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Mit Ex-Falke im Playoff-Kampf: So lief die Partie der HEC Eisbären Heilbronn

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Von: Olaf Kubasik

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Bully zwischen den HEC Eisbären Heilbronn und den Baden Rhinos Hügelsheim und ein Foto von Fabian Krull im Trikot der Heilbronner Falken.
Ex-Falke Fabian Krull bringt frischen Wind ins Playoff-Viertelfinale der HEC Eisbären Heilbronn in Hügelsheim. © Olaf Kubasik/Andreas Veigel

Eisbären Heilbronn geben in Hügelsheim alles - doch am Ende entscheiden Kleinigkeiten und Unsicherheiten.

Nach einer durchwachsenen Hauptrunde ist die Zeit der Ausreden für die HEC Eisbären Heilbronn vorbei. Im Playoff-Viertelfinale der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) muss das Team des Interimstrainer-Duos Kai Sellers und Sascha Bernhardt bei den Baden Rhinos Hügelsheim ran. Coach Sellers erklärt: „Wir können im Hexenkessel Baden-Airpark nur bestehen, wenn wir nicht übermütig agieren, die Strafbank meiden und sich jeder für jeden einsetzt.“ Ob das reicht, um den starken Hügelsheimern einen Zahn zu ziehen? Nein: 2:4.

Mit einem Monster-Aufgebot kann Kai Sellers, der als Trainer 2013, 2014 und 2015 die RLSW-Meisterschaft mit den Eisbären Heilbronn holte, in Hügelsheim antreten. Und dabei vier Reihen (!!!) aufbieten. Lediglich auf Marco Horter, Vasilios Maras und den aus dem letzten Hauptrunden-Spiel gegen die Stuttgart Rebels gesperrten RLSW-„Bad Boy“ Timo Heintz muss er verzichten. Im Tor stehen Sellers sowohl Mathias Stefanka als auch Jonas Natterer zur Verfügung, der gestern noch als Backup-Goalie bei den DEL2-Profis der Heilbronner Falken in Crimmitschau weilte.

VereinESC Baden Rhinos HügelsheimHEC Eisbären Heilbronn
TrainerCedrick DuhamelKai Sellers/Sascha Bernhardt
SpielstätteBaden-Airpark-EisarenaEisstadion Heilbronn
Zuschauerkapazität1.2004.000
Größte Erfolge (RLSW)Meister 1998, 2004Meister 2013, 2014, 2015, 2016

Eishockey Heilbronn: Ex-DEL2-Profi hilft Eisbären in RLSW-Playoffs gegen Hügelsheim

Apropos Heilbronner Falken: Zum ersten Mal geht jemand für die HEC Eisbären aufs Eis, der allen Heilbronner Eishockey-Fans bestens bekannt ist: Fabian Krull. Kai Sellers hat den 35-jährigen Ex-Profi gefragt, ob er „im Notfall“ helfen könnte. Und da der Landschaftsgärtner sich ohnehin bei den Eisbären fit hält, gibt er die Zusage. Der Notfall scheint im Playoff-Viertelfinale eingetreten zu sein, denn der Ex-DEL2-Verteidiger spielt. Aber wo? Krull sagt gegenüber echo24.de, dass er auch vorne kann. Und genau im Sturm setzt Sellers ihn auch ein. Grund: „Verteidiger habe ich genug, ich brauche Fabian mit all seinen Qualitäten als Angreifer.“

Es ist keine Minute rum, da kassiert Mathias Stefanka die erste Kiste der favorisierten Hügelsheimer. Auf ein Vorarbeit-Feuerwerk ihrer Kanada-Kracher Graham Brulotte und Tanner Ferreira folgt das 1:0 durch Simon Klemmer (1.). Die Stimmung der 500 Zuschauer in der kleinen Schüssel Baden-Air-Park ist daraufhin noch bombastischer. Können die HEC Eisbären Heilbronn der wilden Anfeuerung spielerisch was entgegensetzen? Ja, denn der Überraschungsangriff bleibt bis zur Drittelpause ihr einziger Makel. Und danach soll es für Heilbronn krullen...

Verteidiger habe ich genug, ich brauche Fabian mit all seinen Qualitäten als Angreifer.

Eisbären-Trainer Kai Sellers über den von ihm reaktivierten DEL2-Profi Fabian Krull

Eishockey Heilbronn: Ex-Falke Fabian Krull gibt alles in den Playoffs für die HEC Eisbären

Es ist der ehemalige Verteidiger der Heilbronner Falken, der den sooo wichtigen Ausgleich für die HEC Eisbären Heilbronn erzielt. In einer Reihe mit Sören Breiter und dessen umtriebigem Bruder Sven schockt der ehemalige DEL2-Profi Fabian Krull auf deren Vorarbeit Hügelsheim mit dem Ausgleich (21.). Alles ist offen, alles geht. Und so wie sich das zweite Drittel zwischen zwei gleichwertigen Teams entwickelt, wahrscheinlich ins Penaltyschießen. Erneute Pause.

Doch dann entscheidet eine Unachtsamkeit der HEC Eisbären über den plötzlichen 1:2-Rückstand. Denn wer die Hügelsheimer Reihe um Brulotte, Klammer und Ferreira außer Acht lässt, kassiert Treffer. Wie das 2:1 für die Baden Rhinos durch Tanner Ferreira (51.), das 3:1 durch Andy Mauderer (59.). Dem 2:3-Anschlusstreffer durch Sören Breiter (60.) begegnet Tanner mit dem 4:2-Sieg für Hügelsheim prompt (60.). Es wird eng für die Eisbären, die am 6. Februar im Rückspiel unter Zugzwang stehen.

Viertelfinal-Playoffs der Eishockey-Regionalliga Südwest

Die ersten acht Mannschaften der Hauptrunde stehen in den Playoffs der Eishockey-RLSW, die im Best-of-three-Modus ausgetragen werden. Im Viertelfinale trifft der Erste (Pforzheim Bisons) auf den Achten (Bietigheim 1b), der Zweite (Zweibrücken Hornets) auf den Siebten (Mad Dogs Mannheim), der Dritte (Stuttgart Rebels) auf den Sechsten (EV Ravensburg) und der Vierte (Baden Rhinos Hügelsheim) auf den Fünften (Eisbären Heilbronn). Die vier erstplatzierten Mannschaften genießen dabei Heimrecht.

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