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Alle Teams spielen für die Falken - nur die Falken nicht, die Niederlage gegen Freiburg tut richtig weh

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Von: Marc Thorwartl

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Eishockey DEL2 Heilbronner Falken EHC Freiburg Judd Blackwater
Judd Blackwater kann nach langer Pause wieder sein Heim-Comeback im Trikot der Falken feiern. © Marc Thorwartl

Oft genug hat Falken-Keeper Florian Mnich seinem Team die Punkte gerettet, doch heute greift er böse daneben. Die Falken verlieren die ganz wichtige Partie gegen Freiburg mit 2:4.

Geht die Aufholjagd der Heilbronner Falken in der DEL2 weiter? Nach dem 3:2-Erfolg am Freitag bei den Selber Wölfen wäre das wünschenswert. Zu Gast ist heute im heimischen Eisstadion der EHC Freiburg. Die Breisgauer waren lange Zeit sicher in den Playoffs, durchlebten dann eine kleine Schwächephase, sorgten aber mit dem 8:3-Erfolg am Freitag gegen den EC Bad Nauheim für einen echten Paukenschlag. Gerade offensiv ist das Team der Badener erstklassig besetzt. Freiburg steht auf dem achten Platz und hat mit 52 Punkten zehn mehr als die Heilbronner Falken auf dem Konto.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerMartin Jiranek
Co-TrainerJanne Sinkkonen

Gerade deshalb ist dieses Spiel ein „Must win“ für die Heilbronner Falken. Der Abstand muss unbedingt verkleinert werden. Wie man gegen die Breisgauer besteht, das hatten sie zweimal in der Saison bisher bewiesen. Wenn auch nur hauchdünn. Daheim gab es ein 6:5 nach Penalty-Schießen - allerdings hatte man da zu Beginn des Schlussdrittels bereits mit 5:1 geführt - in Freiburg gewannen die Falken mit 5:4 - ebenfalls erst im Shoot-out. Martin Jiranek, Trainer der Heilbronner Falken, greift auf exakt dasselbe Team wie am Freitag zurück. Ein Angreifer fehlt, um mit vier Sturmreihen agieren zu können.

Den Unterschied zwischen den Heilbronner Falken und den Wölfen Freiburg macht der Torhüter

Beide Mannschaften starten gut in die Partie, es gibt kein großes Abtasten. Die Heilbronner Falken machen gleich Druck, wollen zeigen, wer Herr im Haus ist, aber ganz vorne fehlt noch die Feinabstimmung. In der fünften Minute scheitert Noah Dunham, im Gegenzug düpiert Kevin Orendorz Falken-Verteidiger Corey Mapes und trifft zum 0:1. Ganz unhaltbar sah der aber nicht aus. . Die Falken sind nicht geschockt, sie spielen weiterhin konzentriert nach vorne - und bekommen Powerplay. Unzählige Schüsse, doch das Freiburger Abwehrbollwerk hält. Ebenso, wie kurz danach das Penalty-Team der Heilbronner Falken sehr gute Arbeit verrichtet. Als die dann auch noch das zweite Powerplay ungenutzt verstreichen lassen, geht es mit dem knappen 0:1 in die Pause.

Aus der kommen die Heilbronner Falken mit viel Schwung, doch der Puck will einfach nicht über die Linie. Ganz anders auf der anderen Seite. Dichtes Gewühl vor Florian Mnich, Freiburg schießt einfach mal und die Scheibe geht im kurzen Eck in die Maschen. Der Falken-Keeper mit einer schwachen Vorstellung. Hoffnung keimt bei den 1.700 Heilbronner Fans in der 28. Minute auf. Schuss River Rymsha, Freddy Cabana fälscht ab, der Keeper pariert, doch der Nachschuss von Alex Tonge sitzt. Nur noch 1:2. Jetzt die Unterländer mit der zweiten Luft, es geht vornehmlich in Richtung Gäste-Tor.

Das Powerplay der Heilbronner Falken entscheidet über Sieg und Niederlage

Bis die Gäste einmal über die linke Seite kommen. Aus spitzem Winkel zieht David Makuzki die Scheibe einfach mal Richtung Falken-Tor - und Mnich greift im kurzen Eck ins Leere. Dieses Mal gibt es keinen Zweifel, das ist definitiv ein Torhüter-Fehler, der so nicht nur den Sturmlauf des eigenen Teams stoppt, sondern den Rückstand erneut auf zwei Tore anwachsen lässt. Und es wird gefährlich, Freiburg bekommt Powerplay. Da flutscht die Scheibe hin und her, immer wieder kommt ein Breisgauer frei zum Schuss - doch zum Glück ist das Visier nicht genau eingestellt. Ganz anders bei den Heilbronner Falken. 100 Sekunden vor der Pause findet eine Direktabnahme von Jeremy Williams in Überzahl den Weg ins Tor. 2:3, das wird eine ganz heiße Kiste im letzten Drittel.

Kaum hat das letzte Drittel begonnen, bekommen die Heilbronner Falken die ganz große Chance, den Ausgleich zu erzielen. Sie erhalten Powerplay. Doch was dann der zweite Überzahl-Block zeigt, darf getrost als Pleiten, Pech und Pannen bezeichnet werden. Julian Lautenschlager, August von Ungern-Sternberg und dann auch noch Justin Kirsch mit schlechten bis katastrophalen Pässen, es kommt zum Konter, 2:4. Damit ist die Messe hier gelesen. Zwei Minuten vor dem Ende nimmt Trainer Jiranek den Keeper vom Eis, aber auch mit der Brechstange will nichts klappen. Ein indisponierter Keeper, dazu nur eine Reihe, die Gefahr ausstrahlt - da kann unter dem Strich nur eine Niederlage herausspringen. Alle Teams spielen an diesem Abend für die Heilbronner Falken - nur eben die Falken nicht. Damit wurde eine ganz große Chance vertan, an den 10. Platz heranzurücken.

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