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Heilbronner Falken zeigen bei den Krefeld Pinguinen Nehmerqualitäten und schlagen zurück

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Von: Marc Thorwartl

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Heilbronner Falken Lausitzer Füchse Eishockey DEL2 Florian Mnich
Florian Mnich war ein sicherer Rückhalt für die Heilbronner Falken. © Marc Thorwartl

Die Frage für das Spiel lautet: Wie präsentieren sich die Heilbronner Falken nach dem schlechten Auftritt am Freitag heute bei den Krefeld Pinguinen. Sehr gut, wiederum steht es nach 60 Minuten unentschieden, in der Verlängerung wird Jeremy Williams zum Matchwinner.

Nur zwei Tage nach dem ernüchternden Auftritt daheim gegen die Ravensburg Towerstars steht den Heilbronner Falken in der DEL2 die nächste Mammutaufgabe bevor. Sie treten heute Abend beim DEL-Absteiger und aktuell Tabellendritten Krefeld Pinguine an. Im Vergleich zum Freitagspiel muss Falken-Trainer Jason Morgan auf den erkrankten Verteidiger Philipp Preto und auf Stürmer Marco Haas, der heute für die Eisbären an der Scheibe ist, verzichten. Im Tor steht erneut Florian Mnich, obwohl der Coach mit dessen Leistung - vor allem im ersten Drittel - nicht so zufrieden war.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerJason Morgan, Co-Trainer Martin Jiranek

Vor der Partie wird Falken-Co-Trainer Martin Jiranek interviewt. Auf die Frage, wo er Verbesserungspotenzial bei den Heilbronner Falken sieht, nennt er drei Punkte: Aufmerksamer in der Defensive, nicht so viele Strafzeiten und eine bessere Bully-Quote. Alles altbekannte Probleme bei den Unterländern. Beim ersten Aufeinandertreffen diese Saison gab es eine knappe 3:4-Niederlage nach Verlängerung. Um bei den Pinguinen was zu holen, muss wieder so eine starke Leistung abgerufen werden.

Wieder führt ein Fehler der Heilbronner Falken zum Gegentor

Es entwickelt sich ein schnelles Spiel, ohne viele Unterbrechungen. Großchancen bleiben Mangelware. Die erste haben die Hausherren. Nach einem Fehler von Falken-Verteidiger Kenney Morrison, der die Scheibe an der blauen Linie verliert. Die Pinguine mit einem schnellen Konter, doch der gebürtige Heilbronner Mike Fischer scheitert an Mnich. Kurze Zeit später unterläuft Christopher Fischer, Kapitän der Heilbronner Falken, der gleiche Fehler. Dieses Mal spielen es die Hausherren perfekt aus, 1:0 nach knapp sieben Minuten. Kurz danach Strafe gegen die Heilbronner Falken. Das Powerplay der Pinguine gut, aber die Falken mit viel Einsatz. Sie überstehen die Situation unbeschadet.

Kurz danach haben die Heilbronner Falken ihr erstes Powerplay. Viele Schüsse, doch niemand steht im Slot, um die Abpraller zu verwerten. Kurz danach ist es Justin Kirsch, der den Pinguine-Keeper prüft, doch sein Schuss wird gerade noch so abgewehrt. Wenig später muss eigentlich das 1:1 fallen, Stefan Della Rovere wird durch den Slot am langen Pfosten angespielt, schießt aber am Tor vorbei. Viele solcher Chancen wird es nicht geben. Knapp drei Minuten vor dem Ende nochmals Powerplay Heilbronner Falken. Aber das ist dieses Mal nicht so zwingend. Und erneut steht kein Falke im Slot! „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen“, erklärt Jeremy Williams im Pauseninterview.

