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Eisbären Heilbronn mit Seitenhieb nach Niederlage: Stuttgart Rebels steigen auch als Vizemeister auf

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Von: Olaf Kubasik

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Marco Haas von den Eisbären Heilbronn.
Marco Haas ist der herausragende Akteur in der Rumpftruppe der HEC Eisbären Heilbronn. © Thomas Kircher

Einkakulierte Niederlage einer Rumpftruppe der HEC Eisbären bei den Stuttgart Rebels: Heilbronns Trainer Kai Sellers verweist süffisant auf Playoffs und eigenes Potenzial.

Gleich zum Auftakt der stark dezimierten Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) kommt es zum Gipfeltreffen. Wenn die HEC Eisbären Heilbronn am Freitag bei den Stuttgart Rebels antreten, empfängt der Vizemeister den Champion. Es könnte in dieser Saison zum letzten Kräftemessen der beiden Top-Teams kommen. Denn die Rebels wollen in die Oberliga. Olav Schnier, Zweiter Vorstand der Rebels, erklärt in einem offiziellen Statement: „Wir haben in der RLSW-Hauptrunde 18 Spiele, die Bayernliga 28 - die Schere geht immer weiter auseinander, und um den Anschluss nicht zu verlieren, müssen wir raus.“

Während die Stuttgart Rebels damit ganz klar ihr sportliches Ziel ausgegeben haben, zählt für die HEC Eisbären Heilbronn nicht primär der erneute Titelgewinn. Und schon gar nicht ein Aufstieg. Trainer Kai Sellers und HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich setzen auf eine Talentförderung, die wie jüngst beim Eisbären-Topscorer Marco Haas im besten Fall zu den Heilbronner Falken in die DEL2 führen soll. Dennoch werden Erfolgscoach Sellers und sein Sidekick Sascha Bernhardt alles daran setzen, einen guten Start hinzulegen. Das gelingt beim 4:7 jedoch nicht.

VereinStuttgart Rebels ECHEC Eisbären Heilbronn
TrainerJakob VostarekKai Sellers/Sascha Bernhardt
SpielstätteEiswelt StuttgartEisstadion Heilbronn
Zuschauerkapazität3.0004.000
Größte RLSW-ErfolgeMeister 2010, 2011Meister 2013, 2014, 2015, 2016, 2022

HEC Eisbären Heilbronn: Neu-Falke Marco Haas glänzt bei RLSW-Start gegen Stuttgart Rebels

Mit lediglich 14 Akteuren können die HEC Eisbären Heilbronn in der Stuttgarter Eiswelt antreten. Meistertrainer Kai Sellers erklärt: „Wir gehen aufgrund einer gigantischen Ausfallquote wegen Landesliga-Einsätze der jungen Spieler, aber auch zahlreichen Krankheitsfällen komplett gerupft in diese Partie.“ Dementsprechend sei die Erwartungshaltung „äußerst gering“, was einen erfolgreichen Eishockey-RLSW-Auftakt bei den ehrgeizigen Stuttgartern angeht. ABER: „Gegen unsere Rumpftruppe kann es nur einen Verlierer geben - und der sind nicht wir.“ Doch auch die Rebels sind mit „nur“ 18 Akteuren etwas gerupft...

Aber nun hinein in eine Eishockey-RLSW-Partie mit ordentlich Schmackes! Denn es ist der durchaus für höhere Aufgaben geschaffene Topscorer Marco Haas, der die Rumpftruppe der HEC Eisbären Heilbronn ruckzuck gegen die Stuttgart Rebels in Führung bringt (1.). Im Alleingang! Und Stefano Rupp erhöht - dermaßen angefixt - prompt auf 2:0 (7.). Doch die Rebels wären nicht Oberliga-Anwärter, wenn sie auf diesen Rückstand keine sportliche Antwort hätten. Es folgt das 2:1 durch Adrian Sanwald (7.) und das 2:2 durch Jannik Herm (10.). Pause in einer Bomben-Eishockey-Begegnung.

RLSW-Eishockey: Trainer der HEC Eisbären Heilbronn mit klarer Ansage an Stuttgart Rebels

Die Stuttgart Rebels, die Eishockey-RLSW-Insidern alles eingekauft haben, um Olav Schniers Oberliga-Traum wahr werden zu lassen, geben gegen dezimierte HEC Eisbären Heilbronn nun alles: Doppelschlag durch Petr Wienczek (20./22.). 4:2 für die Hausherren. Eine kleine Stichelei von Eisbären-Trainer Kai Sellers am Rande folgt derweil prompt: „Mit einem Sieg gegen unsere Rumpftruppe macht Stuttgart nichts gut - denn in den Playoffs sieht es wieder ganz anders aus.“ Und: „Wer in die Eishockey-Oberliga will, schafft das mittlerweile auch als Zweiter, Dritter oder Vierter.“ Erneute Pause.

Derweil macht Petr Wienczek im letzten Drittel weiter für die Stuttgart Rebels, wo er im zweiten Drittel aufgehört hat: 5:2 (41.). Aber die dezimierten HEC Eisbären melden sich im Kampf fürs Heilbronner Eishockey zurück - mit dem Anschlusstreffer durch Sören Breiter (44.). Doch das 6:3 durch Patrick Eisele folgt prompt (48.). Wie das 7:3 von Christian-Alexander Leers (51.). Kevin Malez nimmt für seine Rumpftruppe (ohne jegliche Trümpfe) zwar noch die Anschlussbremse, kann die 4:7-Niederlage aber nicht verhindern.

Das ist der neue Modus in der Mini-Eishockey-RLSW

Mit den HEC Eisbären Heilbronn, Stuttgart Rebels, Pforzheim Bisons, Zweibrücken Hornets, Bietigheim Steelers 1b, Baden Rhinos Hügelsheim und Mad Dogs Mannheim besteht die Eishockey-RLSW nur noch aus sieben Teams. Diese spielen in der Saison 2022/2023 eine eineinhalbfache Hauptrunde mit 18 Partien aus. Die besten vier Mannschaften erreichen die Playoffs, die erstmals im Best-of-five-Modus ausgetragen werden.

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