Ein echtes Spitzenspiel

Heilbronner Falken verlieren gegen die Löwen Frankfurt wegen der Specialteams

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Zwischen den Unterländern und dem Spitzenteam aus Hessen entwickelt sich eine packende, enge und spannende Partie, mit dem glücklicheren Ende für Frankfurt.

Eine Partie müssen die Heilbronner Falken in der DEL2 vor der Deutschlandcup-Pause noch absolvieren- doch die hat es in sich. Zu Gast sind die Löwen Frankfurt, der aktuelle Überflieger der Liga. Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch zwei Personalien: Sowohl Kevin Maginot als auch Dylan Wruck wechselten im Sommer trotz eines bestehenden Vertrags in Heilbronn in die Mainmetropole. Das dürften die Falken-Fans noch nicht vergessen haben. Außerdem sind mit Rylan Schwartz und Pierre Preto zwei weitere ehemalige Unterländer bei den Löwen am Start.

Jason Morgan, Trainer der Heilbronner Falken, kann im Gegensatz zur knappen 1:2-Niederlage nach Penalty-Schießen am Freitag in Crimmitschau wieder auf zwei bewährte Stützen im Sturm zurückgreifen. Routinier Karl Fabricius ist nach seiner Verletzung wieder dabei, und auch Julian Lautenschlager kehrt nach seiner Pause am Freitag aufs Eis zurück. Nur Alexander Lambacher ist weiterhin nicht mit dabei. Somit fehlt den Heilbronner Falken ein Stürmer, um mit vier Angriffs-Reihen agieren zu können.

Dylan Wruck wechselte auf eigenen Wunsch trotz eines bestehenden Vertrags zu den Löwen.

Heilbronner Falken mit den Chancen - Löwen Frankfurt mit dem Tor

Ganz anders als beim Spiel am Freitag, kommen die Heilbronner Falken dieses Mal sehr gut aus dem Startblock. Auch, weil die Löwen nach 26 Sekunden eine Strafzeit erhalten. Jeremy Williams tankt sich durch, nur das Lattenkreuz verhindert ein frühes Unterländer Tor. Die Heilbronner Falken auch danach im Vorwärtsgang, Lautenschlager scheitert aus zentraler Position, bei einem Break trifft Luke Volkmann nur den Pfosten. Dann das zweite Powerplay der Falken - dieses Mal ohne nennenswerte Chance.

In der 16. Minute können die Löwen Frankfurt erstmals die Falken einschnüren - da sie Powerplay haben. Florian Mnich im Tor ist auf der Hut, reagiert mehrfach erstklassig. Und dann fällt doch das 0:1. Die Überzahl ist fast vorbei, da versenken die Hessen den Puck im dritten Nachschuss. Da hatten die Falken-Verteidiger nicht gut ausgesehen. Mit dem 0:1 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Das hohe Tempo der ersten 20 Minuten setzt sich auch im Mittelabschnitt fort. Vier Minuten sind gespielt, da vollendet Judd Blackwater eine Traumkombination über Neuzugang Leon Fern und Jeremy Williams zum 1:1. Und das völlig verdient. Aber dann kassieren die Falken eine kleine Bankstrafe, da sich zu viele Spieler auf dem Eis befunden haben. Im Powerplay der Löwen kommt es zu einem Break, Simon Thiel schießt, der Rebound prallt nach vorne ab, die Löwen laufen in Überzahl einen Konter - und treffen zum 1:2.

Leon Fern zeigt bereits im zweiten Spiel, dass er eine echte Verstärkung für die Heilbronner Falken ist.

Die Heilbronner Falken sind aber nicht geschockt. Zwei Minuten später zieht Justin Kirsch von der blauen Linie einfach mal ab, und plötzlich zappelt der Puck im Tor. Jetzt wird es eine ganz intensiv geführte Partie. Keine Mannschaft gibt auch nur einen Zentimeter Eis kampflos preis. Dann eine Unaufmerksamkeit im Heilbronner Abwehrverbund, die erneute Führung für die Gäste. Aber es ist eine Partie auf Augenhöhe, erneut ist es eine Kombination über Fern, Williams und dann Blackwater, die noch den Ausgleich vor der Drittelpause bringt.

Heilbronner Falken kämpfen bis zur letzten Sekunde

Das letzte Drittel beginnt für die Heilbronner Falken mit einer ganz schweren Hypothek, sie erhalten eine Strafzeit. Und es ist nicht zu glauben, auch das dritte Powerplay des Abends können die Gäste nutzen. Die zu Beginn der Saison noch so gut funktionierenden Specialteams der Unterländer sind jetzt die Achillesferse. Zwar sind noch 18 Minuten zu spielen, aber den Falken gelingt es nicht, den entscheidenden Pass zu spielen. Sie kämpfen, sie zeigen Einsatz, aber immer vergebens. Ein technisches Tor für die Hessen, 17 Sekunden vor dem Ende, besiegelt die 3:5-Niederlage der Falken.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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