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Serie der Heilbronner Falken geht auch bei den Bayreuth Tigers weiter

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Von: Marc Thorwartl

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Es ist ein hartes Stück Arbeit, ehe der 3:2-Erfolg der Heilbronner Falken bei den Bayreuth Tigers gesichert ist.

Zum ersten von zwei Aufeinandertreffen innerhalb von drei Tagen treten die Heilbronner Falken in der DEL2 heute bei den Bayreuth Tigers an. Die Oberfranken haben immer noch Hoffnung, der Playdown-Runde zu entgehen. Dafür ist aber heute unbedingt ein Sieg nötig. Die Heilbronner Falken können es ein bisschen ruhiger angehen. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge und 16 von 18 möglichen Punkten müsste schon eine unglaubliche Pechsträhne über sie hereinbrechen, um noch in die Playdowns abzurutschen. Vielmehr darf man nach oben schielen, der sechste Platz - der letzte, der zum direkten Erreichen der Playoffs berechtigt - ist auch noch in Reichweite. Deshalb werden die Heilbronner Falken hier keine Gastgeschenke verteilen wollen.

Personell sind beide Teams nicht optimal besetzt. Die Heilbronner Falken treten mit dem exakt selben Team wie am Samstag gegen Freiburg an. Also stehen Trainer Jason Morgan genau drei Reihen zur Verfügung. Noch schlimmer sieht es bei den Corona-gebeutelten Bayreuth Tigers aus. Die bringen zwar drei Sturmreihen zusammen, der dritte Block besteht aber aus Nachwuchsspielern, die noch nie eine Partie in der DEL2 bestritten haben. In der Verteidigung stehen den Oberfranken nur vier Defender zur Verfügung, wobei mit dem Ex-Falken Frederik Cabana einer von ihnen ein gelernter Stürmer ist. Aber die Heilbronner Falken sollten gewarnt sein. Gegen Teams mit kurzer Bank tun sie sich fast schon traditionell schwer.

Heilbronner Falken zu sorglos in der Defensive

Wie erwartet, wird die Partie keine Leckerbissen. Die Heilbronner Falken zwar im Vorwärtsgang, doch alles ist noch zu ungenau. Die beste Chance in der Anfangszeit hat Justin Kirsch, der gut geschickt wird, den Puck aber an den Pfosten setzt. Die Bayreuth Tigers sind immer dann gefährlich, wenn sie in der Angriffszone wirbeln. Und das muss so gesagt werden, da lassen sie die Heilbronner Falken manches Mal alt aussehen, zum Glück behält Ilya Andryukhov klaren Kopf und die Übersicht, entschärft gleich mehrere abgefälschte Scheiben. Dann setzten die Heilbronner Falken mal richtig nach, der Puck kommt zu Stefan Della Rovere, der zum 1:0 einschiebt.

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Simon Thiel bereitete beide Heilbronner Treffer im ersten Drittel vor. © Marc Thorwartl

Der Treffer gibt den Heilbronner Falken Sicherheit, sie sind jetzt spielbestimmend - bis Torschütze Della Rovere auf die Strafbank muss. Die dauert genau 28 Sekunden, da steht es 1:1. Die Unterländer einfach viel zu passiv, schauen nur zu, wie sich die Tigers die Scheibe passen, bis der Querpass durch die Zone zum einschussbereiten Ex-Falken Ville Järveläinen kommt, der sich diese Chance nicht entgehen lässt. Immerhin schlagen die Heilbronner Falken zurück. Eine schöne Kombination vollendet Philipp Preto mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. Danach wieder Strafe gegen die Heilbronner Falken, erneut ist die brandgefährlich, aber dieses Mal ohne Folgen. Mit dem 1:2 geht es in die Pause, da wird Coach Morgan hoffentlich die richtigen Worte finden, denn diese Lethargie sollten die Heilbronner Falken schnellstmöglich abstellen.

Heilbronner Falken weiter im Schongang

Wer auf ein besseres Mitteldrittel gehofft hat, sieht sich schnell eines Besseren belehrt. Wenn es gelungene Angriffskombinationen gibt, dann von der Bayreuther Rumpftruppe, während den Heilbronner Falken kaum eine gelungene Aktion nach vorne gelingt. Andryukhov wird zum Fels in der Brandung, fischt wieder mehrere der sogenannten „Unhaltbaren“ raus.

Heilbronner Falken Bayreuth Tigers Eishockey DEL2 Justin Kirsch
Das Gesicht von Justin Kirsch spricht Bände: Mit der Leistung seiner Falken im Mitteldrittel kann er nicht zufrieden sein. © Marc Thorwartl

Dann gibt es erneut eine Strafe gegen die Heilbronner Falken. Immerhin geht jetzt ein Ruck durchs Penalty-Killing-Team. Da ist endlich Bewegung drin, der puckführende Tiger wird attackiert, die Hausherren erspielen sich keine echte Chance. In der 37. Minute dann die Premiere. Ein Bayreuther muss auf die Strafbank. Die Heilbronner Falken kommen in die Angriffszone, es wird viel gepasst, bis sich Kenney Morrison das Herz nimmt und die Scheibe im Winkel versenkt. 1:3, das MUSS doch Sicherheit geben? Nein, im direkten Gegenzug lassen die Bayreuther fahrlässig eine Riesenchance ungenutzt. Mit dem 1:3 geht es in die Pause, zu sicher sollten sich die Heilbronner Falken hier nicht sein.

Heilbronner Falken verlieren Philipp Preto

Der Schlussabschnitt beginnt mit einer Schrecksekunde für die Heilbronner Falken. Preto wird mit einem bösen Bandencheck aus dem Spiel genommen. Es passt, dass die schwachen Schiedsrichter hier nur zwei Minuten statt einer großen Strafe geben, für Preto ist die Partie beendet. Die größte Chance im Powerplay haben die Bayreuther, die in Unterzahl nur den Pfosten treffen. Danach wird die Partie zusehends schlechter. Bei den Falken findet kaum ein Anspiel mehr einen Mitspieler.

Dann Strafe gegen die Heilbronner Falken. Es trifft einen der Besseren auf Heilbronner Seite, Kirsch muss wegen Hakens raus. Das ist jetzt brandgefährlich, fällt der Anschlusstreffer, dann können das noch ganz harte zehn Minuten werden. Aber die Box steht, macht das richtig gut, hält das 1:3. Danach merkt man den Oberfranken an, dass die Luft etwas draußen ist. Aber dann muss Brock Maschmeyer in die Kühlbox, schon wieder Unterzahl. Allerdings überstehen sie auch diese unbeschadet, noch sind fünf Minuten zu spielen. Immerhin spielen die Heilbronner Falken jetzt wieder nach vorne. Eine Sekunde vor dem Ende gelingt den Hausherren noch das 2:3, das war es dann aber auch. Die Serie der Heilbronner Falken hält, der siebte Sieg in Folge, der Klassenerhalt ist gesichert.

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