Unnötige Strafen bedingen Heim-Pleite

Pannen-Partie gegen Ravensburg: Eisbären zittern ums Playoff-Heimrecht

Bully im Eishockeyspiel der HEC Eisbären Heilbronn gegen den EV Ravensburg.
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Hart umkämpft: Die Eishockey-RLSW-Partie der HEC Eisbären Heilbronn gegen den EV Ravensburg.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Die HEC Eisbären Heilbronn präsentieren sich von ihrer desaströsen Seite und kassieren eine verdiente Heim-Niederlage gegen den EV Ravensburg.

Gerade einmal fünf Tage ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) her - da kommt es bereits zum Wiedersehen. Wenn die HEC Eisbären Heilbronn den EV Ravensburg empfangen, sind die Rollen klar verteilt. Nicht nur tabellarisch in der RLSW, sondern nach der jüngsten Partie in Ravensburg auch im direkten Vergleich. Doch die HEC Eisbären Heilbronn haben einen Feind, der ihnen schon Kopf und Kragen gekostet hat: die Strafbank. Deshalb gibt Trainer Pavol Jancovic als Devise aus: „Sie müssen wir meiden wie der Teufel das Weihwasser, um erfolgreich zu sein.“ Sein Team beherzigt davon kaum was - mit dem Effekt: 2:4-Pleite.

Mit großem Respekt treten die HEC Eisbären Heilbronn gegen den EV Ravensburg trotzdem an - denn Trainer Jancovic weiß: „Sie haben ein sehr gutes, unangenehm zu spielendes Eishockey-Team, das in vielen Partien einfach großes Pech hatte.“ Hinzukommt das Heim-Problem der Eisbären, die bei Partien vor eigenem Publikum bislang fast immer „mit schweren Beinen“ angetreten sind... Im Tor gibt der Coach übrigens diesmal seinem Slowaken-Kraken Mathias Stefanka den Vorzug vor „Katze“ Jonas Natterer. Jancovic: „Sie halten beide auf Top-Niveau, reißen sich den Hintern auf - darum werde ich in Hinblick auf die RLSW-Playoffs beide im Wechsel einsetzen.“

Eishockey Heilbronn: Nach Pannen-Partie zittern HEC Eisbären ums Playoff-Heimrecht

Und die HEC Eisbären Heilbronn, die auch die momentan in der RLSW alles überragenden Zweibrücken Hornets auf der Rechnung haben, legen sich im ersten Drittel gegen den EV Ravensburg gleich wieder selbst Eier ins Nest: zweiminütige Unterzahl nach „unerlaubtem Körperangriff“ durch Timo Heintz - 1:0 für die Gäste durch Fabio Valenti (12.). Und das 2:0 von Philipp Heckenberger (18.) folgt auch noch. Eisbären-Trainer Jancovic gibt jetzt noch einmal die klare Richtlinie vor: Wir können nur bestehen, wenn unsere fünf Feldspieler in Dauerbewegung sind - und vorne genauso kräftig feuern wie hinten verteidigen.“

Wir können nur bestehen, wenn unsere fünf Feldspieler in Dauerbewegung sind - und vorne genauso kräftig feuern wie hinten verteidigen.

Pavol Jancovic, Trainer der HEC Eisbären Heilbronn

Das zweite Drittel spielt den HEC Eisbären Heilbronn in die Karten. Denn die „unbequemen“ Ravensburger kassieren jetzt die Zwei-Minuten-Strafen - wegen Hakens oder Beinstellens. Aber von heimischem Powerplay fehlt momentan mehr als jede Spur bei den Eisbären. Dass ein Sven Breiter nicht dabei ist, macht sich in dieser Situation mehr als bemerkbar! Immerhin ein leichter Lichtblick: Eisbären-Topscorer Marco Haas erzielt den Anschlusstreffer (33.). Das war‘s im zweiten Abschnitt. Können die HEC Eisbären Heilbronn diese RLSW-Partie gegen rigorose Ravensburger noch wenden?

Eishockey Heilbronn: Strafbank als bester Freund der HEC Eisbären gegen Ravensburg

Es hat zunächst nicht den Anschein. Weil genau das geschieht, was Trainer Pavol Jancovic seinen HEC Eisbären Heilbronn strikt untersagte: Strafbank, Strafbank... Zwei Minuten um zwei Minuten vergehen, doch der EV Ravensburg kann sein Überzahlspiel nicht nutzen. Ausgeglichen geht‘s jedoch Schlag auf Schlag: Nach dem 3:1 durch Heckenberger (47.) stellt Kevin Malez den alten Abstand wieder her (32.). 2:3 aus Sicht der HEC Eisbären Heilbronn. Doch erneut Heckenberger (59.) macht alles zunichte, und die Eisbären müssen völlig zurecht um das Heimrecht in den Playoffs zittern.

VereinHEC Eisbären HeilbronnEV Ravensburg
TrainerPavol JancovicMartin Valenti
SpielstätteEisstadion HeilbronnCHG Arena Ravensburg
Zuschauerkapazität4.0003.418
Größte Erfolge (RLSW)Meister 2013, 2014, 2015, 2016Meister 1999

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