Der fünfte Sieg in Serie

Das Falken-Powerplay erledigt die Lausitzer Füchse

Heilbronner Falken Lausitzer Füchse Eishockey DEL2 Florian Mnich
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Florian Mnich hütet das Falken-Gehäuse in Weißwasser.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Alles wie gehabt, die Unterländer müssen in der Lausitz gewinnen, um ihre Chance auf die Playoffs zu wahren - und das gelingt ihnen auch.

Die Serie der Endspiele geht für die Heilbronner Falken unvermindert weiter. Heute treten sie bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser an und wollen nur zu gerne den fünften Sieg in Folge einfahren. Auch die Füchse wollen noch in die Playoffs. Derzeit haben sie ein Spiel mehr als die Falken absolviert und vier Punkte weniger auf dem Konto. Für die Lausitzer also so etwas wie „die letzte Chance“, allerdings haben auch die Falken nichts zu verschenken, wenn sie im Kampf um Platz sieben und acht nicht an Boden verlieren wollen.

Welchen Stellenwert die Partie für die Heilbronner Falken hat, macht eine Tatsache besonders deutlich. Um bestmöglich vorbereitet zu sein und nicht eingeschlafenen Beinen nach einer langen Busreise ins Spiel zu gehen, sind die Unterländer bereits am Sastag nach Weißwasser gereist und haben dort im Hotel übernachtet. Das wurde auch in der Vergangenheit manchmal so gehandhabt - allerdings nur selten mit dem gewünschten Erfolg. Klar ist, die Falken müssen von Beginn an hellwach sein. Coach Bill Stewart vertraut dabei auf dasselbe Team wie am Freitag beim Erfolg über Crimmitschau.

Heilbronner Falken mit verhaltenem Beginn, toller Steigerung und einem überragendem Powerplay

Zu Beginn ist nicht viel davon zu sehen, dass die Heilbronner Falken ausgeruht sind. Es sind nur die Füchse, die spielen. Sie setzen sich im Angriffsdrittel fest, die Unterländer sind meist einen Tick zu langsam, aber ohne Folgen, denn gefährliche Situationen springen dabei nicht heraus. Schlechte Nachrichten für die Falken dann in der elften Minute. Yannik Valenti fährt verletzt vom Eis - und kommt auch bis zum Ende des Drittels nicht mehr. Die Falken haben einmal Powerplay, das läuft aber nicht wie gewünscht. Die beste Möglichkeit für die Füchse in der 18. Minute, als sie nach einem Fehlpass im Heilbronner Abwehrdrittel eine Zwei-auf-Null-Situation haben, aber Florian Mnich glänzend pariert. 33 Sekunden vor der Pause dann die erste Strafe gegen Heilbronn, Dylan Wruck muss in die Kühlbox.

Yannik Valenti scheidet erst Mitte des ersten Drittels verletzt aus, um dann im Mittelabschnitt zum wichtigen 2:2 zu treffen.

Zwei gute Nachrichten für die Heilbronner Falken gleich zu Beginn des Mitteldrittels. Sie überstehen die Unterzahl unbeschadet, und Valenti kann wieder mitwirken. Mit einem großen Verband oberhalb des Auges. Die Gäste jetzt bedeutend präsenter auf dem Eis. Sie übernehmen zusehends die Initiative. Eine Traumkombination im Powerplay der Falken von Marcus Götz über Matt Neal hin zu Davis Koch bringt dann die Gäste-Führung. Jetzt die Unterländer richtig gut im Spiel. Sie haben einige Chancen, die Führung auszubauen, scheitern aber an Mac Carruth im Lausitzer Tor. Als Aron Reisz in die Kühlbox muss fällt der Ausgleich. Da waren die Falken einen Moment schlecht sortiert. Es kommt noch schlimmer, nur 95 Sekunden später die Scheibe erneut im Heilbronner Gehäuse. Jetzt die Hausherren mit Oberwasser. Bis zur 37. Minute. Querpass von Wruck, Direktabnahme Valenti, 2:2. Im Anschluss wieder Heilbronn am Drücker, mit der Pausensirene erneute Strafzeit gegen die Sachsen.

Können die Heilbronner Falken die Überzahl gleich zu Beginn des letzten Abschnitts nutzen? Ja, das können sie. Die Strafe ist fast abgelaufen, Josh Nicholls wartet ewig mit dem Abspiel, das kommt dann aber zentimetergenau auf die Direktabnahme von Justin Kirsch, 2:3. Die Unterländer setzen nach. Riesenchancen durch Koch und zweimal Arkadiusz Dziambor werden von Carruth vereitelt. Das Ding hätte längst zu Hause sein können. Und dann rächt sich die Chancenvergabe. Hinter dem Tor wird eine sichere Scheibe verloren, Pass vors Tor, Schuss, 3:3. Keine Chance für Mnich. Fünf Minuten vor dem Ende Strafe gegen die Lausitzer Füchse. Und die Falken tun es erneut! Kevin Maginot versenkt den Puck humorlos von der blauen Linie. Drei Minuten vor dem Ende nehmen die Füchse den Keeper vom Eis, aber es hilft alles nichts. Bryce Gervais trifft ins leere Tor zum 3:5-Endstand. Die Heilbronner Falken tüten den fünften Sieg in Folge ein und sind ganz nah an den Playoffs.

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