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Irrer Eishockey-Krimi: Goalie Stefanka rettet Eisbären Heilbronn ins Halbfinale

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Von: Olaf Kubasik

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Mathias Stefanka im Tor der HEC Eisbären Heilbronn.
An Krake Mathias Stefanka von den HEC Eisbären Heilbronn ist kein Vorbeikommen im Penaltyschießen. © Thomas Kircher

Es geht um den Einzug ins Halbfinale der Eishockey-RLSW - und wird ein unglaublicher Krimi zwischen Heilbronn und Hügelsheim.

Die Brisanz dieser Begegnungen in der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) ist hinlänglich bekannt. Jetzt folgt der nächste „El Clasico“ zwischen HEC Eisbären Heilbronn und Baden Rhinos Hügelsheim: das entscheidende dritte Playoff-Spiel um den Einzug ins RLSW-Halbfinale. Zwischen einem Gastgeber, der zwei Knaller-Kanadier im Kader hat. Und Eisbären, die dem erwarteten Ansturm im Hexenkessel Baden-Airpark mit reaktivierten Ex-Profis der Heilbronner Falken wie dem einstigen DEL-Verteidiger Thomas Gödtel begegnen. Ein Duell-Krimi auf Augenhöhe, den Heilbronn mit 6:5 nach Penaltyschießen gewinnt. 

Das Interimstrainer-Duo Kai Sellers und Sascha Bernhardt hat nach seinem kurzfristigen Engagement alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den durch die Hauptrunde schwankenden Eisbären Heilbronn neue Impulse zu verpassen. Mit großem Erfolg in kurzer Zeit, wie der 1:1-Ausgleich im letzten Playoff-Spiel gegen Hügelsheim gezeigt hat. Doch Sellers hat auch dabei die Chancenverwertung als Missstand ausgemacht - und deshalb die ganze Woche Torabschlüsse trainieren lassen. Der Meistercoach der Jahre 2013, 2014 und 2015 erklärt: „Wir sind jetzt bereit für eine wegweisende Partie!“

VereinESC Baden Rhinos HügelsheimHEC Eisbären Heilbronn
TrainerPascal Winkel für Cedrick DuhamelKai Sellers/Sascha Bernhardt
SpielstätteBaden-Airpark-EisarenaEisstadion Heilbronn
Zuschauerkapazität1.2004.000
Größte Erfolge (RLSW)Meister 1998, 2004Meister 2013, 2014, 2015, 2016

Eishockey Heilbronn: Torwart Mathias Stefanka rettet HEC Eisbären ins Playoff-Halbfinale

Auf 19 Feldspieler - Leontin Kreps, Sven Breiter und Kevin Malez fallen krankheitsbedingt aus - können Sellers und Bernhardt bei den Baden Rhinos Hügelsheim zurückgreifen. Und im Tor sowohl auf den Slowaken-Kraken Mathias Stefanka als auch auf den von den Heilbronner Falken lizenzierten Jonas Natterer. Stefanka wird dabei allerdings als Nummer eins geführt, zeigte der 22-Jährige doch zuletzt starke Leistungen und konnte in der Hauptrunde gleich zwei Shutouts hintereinander feiern. Er ist sich sicher: „Wenn wir ruhig, aber mit Herz spielen, dann kann uns Hügelsheim nicht stoppen.“ Aber so einfach wird das nicht...

Die Nashörner aus Hügelsheim rennen vor einer anpeitschenden Kulisse an - schnaubend, tortollwütig. Doch die Defensive der HEC Eisbären Heilbronn steht wie eine Eins. Bis Dominik Dech und Maxim Engel die Lücke finden. Zack auf Björn Groß. 1:0 für die Gastgeber (5.). Nur die Antwort der HEC Eisbären Heilbronn lässt nicht lange auf sich warten: Marco Haas vollendet (12.) und hält mit seinem 1:1 den „El Clasico“-Krimi wieder offen. Bis Timo Heinz (Halten) und Patrick Luschenz wegen Stockschlags für zwei Minuten in die Kühlkammer müssen. Hügelsheims Knaller-Kanadier nutzen das umgehend aus: Tanner Ferreira auf Graham Brulotte: 2:1 (19.). Erste Pause.

HEC Eisbären Heilbronn: Irres Viertelfinale gegen Hügelsheim endet im Penaltyschießen

Und es wird danach nicht besser für die Eisbären Heilbronn, die verschlafen aus der Kabine schlüpfen. Fatal-Folge: ein ganz schnelles 3:1 durch Denis Majewski (21.), wieder auf Vorlage von Ferreira. Patrick Luschenz erzielt zwar das 2:3 (23.), muss aber kurz darauf erneut in die Strafkammer - unter lautem Gejohle der Hügelsheimer Fans. Torfolgenlos allerdings. Im Gegensatz zur den zwei Minuten für Jonathan Koch, die die Eisbären durch Timo Heinz (32.) zum 3:3 ausnutzen. Den überragenden Ferreira juckt das wenig: 4:3 für Hügelsheim (33.). Bloß damit ist ein packendes Drittel längst nicht zu Ende: Gödtel auf Marco Horter auf Stefano Rupp - drin ist das 4:4 (39.). Packender kann ein Viertelfinale nicht sein!

Wir müssen mehr Tore schießen als der Gegner!

Kai Sellers, Trainer der HEC Eisbären Heilbronn

RLSW-Trainer-Titan Kai Sellers mit klarer Ansage in der Kabine an seine Eisbären: „Wir müssen mehr Tore schießen als der Gegner!“ Eine Führung käme ihm da recht. Nur die lässt auf sich warten. Verlass ist auf Goalie Mathias Stefanka, der alles herausfischt, was es zu herausfischen gilt. Bis es zu einem üblen Abwehrfehler kommt: Sebastian Ott erzielt das 5:4 für Hügelsheim (48.). In der Folge: ein offener Schlagabtausch. Mit dem besseren Ende für die nun drückend überlegenen Eisbären: Moritz Kuen zum 5:5 (58.) - und ab geht‘s in die fünfminütige Overtime - und dann ins Penaltyschießen. Stefanka-Zeit! Der killt Ferreira - und alle anderen. Haas und Co. treffen- HAAALBFINAAALE!

Das Playoff-Halbfinale der Eishockey-RLSW

Die Playoffs der Eishockey-RLSW werden im Best-of-three-Modus gespielt. Qualifiziert sind bereits die Pforzheim Bisons, die Stuttgart Rebels und die Eisbären Heilbronn. Den Vierten im Bunde spielen die Zweibrücken Hornets und die Mad Dogs Mannheim aus (drittes Viertelfinale am 13. Februar um 18.30 Uhr).

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