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Serie der Heilbronner Falken reißt gegen die Lausitzer Füchse

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Von: Marc Thorwartl

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Die Heilbronner Falken geben gegen die Lausitzer Füchse einen sicheren Sieg noch aus der Hand, und verlieren mit 3:4 nach Penalty-Schießen

Nur zwei Tage nach dem letzten Aufeinandertreffen kommt es heute Abend in der DEL2 zum erneuten Kräftemessen zwischen den Heilbronner Falken und den Lausitzer Füchsen. Im Vergleich zum Sonntag in Weißwasser, können die Füchse heute auf drei Angriffsreihen bauen. Für die Sachsen ist seit der vergangenen Woche klar, dass sie in die Abstiegsrunde müssen. Für das Team wird es darum gehen, sich bis dahin einzuspielen und natürlich keine weiteren Verletzungen zu erleiden.

Für die Heilbronner Falken ist es die erste Partie nach der Episode „Andryukhov“ und zeitgleich die Premiere von Goalie-Neuzugang Stefan Stéen. Der Schwede war am Montag aus der ICE, der transalpinen ersten Eishockey-Liga aus Wien an den Neckar gewechselt. Wie von den Mannheimer Adlern zugesagt, bestreitet Luca Tosto heute sein 20. Spiel für die Heilbronner Falken und wäre somit für die Heilbronner Falken in der K.-o.-Runde spielberechtigt. Zudem sind Simon Thiel, Noah Dunham und Verteidiger Brock Maschmeyer. Und auch Valentino Klos wurde von den Adlern nach Heilbronn beordert. Als überzähliger Ausländer muss heute Karl Fabricius pausieren.

Heilbronner Falken mit frühem Powerplay-Treffer

Die Partie startet ohne großes Abtasten - und es sind die Heilbronner Falken, die die ersten Glanzpunkte setzen. Auch dadurch bedingt, dass die Lausitzer Füchse schnell eine Strafe kassieren. Im Powerplay kommt die Scheibe zu Justin Kirsch, der zeiht ab, der Keeper kann den Puck nicht festhalten, und Julian Lautenschlager steht goldrichtig, um abzustauben. 1:0 nach fünf Minuten, das sollte Sicherheit geben. Tut es auch, die Heilbronner Falken auch in der Folgezeit die aktivere Mannschaft, immer wieder kommen sie gefährlich ins Angriffsdrittel. Die Gäste meist dann gefährlich, wenn sie schnell die Eisfläche überbrücken. In der elften Minute ist Stefan Stéen dann endgültig in Heilbronn angekommen. Erst entschärft er eine Doppelchance von Weißwassers Parade -Reihe.

Heilbronner Falken Lausitzer Füchse Eishockey DEL2 Stefan Stéen
Hier ist Stefan Stéen geschlagen, doch der Schuss von Stephane Döring geht an den Pfosten. © Marc Thorwartl

Ebenso ist er wenige Sekunden zur Stelle, als Topscorer Peter Quenneville aus der Nahdistanz frei zum Schuss kommt. Die Heilbronner Falken haben die passende Antwort parat. Über zwei Stationen kommt der Puck zu Arkadiusz Dziambor, der zieht von der blauen Linie ab, 2:0. Dann Strafe gegen Kapitän Christopher Fischer. Zwei Minuten Dauerbeschuss des Falken-Tors, doch Stéen steht immer richtig. Im nächsten Powerplay haben die Hausherren dann die Chance, eine Vorentscheidung zu erzielen, doch Jeremy Williams scheitert an der Latte, Stefan Della Rovere schießt übers Tor. In der 19. Minute ein Break der Gäste. Stéen ist geschlagen, aber der Pfosten rettet für ihn. Mit 2:0 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken wieder mit einem schnellen Treffer

Auch im Mitteldrittel erwischen die Heilbronner Falken einen Start nach Maß. Klos hält eine eigentlich bereits geklärte Scheibe im Angriffsdrittel, scheitert zwar noch mit seinem Rückhandschuss, aber Williams bringt den Puck erneut vors Tor - und dieses Mal gibt ihm Klos die kleine, aber entscheidende Richtungsänderung. 3:0 in der 24. Minute, das könnte die Vorentscheidung sein. Zumal die Heilbronner Falken auch in der Folgezeit Gegner und Puck beherrschen. Selbst in Unterzahl starten sie Angriffe, Lautenschlager wäre fast mit einem Alleingang erfolgreich gewesen.

Heilbronner Falken Lausitzer Füchse Eishockey DEL2 Valentino Klos
Jeremy Williams und Valentino Klos bejubeln ihre Treffer zum 3:0. © Marc Thorwartl

Erst ab Mitte der Partie können sich die Gäste dem Würgegriff der Heilbronner Falken entziehen, erspielen sich ein paar Möglichkeiten. Aber der schwedische ICEMAN im Tor der Unterländer glänzt mit stoischer Ruhe und brillanten Reflexen. Egal, ob mit dem Arm, dem Schoner, der Kelle oder der Fanghand, er fischt einfach alles weg, was gefährlich aufs Tor kommt. Als die Lausitzer Füchse auch im nächsten Powerplay keinen Stich machen, stehen die Zeichen für den zehnten Erfolg der Heilbronner Falken in Serie eigentlich echt gut.

Siebenminütiger Blackout der Heilbronner Falken

Während die Heilbronner Falken die Partie anscheinend gedanklich bereits abgehakt haben, als sie aus der Kabine kommen, geben die Lausitzer Füchse richtig Gas. Tosto muss in höchster Not ein Foul ziehen - im Powerplay treffen die Füchse zum 3:1. Keine zwei Minuten später steht es nur noch 3:2, und als dann die Heilbronner Falken erneut in Unterzahl spielen, nutzen die Gäste das zum Ausgleich. Sie wollten dieses Tor, während die Klärungsversuche der Unterländer eher Alibifunktion haben. Drei Treffer in sieben Minuten, die Partie ist plötzlich völlig offen. Die Heilbronner Falken versuchen zwar wieder, die Kontrolle zu gewinnen, aber der Schalter kann nicht einfach umgelegt werden. Es gibt Stockfehler und Fehlpässe.

Ganz prekär wird es 70 Sekunden vor dem Ende, Strafe gegen Williams. Immerhin retten sich die Falken in die Verlängerung, haben zumindest einen Punkt sicher. In der Overtime sind die Hausherren plötzlich wieder besser. Kaum komplett, übernehmen sie das Kommando, doch Kirschs Schuss bleibt Zentimeter vor der Torlinie liegen, kurz vor Schluss schießt er um Zentimeter am leeren Tor vorbei. Es kommt zum Penalty-Schießen. Hier setzen sich am Ende die Gäste durch, die Siegesserie der Heilbronner Falken ist gerissen.

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