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Vor Traumkulisse ins Finale: HEC Eisbären Heilbronn betreiben Werbung fürs Eishockey

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Von: Olaf Kubasik

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Die Eishockeyspieler des HEC Eisbären Heilbronn jubeln nach einem Tor (von links): Stefan Schrimpf, Leontin Kreps, Felix Kollmar, Fabian Krill und Marco Haas.
Finale! Die HEC Eisbären Heilbronn um Stefan Schrimpf (von links), Leontin Kreps, Felix Kollmar, Fabian Krill und Marco Haas jubeln. © Olaf Kubasik

Über 1.000 Zuschauer sehen den fulminanten Einzug der HEC Eisbären Heilbronn ins Playoff-Finale der Eishockey-RLSW.

Sie strotzen vor Selbstvertrauen. Und wollen die Tür zum Finale aufstoßen. Doch dafür müssen die HEC Eisbären Heilbronn in ihrem zweiten Playoff-Halbfinalspiel der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) erst einmal erneut die Pforzheim Bisons in die Knie zwingen. Trotz Heimrechts und über 1.000 Zuschauern im Eisstadion Heilbronn keine leichte Aufgabe. Zumal das Interimstrainer-Duo Kai Sellers und Sascha Bernhardt im Vorfeld „eine Hiobsbotschaft“ verkündet. Doch das juckt ihre Eisbären wenig: 6:2-Sieg. Finale! Und der Griff nach der fünften Meisterschaft.

Die Hiobsbotschaft ist der Personalie Mathias Stefanka geschuldet. Der zuletzt überragende Torwart der HEC Eisbären Heilbronn fällt für die wichtige Partie gegen Pforzheim erkrankt aus. Aber das sollte kein Problem darstellen. Denn mit Jonas Natterer steht ein Goalie parat, dem zwar derzeit etwas Spielpraxis fehlt, der aber von den DEL2-Profis der Heilbronner Falken nachlizenziert wurde und von deren Trainingseinheiten profitiert. Der 19-Jährige, der gestern noch Backup-Torwart bei den Falken war, erklärt selbstbewusst: „Ich bin immer bereit, wenn ich von unseren Mannschaften gebraucht werde.“

VereinHEC Eisbären Heilbronn1. CfR Pforzheim Bisons
TrainerKai Sellers/Sascha BernhardtJohn Kraiss
SpielstätteEisstadion HeilbronnEissportzentrum St. Maur Halle Pforzheim
Zuschauerkapazität4.000800
Größte Erfolge (RLSW)Meister 2013, 2014, 2015, 2016Aufsteiger 2020

HEC Eisbären Heilbronn: Ex-Eishockeyprofis sind ein Segen für die RLSW-Playoff-Kampf

Außerdem müssen Kai Sellers und Sascha Bernhardt weiterhin auf ihre Stammkräfte Cedrik Platz, Sören Breiter und Lars Heintz sowie jetzt auch auf dessen Bruder Timo verzichten. Dafür kehren Stefan Schrimpf und Leontin Kreps ins Team zurück. Die von den Coaches reaktivierte und aus Ex-Profis bestehende Ü30-„Senioren-Garde“ der HEC Eisbären Heilbronn ist indes fit fit wie ein Schlittschuh. Bernhardt: „Thomas Gödtel, Fabian Krull und Igor Filobok in der Mannschaft zu haben, ist wie ein Lotto-Sechser mit Zusatzzahl, da sie unseren jungen Spielern Sicherheit geben und sie gleichermaßen anspornen.“

Der Gegner hat sich als überragender Akteur der RLSW-Hauptrunde jedoch ebenfalls gewappnet. Und tritt fast vollzählig bei den HEC Eisbären Heilbronn an. Tim Brenner, Bisons-Kapitän und Abwehr-Chef, gibt sich auf der Homepage des Vereins kampfbetont: „Wir haben gut trainiert, analysiert und über die gemachten Fehler gesprochen. Wir werden 110 Prozent geben!“ Wie wichtig der Mannschaft des Heilbronner Trainers John Kraiss diese Partie ist, zeigt ein Umstand: „Dank einiger Gönner“ konnten die Pforzheimer bereits am Vortag anreisen. Für ein Teambuilding im Hotel - als Vorbereitung auf „die wichtigste Partie der Saison“.

