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Heilbronner Falken werden von den Dresdner Eislöwen nach allen Regeln der Kunst vorgeführt

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Von: Marc Thorwartl

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Frederik Cabana Eishockey Heilbronner Falken Nikolaus
Das Highlight des Abends aus Heilbronner Sicht: Freddy Cabana und Julian Lautenschlager, die als Nikoläuse Geschenke verteilen - wie die Falken im Anschluss gegen die Eislöwen. © Marc Thorwartl

Die Dresdner Eislöwen sind ein Titelaspirant und filetieren die Heilbronner Falken nach allen Regeln der Eishockeykunst. Am Ende sind die mit dem 1:4 wirklich noch gut bedient.

Sieben Spiele in 17 Tagen - auf die Heilbronner Falken kommt in den nächsten zweieinhalb Wochen Schwerstarbeit zu. Los geht‘s heute Abend mit der Partie gegen die Dresdner Eislöwen. Während die Sachsen mit dem vollen Line-up antreten, muss Jason Morgan, Trainer der Heilbronner Falken, wieder einmal improvisieren. Julian Lautenschlager ist noch für ein Spiel gesperrt, Freddy Cabana und Judd Blackwater sind verletzt, bei Moritz Elias und Malte Krenzlin lässt die Grippe keinen Einsatz zu. Überraschenderweise ist Florian Mnich rechtzeitig wieder fit geworden, sodass Morgan ihm erneut das Vertrauen auf der Torhüterposition der Heilbronner Falken schenkt.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerJason Morgan
Co-TrainerMartin Jiranek

Auch Verteidiger Philipp Preto ist aus dem Krankenstand entlassen worden, somit stehen den Unterländern drei komplette Verteidigungsreihe zur Verfügung. Ganz neu im Kader und seit heute mit einer Förderlizenz ausgestattet ist Ralf Rollinger von den Jungadlern Mannheim. Der 18-Jährige hat in 26 Spielen für die Jungadler in dieser Saison 16 Treffer erzielt - und genauso viele vorbereitet. Als Belohnung für seine guten Leistungen erhält er jetzt die doppelte Spiellizenz im Profibereich für die Heilbronner Falken in der DEL2 und für die Adler Mannheim in der DEL. Dresden ist das Team der Stunde in der DEL2 und so etwas wie der Angstgegner der Heilbronner Falken. Die bisherigen drei Vergleiche der Saison gingen allesamt verloren - allerdings waren alle Partien hart umkämpft.

Ein katastrophales erstes Drittel der Heilbronner Falken

Grund zur Freude haben die Fans der Heilbronner Falken bereits vor Spielbeginn. Lautenschlager und Cabana sind im Steh- und Sitzplatzbereich als Nikoläuse unterwegs und verteilen kleine Geschenke. Auch das Spiel beginnt gut, Jeremy Williams kommt frei zum Schuss - verzieht aber. Was in diesem Moment noch niemand im Stadion weiß - es soll die einzige Chance für die Heilbronner Falken im ersten Drittel bleiben. Denn im Anschluss spielen nur noch die Dresdner Eislöwen.

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Julian Lautenschlager erfreute die Fans vor Spielbeginn mit kleinen Gaben als Nikolaus. © Marc Thorwartl

Es dauert bis zur zehnten Minute, bis diese Überlegenheit mit einem Tor auch auf der Anzeigetafel erscheint. Matej Mrazek schaltet den Turbo ein, taucht allein vor Mnich auf, der pariert, die Scheibe bleibt bei Dresden, Konfusion in der Hintermannschaft der Heilbronner Falken, Schuss, Mnich fälscht die Scheibe nach oben ab - und sie fällt hinter ihm ins Tor. Stadionsprecher Steffen Schnizer gibt noch den Torschützen bekannt, da steht es 2:0. Marco Haas kann die Scheibe nicht aus dem Drittel bringen, Dresden eiskalt. Und es kommt noch schlimmer für die Heilbronner Falken. Der Puck liegt vor dem Heilbronner Tor, der Verteidiger trifft die Scheibe nicht, Dresden sagt danke, 3:0. Fazit des Drittels: Strukturierte Dresdner treffen auf in allen Belangen überforderte Heilbronner Falken und spielen mit ihnen Katz und Maus. 22:3 Schüsse für Dresden weist die Statistik aus, das sagt alles!

Lehrstunde für die Heilbronner Falken geht nahtlos weiter

Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken in Unterzahl, da mit dem Schlusspfiff Stefan Della Rovere eine Strafzeit wegen Bandenchecks kassiert. Genau 37 Sekunden benötigen die Eislöwen, um den Heilbronner Falken das 0:4 ins Nest zu legen. Die sind den Sachsen in allen Belangen unterlegen. Bei jedem Pass schwingt das Prinzip Hoffnung mit. Im ganzen Drittel zeigen die Falken drei durchdachte Angriffsszenen, die dann aber immer nichts einbringen. Ansonsten glänzen sie durch Fehlpässe, Missverständnisse, sie sind bei jedem Zweikampf unterlegen, das körperliche Element ist völlig außen vor und wenn Mnich nicht einen so überragenden Tag hätte, dann wäre hier nach dem zweiten Drittel auch locker ein zweistelliger Rückstand möglich gewesen.

Auch das letzte Drittel ist schnell erklärt. Nach dem 1:4 der Heilbronner Falken in der 51. Minute durch Williams flackert endlich ein wenig Hoffnung bei den Unterländern auf. Sie haben auch in der Folgezeit noch zwei, drei gute Chancen, die beste vergibt Williams, der die Scheibe ans Außennetz setz. Aber in der Summe sind zehn Minuten Eishockey definitiv zu wenig. Mnich kann noch einige Hochkaräter der Eislöwen entschärfen, das Ergebnis von 1:4 geht aber in allen Belangen in Ordnung. Eine Vorstellung der Heilbronner Falken, die nachdenklich stimmt. 17:52 lautet die Schuss-Statistik am Ende. Hier herrscht dringender Erklärungsbedarf.

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