Schon wieder eine Niederlage

Falken verlieren auch gegen Kaufbeuren und schlittern in den Tabellenkeller

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Die Heilbronner Falken verschlafen das Mitteldrittel und werden vom ESV Kaufbeuren im letzten Abschnitt eiskalt erwischt.

Ohne Verteidiger Brock Maschmeyer müssen die Heilbronner Falken heute Abend gegen den ESV Kaufbeuren antreten. Der Kanadier mit deutschem Pass wurde für sein Foul beim Spiel am Sonntag bei den Tölzer Löwen vom Disziplinarausschuss der DEL2 für zwei Spiele gesperrt. Auch Keeper Florian Mnich ist nicht dabei. Er wurde vom Kooperationspartner Adler Mannheim angefordert. Dafür kehrt Arno Tiefensee zwischen die Pfosten ins Tor der Heilbronner Falken zurück. Der Youngster hatte am Freitag seinen ersten Shut-out in der Partie gegen die Dresdner Eislöwen gefeiert - und wurde zur Belohnung am Sonntag in den Kader der Adler berufen.

Zudem haben die Mannheimer Verteidiger Philipp Preto die Freigabe für das Spiel der Heilbronner Falken erteilt, ehe er bereits morgen wieder in der Champions-Hockey-League für Mannheim gegen Lausanne verteidigt. Außerdem feiert Lukas Bender von den Jungadlern sein Punktspiel-Debüt im Profi-Eishockey. Bei Kaufbeuren steht heute erstmals der neue Coach Tray Tuomie an der Bande. Der ESV ziert zwar derzeit das Tabellenende - doch davon sollten sich die Heilbronner Falken nicht täuschen lassen. Das Team ist viel besser als es der Tabellenstand widerspiegelt.

Judd Blackwater macht sein erstes Punktspiel-Tor für die Heilbronner Falken.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Da die Heilbronner Falken in Tölz zu fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen sind, hat Falken-Trainer Jason Morgan reagiert und die Reihen umgestellt. Im ersten Block stürmt Jeremy Williams jetzt wieder an der Seite von Judd Blackwater und Stefan Della Rovere. Die Partie beginnt - und die Gäste wollen gleich zeigen, dass sie hier etwas holen wollen. Sie haben die erste Chance, doch Tiefensee ist auf der Hut. In der 6. Minute ist er aber geschlagen. Die Falken verlieren den Puck im Aufbauspiel, Schuss, Tiefensee hält, doch beim Rebound hat er keine Chance. Die Hausherren hätten fast im Gegenzug zurückschlagen können. Judd Blackwater tankt sich durch die ganze ESV-Mannschaft, bringt dann aber die Scheibe nicht im leeren Tor unter.

Dann Strafe gegen die Gäste und gleich danach noch eine. Doppelte Überzahl der Heilbronner Falken. Genau 18 Sekunden dauert es, dann zappelt die Scheibe zum 1:1 im Netz. Eine schnelle Kombination über Blackwater und Kenney Morrison schließt Williams trocken ab. Kurze Zeit später ein Schuss von Preto, Blackwater hält den Schläger dazwischen, 2:1., Spiel gedreht. Allerdings müssen die Heilbronner Falken aufpassen, vor allem wenn die Paradereihe der Allgäuer auf dem Eis ist, wird es gefährlich. Pause.

Heilbronner Falken mächtig unter Druck

Kommt jetzt das fast schon traditionell „schwache“ Drittel der Heilbronner Falken. Es scheint so, denn die Allgäuer legen eine Schippe drauf, sind immer einen Schritt schneller. Das macht sich auch im Ergebnis bemerkbar. 24. Minute, 2:2, der ESV schließt einen Konter eiskalt ab. In der 27. Minute wollen die Unterländer die Scheibe aus dem Drittel spielen, John Lammers fängt die Scheibe ab, passt sie sich selbst mit der Hand nach vorne und Tyler Spurgeon überrascht Tiefensee durch die Schoner zum 2:3. Abseits, Handpass? Ein Treffer, der wenigstens anzweifelbar ist, aber die Schiedsrichter machen keine Anstalten, ihn zu überprüfen.

Danach die stärkste Phase der Gäste, die Heilbronner Falken schwimmen im Abwehrbereich, fast jeder Zweikampf geht verloren, das 2:4 liegt mehrfach in der Luft. Bis sich der ESV ein Foul erlaubt. Powerplay Heilbronner Falken, Tor. Julian Lautenschlager macht das ganz souverän. Die Gäste keineswegs geschockt, sofort übernehmen sie wieder das Kommando. Das Schussverhältnis im Mittelabschnitt: 4:13! Mit viel Glück retten die Heilbronner Falken das 3:3 in die Kabine.

Heilbronner Falken machen es vorne nicht - und werden hinten bestraft

Im letzten Drittel können sich die Heilbronner Falken dann vom Druck des ESV Kaufbeuren befreien. Die Allgäuer zwar immer noch mit der besseren Spielanlage, doch nicht mehr so dominant. Die Unterländer sogar mit den besseren Chancen, doch Karl Fabricius, Christopher Fischer oder auch Williams bringen die Scheibe nicht unter. Sechs Minuten vor dem Ende dann die kalte Dusche. Ein Schuss des ESV geht am Tor vorbei, kommt von der Bande wieder nach vorne - und prompt treffen die Allgäuer. 3:4! Die Falken versuchen im Anschluss alles, sind richtig gut, aber der Ausgleich will einfach nicht mehr fallen. Die Gäste bejubeln ihren ersten Saisonsieg, die Heilbronner Falken befinden sich im Sturzflug.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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