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HEC Eisbären Heilbronn: Das Eishockey-Wunder geht dank Leo Kreps weiter

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Von: Olaf Kubasik

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Die Bank der HEC Eisbären Heilbronn während des Spiels gegen die Baden Rhinos Hügelsheim.
Leontin Kreps ist während des Spiels seiner HEC Eisbären Heilbronn völlig fokussiert - und das zahlt sich aus. © Olaf Kubasik

Für die HEC Eisbären Heilbronn geht es in den Eishockey-RLSW-Playoffs noch mindestens eine Partie weiter - dank Leontin Kreps.

Die HEC Eisbären Heilbronn haben bei ihrem zweiten Playoff-Viertelfinalspiel der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) ein Problem. Ein Luxusproblem! Denn in der für sie alles entscheidenden Heim-Partie am Sonntag gegen die Baden Rhinos Hügelsheim stehen ihnen ALLE Angreifer und Verteidiger zur Verfügung. Und damit hat das Interimstrainer-Duo Sascha Bernhardt und Kai Sellers die Qual der Wahl. Denn zwei Feldspieler müssen sie außen vor lassen. Bernhardt erklärt: „Es tut uns in der Seele weh, aber auch diese beiden werden Anteil daran haben, wenn uns der wichtige Sieg gelingt.“ Und der gelingt wirklich: 3:2. Drittes Spiel.

Nach der 2:4-Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinale in Hügelsheim haben die HEC Eisbären Heilbronn jeden Tag genutzt - fürs Training oder aber Teambuilding-Maßnahmen. Trainer Sascha Bernhardt kündigt daraufhin an: „Wenn es uns gelingt, die fantastische Stimmung innerhalb der Mannschaft auch aufs Eis zu übertragen, dürfte uns ein Sieg gewiss sein.“ Sogar der von den Heilbronner Falken nachlizenzierte Torwart Jonas Natterer ist mit an Bord.

VereinHEC Eisbären HeilbronnESC Baden Rhinos Hügelsheim
TrainerKai Sellers/Sascha BernhardtCedrick Duhamel
SpielstätteEisstadion HeilbronnBaden-Airpark-Eisarena
Zuschauerkapazität4.0001.200
Größte Erfolge (RLSW)Meister 2013, 2014, 2015, 2016Meister 1998, 2004

HEC Eisbären Heilbronn: Das RLSW-Eishockey-Wunder geht dank Leo Kreps weiter

Im Tor steht aber der aus Planungssicherheitsgründen von den Eisbären-Trainern für das „Heilbronn-Wunder“ präferierte Mathias Stefanka. Und von dem 22-jährigen Slowaken-Kraken schwärmt nicht nur Kai Sellers, sondern auch Bernhardt: „Er ruht völlig in sich, hat fantastisch trainiert - und wird für den Mannschaftserfolg alles geben.“ Stefanka, der wie eine Bombe in die Eishockey-RLSW eingeschlagen hat, sagt auf echo24.de-Anfrage nur kurz und knapp: „Ich bin ein Teil dieses tollen Teams, das zunächst ein weiteres Playoff-Spiel verdient hat.“ Aber nun hinein in eine brisante Begegnung.

Trotz dauerhafter Anfangs-Attacken der HEC Eisbären Heilbronn bleibt das erste Tor der so wichtigen RLSW-Playoff-Partie den Baden Rhinos Hügelsheim vorbehalten. Durch Denis Majewski (7.). Doch dann begeht Dominik Dech fatale Straffehler - und die bleiben nicht ungesühnt. Timo Heintz gleicht in Überzahl prompt für die Eisbären Heilbronn aus (14.), bevor Leontin Kreps (wiederum nach einer zweiminütigen Dech-Stockcheck-Strafe) das wichtige 2:1 erzielt. Pause. Im kampfbetonten zweiten Drittel gebührt das einzige Tor wiederum Hügelsheim: Philip Rießle (25.). 2:2.

HEC Eisbären Heilbronn: Leo Kreps erzwingt durch Overtime-Tor dritte Partie

Jetzt müssen Kai Sellers und Sascha Bernhardt in der Kabine erneut die richtigen Worte für ihre HEC Eisbären Heilbronn finden. Die Platzreife fürs RLSW-Halbfinale hat die Truppe nämlich - ebenso wie Hügelsheim. Kleinigkeiten müssen fortan über die letzten 20 Minuten entscheiden, um allerdings erstmal wieder einen Viertelfinal-Gleichstand zu erzwingen. Und ein drittes, entscheidendes Spiel am nächsten Samstag in Hügelsheim. Und dann passiert‘s in Overtime. Das, was keiner mehr für möglich gehalten hat: 3:2 durch Leo Kreps. Der Eisbären-Traum lebt weiter.

Playoffs der Eishockey-Regionalliga Südwest

Die ersten acht Mannschaften der Hauptrunde stehen in den Playoffs der Eishockey-RLSW, die im Best-of-three-Modus ausgetragen werden. Im Viertelfinale trifft der Erste (Pforzheim Bisons) auf den Achten (Bietigheim 1b), der Zweite (Zweibrücken Hornets) auf den Siebten (Mad Dogs Mannheim), der Dritte (Stuttgart Rebels) auf den Sechsten (EV Ravensburg) und der Vierte (Baden Rhinos Hügelsheim) auf den Fünften (Eisbären Heilbronn). Die vier erstplatzierten Mannschaften genießen dabei Heimrecht. Fürs Halbfinale qualifiziert haben sich bereits Pforzheim und Stuttgart.

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