Unnötige Niederlage gegen starke Stuttgarter

Stefankas Super-Serie reißt - und bei den Eisbären plötzlich der (Gedulds-)Faden

Spielszene bei der RLSW-Partie der Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels.
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Die HEC Eisbären Heilbronn nutzen gegen die Stuttgart Rebels ihre Chancen nicht.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Die HEC Eisbären Heilbronn verlieren durch Leichtsinnigkeit eine RLSW-Partie gegen die Stuttgart Rebels, die sie eigentlich dominieren...

Eigentlich müssten die HEC Eisbären Heilbronn mit breiter Brust in die Heim-Partie der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) gegen die Stuttgart Rebels gehen. Dank zweier 8:0-Siege hintereinander. Doch das ist nicht der Fall - im Gegenteil. Aus breiter Brust scheint eher eine Hühnerbrust geworden zu sein. Eisbären-Trainer Pavol Jancovic erklärt: „Wir haben eine sehr schwere Woche hinter uns, weil zahlreiche Spieler angeschlagen waren.“ Und dann geht es ausgerechnet gegen des Coaches Ex-Klub, „einen DER Top-Favoriten der RLSW“. Mit der erwartbaren Folge in Form einer 2:4-Niederlage.

Zwar stehen den HEC Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels genügend Spieler zur Verfügung, aber die meisten haben Pavol Jancovic zufolge die Woche nicht trainieren können. Einer im Kader ist jedoch topfit - und die Überraschung der bisherigen Eishockey-Saison: Torwart Mathias Stefanka, der nach zwei Shutouts in zwei Spielen das RLSW-Goalie-Ranking anführt. Der 22-jährige Slowake wird nun auch gegen die Stuttgart Rebels den Eisbären-Kasten hüten. Jancovics Grund für die Erneut-Nominierung: „Ich will ihn gegen ein echtes Kaliber sehen und wissen, ob er da auch so gut hält.“

Eishockey Heilbronn: Torwart-Serie reißt - und bei HEC Eisbären der RLSW-Faden

Die HEC Eisbären Heilbronn starten aggressiv, mit einem Forechecking nach dem anderen. Die vornehmlich ins eigene Drittel gedrängten Stuttgart Rebels erobern sich zwar die ein oder andere Chance, doch alles ist leichte Beute für den Slowaken-Kraken Mathias Stefanka. Und der bleibt auch das erste Drittel seines dritten Spiels weiterhin ohne Gegentreffer. Im Gegensatz zu seinem Stuttgarter gegenüber Patrick Golombek. Als Cedrick Platz Eisbären-Topscorer Marco Haas mustergültig bedient, fackelt der nicht lang (18.). Mit seinem 1:0 geht‘s in die erste Pause.

Timo Heintz war angeschlagen, wollte aber spielen - so einem Kämpfer kann ein Trainer den Einsatz nicht verwehren.

Pavol Jancovic, Trainer der HEC Eisbären Heilbronn

Die HEC Eisbären Heilbronn präsentieren sich anders als noch zu Saisonbeginn: konzentriert, kämpferisch, fokussiert und als Einheit. Besonders wichtig im Team-Gebilde: Timo Heintz, dessen Einsatz gegen die Stuttgart Rebels auf der Kippe stand. Pavol Jancovic: „Timo war angeschlagen, wollte aber spielen - so einem Kämpfer kann ein Trainer den Einsatz nicht verwehren.“ Aber allem Einsatz zum Trotz: Irgendwann reißt auch eine unglaubliche Torwart-Serie. Nach 146 Minuten und 15 Sekunden kassiert Mathias Stefanka seinen ersten RLSW-Gegentreffer durch Robin Morgenthaler (27.) und trotz zahlreicher Stuttgarter Zwei-Minuten-Strafen auch noch den zweiten durch Lukas Willer (40.).

Eishockey Heilbronn: HEC Eisbären schlagen sich in RLSW-Partie gegen Stuttgart Rebels selbst

Doch die HEC Eisbären Heilbronn geben nicht auf. Die Folge ihres nimmermüden Kampfes: der 2:2-Ausgleich durch Stefano Rupp, der mit Marco Haas im Goal-Gleichschritt zu laufen scheint (42.). Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Timo Heintz wegen Beinstellens ist das aber Makulatur! 3:2 für die Stuttgart Rebels durch Christian-Alexander Leers (47.). Und das 4:2 lässt nicht lange auf sich warten: Lukas Willer (50.). In der Folge endet die Partie zwischen zwei eigentlich befreundeten Vereinen - die Stuttgarter stehen sogar auf dem Eisbären-Trikot - leider in unnötig-unschönen Fouls.

VereinHEC Eisbären HeilbronnStuttgart Rebels
TrainerPavol JancovicChristopher Mauch
SpielstätteEisstadion HeilbronnEiswelt Stuttgart
Zuschauerkapazität4.0003.000
Größte Erfolge (RLSW)Meister 2013, 2014, 2015, 2016Meister 2010, 2011

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