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Für die Falken gibt es bei den Oberschwaben überhaupt nichts zu holen

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Von: Marc Thorwartl

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Kenney Morrison Heilbronner Falken Tor beim EHC Freiburg
Kenney Morrison verletzte sich im ersten Drittel. Wie lange er ausfällt ist ungewiss. © Marc Thorwartl

Die Niederlage der Heilbronner Falken bei den Ravensburg Towerstars ist umso bitterer, da man auch noch die Verletzung von zwei Verteidigern zu beklagen hat.

Nur zwei Tage nach der knappen 1:2-Niederlage gegen die Krefeld Pinguine, sehen sich die Heilbronner Falken einem weiteren „Schwergewicht“ der DEL2 gegenüber. Sie müssen bei den Ravensburg Towerstars antreten. Die Oberschwaben schwächelten zuletzt ein wenig, verloren drei Spiele in Folge. Aber die Heilbronner Falken hatten sich ja im Laufe der Saison gerne als Aufbaugegner für schwächelnde Mannschaften präsentiert. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Towerstars.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerMartin Jiranek
Co-TrainerJanne Sinkkonen

Zumal Falken-Trainer Martin Jiranek auf dieselbe Mannschaft wie am Freitag zurückgreifen muss. Moritz Elias ist auch heute von den Adler Mannheim angefordert. Trotzdem nimmt er eine Änderung vor. Ilya Andryukhov löst Florian Mnich im Tor der Heilbronner Falken ab. Auf der Pressekonferenz nach der Krefeld-Partie hatte Jiranek klargemacht, was er will: „Ich erwarte mehr Tore von der zweiten und der dritten Reihe. Sie müssen den Killerinstinkt vor dem Tor entwickeln.“ Wie man in Ravensburg gewinnt, das hatte das Team im Oktober beim 6:2-Sieg gezeigt.

Heilbronner Falken werden phasenweise vorgeführt

Von der dort gezeigten Leistung sind die Heilbonner Falken im ersten Drittel meilenweit entfernt. Das ist gar nichts, um nicht zu sagen hilflos und viel zu passiv, was sie auf dem Eis zeigen. Während sich die Oberschwaben eine Chance nach der anderen erspielen, kommt der erste Schuss aufs Ravensburger Tor nach sechseinhalb Minuten. Das 1:0 nach neun Minuten ist hochverdient. Die Heilbronner Falken verlieren eine Scheibe an der Bande, Pass vors Tor, Querpass, Tor. Spielerisch brillant und dabei doch so einfach. Das Beste nach den ersten 20 Minuten: Es steht nur 1:0 für die Hausherren. 12:6 Schüsse und 12:7 gewonnene Bullys im ersten Drittel für Ravensburg - das spiegelt das erste Drittel korrekt wider.

Hiobsbotschaft für die Fans der Heilbronner Falken: Verteidiger Kenney Morrison hatte sich im ersten Drittel verletzt, kommt nicht mehr aus der Kabine zurück. Als die Unterländer dann auch noch zwei gute Chancen zu Beginn des Drittels versieben ist klar, dass hier nur mit einem kleinen Eishockeywunder etwas möglich ist. Zumal die Gastgeber auf 2:0 erhöhen. Direkt danach ein Alleingang von Williams, doch der steht heute neben sich. Als die Unterländer auch im Powerplay keine Chance herausspielen, ist die Messe gelesen. Richtig peinlich ist dann das 3:0, 16 Sekunden vor der Pause. Stefan Della Rovere, Julian Lautenschlager und Justin Kirsch dürfen sich diesen Treffer wegen Passivität bei der Arbeit nach hinten zuschreiben lassen.

Dritte Reihe der Heilbronner Falken belohnt sich für ihren Einsatz mit einem Tor

Im Zeichen des sicheren Vorsprungs lassen es die Ravensburg Towerstars gemütlicher im letzten Drittel angehen. Die Heilbronner Falken müssen den zweiten Ausfall beklagen, Kapitän Christopher Fischer fährt verletzt in die Kabine. Das kann ein richtig teures Spiel werden. In der 45. Minute belohnt sich die dritte Heilbronner Reihe für ihr Engagement. Florian Leitner besorgt mit seinem ersten Saisontreffer das 3:1. Allerdings keimt nur kurz Hoffnung bei den Heilbronner Falken auf. Powerplay Ravensburg, Tor Ravensburg, 4:1. Symptomatisch für den Heilbronner Auftritt dann die 54. Minute. Es gibt 2+2 Strafminuten gegen Ravensburg wegen hohen Stocks. Und Williams nimmt den Vorteil, weil er aus Frust über einen Puckverlust, ebenfalls ein Foul verübt.

„Wir schießen einfach nicht genug Tore. Nicht nur heute, auch in den Spielen zuvor. Wir hatten keinen guten Aufbau. Das 3:0 war der Knackpunkt. Die Towerstars haben uns stark unter Druck gesetzt, sie waren einfach stärker“, erklärt Jiranek nach der Partie. Wieder einmal haben sich die Heilbronner Falken als idealer Aufbaugegner für ein angeschlagenes Team erwiesen.

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