Heilbronner Falken erst mit Startschwierigkeiten, dann mit dem Powerplay-Tor

Wer gedacht hat, dass die Heilbronner Falken mit viel Tempo aus der Kabine kommen, sieht sich getäuscht. Vielmehr sind es die Krefeld Pinguine, die sofort die Initiative ergreifen. Sie spielen die Unterländer förmlich an die Wand. Es ist wie am Freitag, die Heilbronner Falken sind zu langsam, zu statisch, wirken ideen- und kraftlos. Es dauert sieben Minuten, ehe sie zum ersten Mal gefährlich vor dem Pinguine-Tor auftauchen. Doch Williams, Morrison und Della Rovere scheitern im Sekundentakt. Kurz danach ein Solo von Kirsch, der ebenfalls scheitert. Immerhin sind die Heilbronner Falken jetzt im Spiel. Nur Sekunden später ein Alleingang von Della Rovere, dessen Schuss am Schlittschuh vom Keeper hängenbleibt.

Und die Heilbronner Falken bekommen weiter Oberwasser, denn die Pinguine kassieren eine Strafzeit. Die dauert nur neun Sekunden. Noah Dunham passt zu River Rymsha, der zu Kirsch, und der packt den Hammer aus - die Scheibe rast wie ein Strich ins Eck zum 1:1. Die nächste Chance der Pinguine wird wieder durch einen Fehler der Heilbronner Falken begünstigt. Malte Krenzlin mit einem klassischen Fehlpass, die Krefelder schießen am leeren Tor vorbei. Diese Möglichkeit gibt den Gastgebern sichtlich Auftrieb, Mnich läuft zur Hochform auf, hält sein Team mit vielen Paraden im Spiel und packt gegen Zach Magwood einen Monstersave aus.

Heilbronner Falken schlagen zurück und gewinnen in der Verlängerung

Das letzte Drittel beginnt wieder mit einer Daueroffensive der Krefeld Pinguine. Auch dadurch, weil Alex Tonge nach wenigen Sekunden eine Strafe zieht. Mnich gleich wieder mit einer Riesenparade. Wieder ist das Penalty-Killing der Heilbronner Falken erstklassig, sie überstehen auch diese Situation unbeschadet. Dieses Mal dauert es knapp fünf Minuten, bis die Heilbronner Falken zum ersten Mal gefährlich vor dem Pinguine-Tor auftauchen. Morrison verzieht, den Rebound erwischt Freddy Cabana mit der Rückhand, aber der Keeper hält. Danach ist es ein offener Schlagabtausch, die Keeper auf beiden Seiten können sich mehrfach auszeichnen.

In der 53. Minute ist es dann so weit. Ein verdeckter Schuss der Krefeld Pinguine gehet durch Freund und Feind und schlägt hinter Mnich ein. Ein Tor, das Wirkung zeigt, die Hausherren gleich danach mit der nächsten Chance, aber Mnich und Fischer zusammen können das Ding gerade noch klären. In der 55. Minute Bully vor dem Tor der Pinguine, Rymsha passt zu Tonge, der schießt, den Abpraller verwertet Della Rovere zum 2:2. Nur wenige Sekunden später ein Alleingang von Cabana, der Keeper pariert mit dem Schoner. Jetzt geht es hin und her. Tonge scheitert, im Gegenzug verursacht er eine Fehlpass, Mnich rettet gegen Marcel Müller. Die Zeit läuft herunter, es geht in die Verlängerung. Hier dauert es keine Minute, da sichert Jeremy Williams seinem Team den Zusatzpunkt. Die Falken gewinnen mit 3:2 und haben ganz wichtige Punkte geholt.

„Florian Mnich hat uns mit guten Paraden im Spiel gehalten“, erklärt Tonge nach der Partie. „Es war eine harte Schlacht. Beide Teams haben viele Chancen kreiert und viel Offensivpower. Unsere Special-Teams haben heute einen hervorragenden Job verrichtet, zudem hat Florian ein super Spiel gezeigt und einige Riesenchancen der Pinguine vereitelt“, sagt Trainer Jason Morgan auf der Pressekonferenz.

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