, es bleibt aber bei dem knappen Rückstand zur zweiten Pause.

Der Ausgleich will den Heilbronner Falken nicht gelingen

Acht Sekunden sind im Schlussabschnitt gespielt, da bekommen die Heilbronner Falken die Chance, die Partie auszugleichen. Sie erhalten Überzahl. Doch dieses Mal ist das Powerplay nicht so zielstrebig, sodass es beim 1:2 bleibt. Die Gäste verlassen sich jetzt auf ihre gute Defensivarbeit, gehen nur noch selten volles Risiko, sondern versuchen primär, die Falken vom Tor fernzuhalten. Das machen sie richtig gut. So langsam läuft den Heilbronner Falken die Zeit davon. Zwei Minuten vor dem Ende nehmen sie eine Auszeit - und dann den Keeper vom Eis. Ohne Erfolg, wieder entscheidet nur ein Tor über Sieg und Niederlage zwischen den beiden Teams.

„Wir haben nur eine Reihe, die Tore macht. Wenn die zweite und dritte Reihe scort, dann gewinnen wir dieses Spiel“, erklärt Falken-Trainer Jiranek. Und er legt nach: „Für die Fitness ist es zu spät, um jetzt noch etwas zu ändern. Deshalb müssen wir versuchen, kaltschnäuziger zu werden. Wir müssen hungriger werden, um die Rebounds zu verwerten.“ Zu seinem neuen Co-Trainer befragt, antwortet er: „Wir denken dasselbe Eishockey, das habe ich schon im Gespräch festgestellt. Er wird uns helfen, und ich bin froh, dass er bei uns ist.“

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