Zu viele Chancen liegengelassen

Nix wird es für die Falken mit dem erhofften Sieg zur Saisoneröffnung

Heilbronner Falken Eispiraten Crimmitschau Eishockey DEL2 Brock Maschmeyer
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Bereits nach wenigen Sekunden hat Brock Maschmeyer die Chance, die Heilbronner Falken in Führung zu bringen.
  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Chancen haben die Unterländer genug, nur bei der Verwertung hapert es. Am Ende müssen sie sich den Eispiraten geschlagen geben.

Die Heilbronner Falken starten heute mit dem Spiel gegen die Eispiraten Crimmitschau in die neue DEL2-Saison. Bereits unterhalb der Woche bekam Falken-Trainer Jason Morgan positive Nachrichten aus Mannheim übermittelt. Bei den Kurpfälzern kehrten einige Spieler nach überstandener Corona-Infektion zurück in den Kader - und somit kamen einige Förderlizenzspieler wieder nach Heilbronn.

Dies betrifft in erster Linie die Stürmer Luca Tosto und Simon Thiel, die fleißig Erfahrung bei den Adler Mannheim sammeln durften. Philipp Preto spielte ja bereits vergangene Woche für die Heilbronner Falken, zudem ist auch wieder Malte Krenzlin von den Jungadlern dabei. Vielleicht kommt er als Stürmer zum Einsatz, denn den Unterländern fehlt ein Stürmer, um mit vier Angriffsblöcken agieren zu können. Im Tor bekommt Arno Tiefensee das Vertrauen des Coaches.

Heilbronner Falken wieder eiskalt erwischt

Die Heilbronner Falken starten gut in die Partie, bereits nach 30 Sekunden eine Riesenchance durch Brock Maschmeyer - doch er scheitert an Eispiraten-Goalie Luka Gracnar. Eine Szene mit Symbolcharakter, er sollte auch im weiteren Verlauf des Drittels den Falken-Stürmer so manchen Zahn ziehen. Im direkten Gegenzug dann das 1:0 für die Sachsen. Vincent Schlenker trifft ins kurze Eck genau über die Schulter von Tiefensee. Die Reaktion der Heilbronner Falken? Wütende Angriffe, doch immer wieder gibt es Fehler im Spielaufbau, die den Gästen gute Chancen offerieren. Das eindeutige Plus aufseiten der Hausherren, aber immer wieder verzweifeln sie an dem Keeper.

Vom Puck am Kopf getroffen liegt Karl Fabricius am Boden und kann nicht weiterspielen.

Dann Powerplay für die Heilbronner Falken - und eine Schrecksekunde. Eine Direktabnahme von Justin Kirsch trifft Karl Fabricius direkt am Kopf, der Schwede bleibt liegen und muss vom Eis geführt werden. Trotzdem die Hausherren jetzt mit viel Zug zum Tor, beim 1:1 hilft aber der Zufall. Jeremy Williams allein vor Grancar, der pariert, der Puck springt im hohen Bogen nach vorn, ein Gäste-Verteidiger will ihn mit der Faust wegschlagen - und trifft ins eigene Tor. In der 19. Minute wieder ein Fehler im Spielaufbau der Heilbronner Falken, die Gäste fackeln nicht lange und treffen zum 1:2.

Heilbronner Falken erhalten K.-o.-Schlag in eigener Überzahl

Nachdem die Heilbronner Falken zu Beginn des zweiten Drittels eine Unterzahl unbeschadet überstehen, starten sie, kaum wieder komplett, den Sturmlauf auf das Eispiraten-Tor. Dann bekommen sie Überzahl. Ein richtig gutes, Grancar wächst über sich hinaus, entschärft fünf Schüsse in 30 Sekunden. Einer prallt nach vorne ab, ein Konter, Tor für die Gäste, 1:3. Ein Treffer, der Wirkung zeigt. Viele Ungenauigkeiten im Spiel der Hausherren, mangelndes Defensivverhalten, 1:4! Hinten fallen die Tore zu einfach, vorne scheitern die Heilbronner Falken unentwegt am Goalie, das wird wohl nichts mehr.

Dass die Moral der Heilbronner Falken intakt ist, zeigt das letzte Drittel. Zuerst überstehen sie mit viel Einsatz eine 92-sekündige, doppelte Unterzahl, danach versuchen sie vehement, noch einen Treffer nachzulegen. Aber es ist wie in den zwei Dritteln zuvor, der Puck will einfach nicht über die Linie. Als Falken-Trainer Morgan zum Schluss alles versucht und den Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nimmt, treffen die Gäste ins verwaiste Tor zum 1:5-Endstand.

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