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Heilbronner Falken punkten auch bei den Dresdner Eislöwen

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Von: Marc Thorwartl

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Falken-Stürmer Freddy Cabana erzielt zwei Treffer im Mitteldrittel.
Freddy Cabana erzielte die zwischenzeitliche Führung. © Marc Thorwartl

In der Partie bei den Dresdner Eislöwen haben die Heilbronner Falken die große Hoffnung, den Abstand zu den Pre-Playoff-Plätzen weiter zu verringern. Das gelingt teilweise, die Partie endet unentschieden, den Zusatzpunkt sichern sich die Hausherren, sie machen das Tor zum 2:1.

Lediglich zwei Tage nach dem 7:2-Erfolg daheim gegen die Selber Wölfe müssen die Heilbronner Falken heute Abend schon wieder in der DEL2 antreten. Sie sind zu Gast bei den Dresdner Eislöwen. Falken-Coach Jason Morgan muss kurzfristig seine Reihen umbauen. Verteidiger Malte Krenzlin hatte sich am Sonntag verletzt und kann heute nicht mitwirken. Für ihn soll eigentlich Allrounder Julius Ramoser auf die vakante Abwehrposition rücken. Allerdings steht auch Moritz Elias nicht auf dem Spielberichtsbogen. Er hat die Reise zwar mit angetreten, klagt aber über Ohren- sowie Halsschmerzen und setzt deshalb aus. Somit fehlen den Heilbronner Falken ein Stürmer und ein Verteidiger. Lange Zeit hoffte man aufseiten der Unterländer, dass Luca Tosto aus Mannheim abgestellt werden würde, doch leider erfüllt sich diese Hoffnung nicht.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerJason Morgan
Co-TrainerMartin Jiranek

Dafür ist Simon Thiel wieder im Einsatz - der Youngster hatte am Sonntag schon unglaublich viel Speed aufs Eis gebracht und sich selbst mit seinem ersten Saisontor belohnt. Im Tor vertraut Morgan erneut Florian Mnich. Die Favoritenrolle liegt bei den Eislöwen, die auch bereits das erste Aufeinandertreffen in Heilbronn mit 6:4 für sich entscheiden konnten. Dabei hatten die Heilbronner Falken bis zur 56. Minute ein 4:4 gehalten. Sie wissen also, wie man gegen die Sachsen bestehen kann, aber natürlich müssen sie eine Topleistung abliefern, wenn sie heute Punkte mit nach Hause nehmen wollen.

Heilbronner Falken mit Schrecksekunde, danach entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel

Ein erstes Schrecksekunde erleben die Heilbronner Falken vom Anspiel weg, als sich David Rundqvist durchsetzt, dann aber aus spitzem Winkel scheitert. Für die Unterländer hat Jeremy Williams die erste kleine Chance, doch er scheitert ebenso am Dresdner Keeper, wie kurz danach Thiel. Es ist ein schnelles Spiel mit wenigen Unterbrechungen. Eine solche gibt es, weil ein Dresdner auf die Strafbank muss. Im Powerplay wird Freddy Cabana nach wenigen Sekunden gut in Szene gesetzt, doch er scheitert. Danach will im Powerplay nicht viel gelingen, Williams springt die Scheibe gar zweimal vom Schläger. Morgan lässt übrigens die fünf Verteidiger rotieren, Ramoser und Luke Volkmann bilden mit wechselndem Nebenmann den vierten Block.

Danach wird die Partie zerfahrener. Beide Mannschaften haben Probleme, ihre Pässe an den Mann zu bringen. Chancen sind jetzt Mangelware, vieles spielt sich in der neutralen Zone ab. Wenn die Heilbronner Falken dann doch einmal in die Angriffszone kommen, dann ergeben sich nur Schusspositionen von außen. Dresden ergeht es aber auch nicht besser. Nur einmal haben sie eine richtig dicke Chance - weil die Abwehr der Heilbronner Falken eine Scheibe nicht über die blaue Linie klärt. Es bleibt beim torlosen Remis zur ersten Pause.

Heilbronner Falken gehen in Führung

Im zweiten Drittel erwischen die Heilbronner Falken den besseren Start. Thiel setzt sich durch, schießt, der Abpraller kommt zu Justin Kirsch, der sofort abzieht, aber irgendwie kommt der Eislöwen-Keeper noch mit den Schonern an die Scheibe und kann sie abwehren. Die Unterländer nehmen sich allerdings den Schwung, weil sie eine Strafe kassieren. Das Penalty-Killing klappt aber hervorragend, keine echte Chance für die Sachsen. Die haben sie aber kurz danach. Missverständnis in der Hintermannschaft, Dresdens Stürmer taucht ganz allein vor Mnich auf, der glänzend pariert und Luke Volkmann kann den Puck noch aus der Gefahrenzone bringen.

Dann ist der Bann gebrochen. Erst Dresden mit einer guten Chance, im direkten Gegenzug packt Kenney Morrison den Hammer aus, Cabana fälscht unhaltbar ab, 0:1. Aber Führungstore zu verteidigen, das ist ja nicht so das Ding von den Heilbronner Falken. Und prompt wird es im direkten Gegenzug brandgefährlich, aber Mnich bewahrt sein Team vor dem postwendenden Ausgleich. Allerdings bekommen die Hausherren jetzt Aufwind, die dickste Chance wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff, Morrison bekommt einen Puck ins Gesicht, der ihn außer Gefecht setzt, die Referees lassen trotzdem weiterspielen, Arne Uplegger schießt - und für den bereits geschlagenen Mnich rettet der Pfosten. „Wir müssen in der eigenen Zone besser spielen, sonst werden wir, bei der Klasse, die Dresden hat, irgendwann einen Treffer kassieren“, erklärt Falken-Kapitän Christopher Fischer im Pausen-Interview. Das wird noch ein ganz heißer Tanz im letzten Abschnitt.

Heilbronner Falken kassieren erst den Ausgleich und verlieren dann in der Verlängerung

Die Dresdner Eislöwen kommen mit viel Schwung aus der Kabine, aber die Heilbronner Falken verteidigen das geschickt. Sie stehen kompakt, warten auf die Konterchance. Die ergibt sich für August von Ungern-Sternberg, der aber scheitert. Dann sind die Heilbronner Falken einmal zu unaufmerksam, zu passiv in der Abwehrarbeit. Das nutzt David Suvanto zum Ausgleich für die Eislöwen.

In der 50. Minute haben die Heilbronner Falken die Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen. Sie bekommen Powerplay. Aber es soll nicht sein, die zweite Formation hat einige Möglichkeiten, der Paradeblock hingegen kommt nicht in die Aufstellung. Danach neutralisieren sich beide Teams weitgehend. Die Zeit läuft herab, es wird doch nicht schon wieder Verlängerung geben? Doch, es gibt fünf Minuten Zugabe. Einen Punkt haben die Heilbronner Falken bereits sicher. In der Overtime haben die Heilbronner Falken zwei riesige Chancen, vergeben diese aber kläglich, dann ein Konter der Eislöwen, den sie sie zum 2:1-Siegtreffer verwerten. Eine unnötige Niederlage, aber immerhin müssen die Falken nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.

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