Eisbären wehren sich gegen erwartbare Nierderlage

Haas gibt Gas, Breiter treibt immer weiter: Doch tapferen Eisbären fehlt in Hügelsheim das Glück

Marco Haas, Stürmer der HEC Eisbären Heilbronn.
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Marco Haas lässt langsam wieder sein Können für die HEC Eisbären Heilbronn aufblitzen.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Mit einer jungen Rumpftruppe stellen sich die HEC Eisbären Heilbronn einem der RLSW-Topfavoriten - doch letztlich sind die Baden Rhinos Hügelsheim eine Nummer zu groß.

Das ist alles andere als ein Zuckerschlecken für die HEC Eisbären Heilbronn in der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW)! Denn in der Partie bei den Baden Rhinos Hügelsheim sind die Rollen eigentlich ganz klar verteilt. Drei Auswärtsspiele, drei Siege, 24 Tore erzielt, nur acht kassiert und mit Martin Vachal den zweitbesten RLSW-Scorer im Team - das sind die Hügelsheimer. Und die HEC Eisbären Heilbronn? Krasser Außenseiter, wie Trainer Pavol Jancovic erklärt - ABER er gibt sich auch kampfbetont: „Wir können gegen den Favoriten aus Hügelsheim nur überraschen.“ Das gelingt bei der knappen 4:5-Niederlage allerdings nicht.

Nicht nur auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, sondern auch personell. Aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle und berufsbedingter Verhinderungen können die HEC Eisbären Heilbronn in Hügelsheim im Gegensatz zu vorherigen RLSW-Spielen gerade einmal eine junge Rumpftruppe stellen. Die soll sich Jancovic zufolge jedoch „dem zu erwartenden Hügelsheimer Dauer-Druck alles entgegenwerfen“. Unter Führung der Leitwölfe Sven Breiter und Timo Heintz. UND: Im Tor steht mit dem ehrgeizigen Jonas Natterer einer, der aufgrund seiner Nachlizenzierung für die DEL2-Profis Heilbronner Falken einen extremen Schießt-euch-an-mir-fest-Schub erhalten hat.

Eishockey Heilbronn: HEC Eisbären scheitern in der RLSW an Hügelsheims Top-Scorer

Mit gerade einmal 13 Feldspielern gehen die HEC Eisbären Heilbronn in die RLSW-Partie bei den Baden Rhinos Hügelsheim. Doch von personeller Unterlegenheit ist zunächst nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der immens wichtige Timo Heintz grenzt erstmal sein Revier ab, kassiert mittels hohen Stocks aber zwei Minuten. Hügelsheims Raphael Diebold steht ihm in nichts nach - ebenfalls Strafbank. Doch in der Unterzahl - Robin Platz kassiert zuvor zwei Strafminuten - knallt‘s im Gehäuse der Eisbären Heilbronn: 1:0 durch Denis Majewski (10.). ABER: Marco Haas lässt endlich in einem genialen Alleingang sein ganzes Können aufblitzen - bämm, Ausgleich (14.). Und was ist denn das? Der unverwüstliche Sven Breiter rummst noch zum 2:1 ein (17.). Pause.

Wir können gegen den Favoriten aus Hügelsheim nur überraschen.

Pavol Jancovic, Trainer der HEC Eisbären Heilbronn

Doch im zweiten Drittel brechen die HEC Eisbären Heilbronn plötzlich förmlich ein - und das nutzt ein Goalgetter wie Martin Vachal gnadenlos aus (23.) aus. Und auf seine geniale Vorarbeit erhöhen die Baden Rhinos Hügelsheim auf 3:2 (24.). Doch damit nicht genug Vachal! Denn gegen diese Hügelsheimer Tor-Maschine scheint wirklich kein RLSW-Kraut gewachsen zu sein: 4:2 (27.) für die Baden Rhinos, die in der Corona-Krise immer so UNGLAUBLICH gekämpft haben wie jetzt wieder auf dem Eis. Die ermeute Pause verhindert Schlimmeres für die nun sichtlich verunsicherten HEC Eisbären Heilbronn.

Eishokey Heilbronn: Für die HEC Eisbären sind die Baden Rhinos Hügelsheim eine Nummer zu groß

Nach dem 5:2 für die Baden Rhinos Hügelsheim durch Mirco Majewski (44.) wird die Partie unschön und nicklig. Noah Nijenhuis (Hügelsheim) sowie die Eisbären Stefan Schrimpf und Heintz sorgen dafür. Selbst wenn der UNGLAUBLICHE Sven Breiter noch das 3:5 (55.) und 4:5 (59.) erzielt, bleibt eine Erkenntnis: Die Hügelsheimer wie auch die Hornets aus Zweibrücken sind momentan noch eine Nummer zu groß für die HEC Eisbären Heilbronn. Aber in der neu gestalteten RLSW-Runde mit acht von zehn Teilnehmern in den Playoffs ist ja momentan längst noch nicht aller Tage Abend...

NameESC Baden Rhinos HügelsheimHEC Eisbären Heilbronn
SpielstätteBaden-Airpark-EisarenaEisstadion Heilbronn
Zuschauerkapazität1.2004.000
TrainerCedrick DuhamelPavol Jancovic
Größte Erfolge (RLSW)Meister 1998, 2004Meister 2013, 2014, 2015, 2016

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