HEC Eisbären betreiben vor Traumkulisse beste Werbung fürs Heilbronner Eishockey

Und diese Partie beginnt für die Pforzheim Bisons hervorragend. Aufgrund eines Leichtsinnsfehlers von Jonas Natterer. Der Eisbären-Goalie will seine vorwärts marschierenden Teamkameraden anspielen, passt den Puck jedoch zu Miroslav Vasilev. Und der bedankt sich für das Geschenk: Zack-Zuspiel auf Leon Rausch - Tor für Pforzheim (3.). Doch die von ihren Trainern gepimpten HEC Eisbären Heilbronn 2.0 scheint das nur zu beflügeln. Sie lassen Traumkombinationen folgen, von denen eine zum 1:1-Ausgleich durch Felix Kollmar führt (7.). Ebenso zum 2:1: Ex-Falke Marco Schütz auf Ex-Falke Fabian Krull - Kevin Malez netzt locker ein (16).

Fans, die den Namen des Eisbären-Spielers Marco Schütz in die Höhe halten.
Ex-Falke Marco Schütz hat seinen eigenen Fanklub zum Finaleinzug der Eisbären mitgebracht. © Olaf Kubasik

Weiter geht‘s im zweiten Drittel mit völlig entfesselten Eisbären Heilbronn! Sturm-Wirbelwind Marco Haas setzt Fabian Krull perfekt in Szene: 3:1 (22.). Das 4:1 ist dann Stefano Rupp gegönnt, der rechtzeitig zu den Playoffs zu alter Stärke zurückgefunden hat (29.). Gegen diese Eisbären-Walze ist kaum noch ein Pforzheimer Kraut gewachsen. Zumal Natterer nach seinem Anfangs-Fauxpas Festungsqualitäten beweist. Das 2:4 fällt dennoch: Fabio Laule verkürzt in Überzahl (37.). Attestierte Ilja Manheim, Bisons-Betreuer und RLSW-Kenner par excellence, seinem Team im Hinspiel noch einen „Total-Blackout“, gibt es am Spiel aufopfernd kämpfender Pforzheimer diesmal deutlich weniger zu kritisieren. Erneute Pause.

Eishockey Heilbronn: Eisbären zeigen wie die Falken, was die Sportart Nummer eins zu leisten vermag

Die Pforzheim Bison müssen jetzt - und den HEC Eisbären Heilbronn bieten sich dadurch Chancen. Eine davon nutzt Fabian Krull zum 5:2 (52.). Die Partie ist spätestens jetzt durch, auch wenn Marco Schütz noch das 6:2 erzielt (59.). Heilbronn steht im Finale und macht gemeinsam mit den Heilbronner Falken den Zuschauern mächtig Lust auf DIE Sportart Nummer eins in der Stadt. Jetzt sind bis zum Finale zunächst einmal zwei Wochen Pause angesagt. Und die kommt zum richtigen Zeitpunkt - denn Trainingszeiten sind für die Eisbären in der nächsten Ferienwoche wohl eher Mangelware, wie HEC-Chef Michael Rumrich kundtut.

Das Playoff-Finale der RLSW

Die Playoffs der Eishockey-RLSW werden im „Best of three“-Modus gespielt. Während die HEC Eisbären Heilbronn im Finale stehen, muss ihr Gegner noch ermittelt werden. Und zwar in der entscheidenden dritten Halbfinal-Begegnung am Freitag, 4. März, um 20 Uhr zwischen den Zweibrücken Hornets und den Stuttgart Rebels.

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