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Licht und Schatten wechseln sich bei den Heilbronner Falken am vergangenen Wochenende ab

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Von: Marc Thorwartl

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Heilbronner Falken Lausitzer Füchse Eishockey DEL2 Justin Kirsch
Justin Kirsch traf in Krefeld nach Vorarbeit von River Rymsha. © Marc Thorwartl

Irgendwie treten die Heilbronner Falken auf der Stelle. Der Abstand zu den Pre-Playoff-Plätzen muss jetzt schnell verkürzt werden. Am besten am Freitag schon beim Spiel in Freiburg.

Knapp eine Minute sind in der Verlängerung beim Stand von 2:2 in der DEL2-Partie zwischen den Krefeld Pinguinen und den Heilbronner Falken gespielt, da drückt Falken-Stürmer Jeremy Williams den Puck zum 3:2-Auswärtserfolg über die Linie. Die Heilbronner Kufencracks haben zwei von sechs möglichen Punkten gegen die Spitzenteams aus Ravensburg und Krefeld am Wochenende geholt.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteHeilbronner Eisstadion
TrainerJason Morgan, Co-Trainer Martin Jiranek

Eigentlich zu wenig, denn der Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze beträgt nach wie vor acht Punkte, auf die direkten Playoffs neun Punkte. Aber immerhin haben sich die Unterländer von dem vorletzten auf den zwölften Tabellenplatz verbessert. Somit alles im Lot? Mitnichten, denn gerade die Freitagspartie gegen Ravensburg hatte viele der 1.600 Fans verärgert.

Stärken der Heilbronner Falken kommen nicht zur Geltung

Da offenbarte die Truppe von Trainer Jason Morgan unglaubliche Defizite, bekam 55 Minuten überhaupt keinen Zugriff auf die Partie und spielte erst Eishockey, als es bereits zu spät war. Mit zwei Treffern in den letzten beiden Minuten gestalteten sie die Niederlage mit 2:3 zwar erträglich – aber nur vom Ergebnis her. Vieles war bei den Falken zuvor nur Stückwerk.

Immer noch passieren, vor allem im Abwehrbereich, unerklärliche Abspielfehler. Immer noch werden die Stärken der Spieler nicht in Szene gesetzt. Bestes Beispiel ist hier Justin Kirsch. Der ist für eines ligaweit bekannt: seine knallharten Direktabnahmen. Allerdings verhungert „Cherry“ auf seiner Position, weil er nicht mit den Querpässen gefüttert wird. Am Sonntag in Krefeld wurde er perfekt von River Rymsha in Szene gesetzt – und vollstreckte im Powerplay zum zwischenzeitlichen 1:1

Heilbronner Falken müssen die Defizite schnell abstellen

Oder August von Ungern-Sternberg. Der wieselflinke Außenstürmer schoss vergangene Saison die Oberliga Nord in Grund und Boden. Warum? Weil er einer der schnellsten Akteure der Liga war und aus der Abwehr mit langen Pässen auf die Reise geschickt wurde. Und in Heilbronn? Da dauert das Umschaltspiel ewig lange, die Streckpässe aus der eigenen Abwehr haben die Häufigkeit von Schaltjahren, und deshalb hinkt der US-Amerikaner mit deutschem Pass seinen eigenen Ansprüchen auch hinterher.

Trainer Morgan hat jetzt bis Freitag Zeit, sein Team auf die Auswärtspartie um 19.30 Uhr bei den Wölfen Freiburg vorzubereiten – und vielleicht diese Defizite abzustellen. Gut wäre es auch für ihn selbst, denn gerade nach dem schlechten Spiel am Freitag wurden die Stimmen, die seine Entlassung forderten, lauter. Denen kann er mit guten – und vor allem dauerhaft erfolgreichen – Spielen nachhaltig entgegenwirken.

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