Big Points für die Falken

Falken versenken das Eispiraten-Schiff und wittern Morgenluft

Heilbronner Falken Eispiraten Crimmitschau Eishockey DEL2 Philipp Preto
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Philipp Preto ist verletzt und kann heute nicht mitwirken.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Im Kampf um die Playoffs kann es nochmals richtig spannend werden - vorausgesetzt die Unterländer gewinnen gegen die Eispiraten.

Acht Spiele haben die Heilbronner Falken in der DEL2-Saison noch zu bestreiten - und jedes ist ein echtes Endspiel im Kampf um einen möglichen Playoff-Kampf. Heute Abend treffen die Unterländer auf die Eispiraten Crimmitschau, die auf dem siebten Platz stehen und sieben Punkte Vorsprung aufweisen. Die Eispiraten sind in dieser Spielzeit so etwas wie der Lieblingsgegner der Heilbronner Falken: Alle drei bisher absolvierten Vergleiche konnten die Falken für sich entscheiden. Das ist aber überhaupt kein Grund, die Sachsen auf die leichte Schulter zu nehmen, die Heilbronner müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein, um heute im heimischen Eisstadion etwas zu holen.

Auch Falken-Coach Bill Stewart hat gute Erinnerungen an die Eispiraten. Bei seiner Premiere auf der Bank der Heilbronner Falken gewannen sie damals bei den Westsachsen. Allerdings ist der Kanadier wieder zum Improvisieren gezwungen. Der knüppelharte Spielplan kostet Opfer. Verteidiger Philipp Preto kann nicht mitwirken. Obwohl Stürmer Aron Reisz in der Aufstellung als Verteidiger geführt wird, spielen die Gastgeber nur mit fünf Verteidigern durch. Auch Michael Knaub ist nicht mit dabei. Im vierten Sturm ist Valentino Klos der Center für die beiden Außenstürmer Lukas Ribarik und Simon Thiel. Auf jeden Fall wollen die Unterländer ihre Siegesserie heute fortsetzen.

Heilbronner Falken mit viel Druck und Geduld

Die Heilbronner Falken wollen gleich zeigen, wer Herr im Haus ist. Sie machen Druck, die Eispiraten bekommen bereits nach 31 Sekunden eine Strafzeit. Das Powerplay der Unterländer gut, aber der Puck geht nicht über die Linie. Auch in der Folgezeit die Hausherren die bessere Mannschaft, vor allem immer dann, wenn die Reihe um Dylan Wruck auf dem Eis steht. Sie ist es dann, die in der 17. Minute für das 1:0 sorgt. Yannik Valenti steht goldrichtig, um den Rebound nach dem Schuss von Wruck zu versenken. Die knappe Führung zur Pause ist verdient, angesichts der Heilbronner Chancen aber zu wenig.

Yannik Valenti freut sich über seinen Treffer zum 1:0.

Zu Beginn des zweiten Drittels wollen die Gäste mehr Zugriff auf die Partie bekommen - das gelingt aber nur bedingt. Die größeren Chancen sind aufseiten der Heilbronner Falken. Erst verpasst Valenti seinen Doppelpack, dann verstolpert Ribarik am langen Pfosten vor dem leeren Tor. Letztendlich fällt das 2:0 dann doch. Niklas Länger zieht von der blauen Linie ab, der Gäste-Keeper muss prallen lassen und Stefan Della Rovere verwandelt eiskalt. Im Anschluss weiterhin die Unterländer mit den besseren Möglichkeiten. Ein Break in Unterzahl, ein Solo von Länger. Zwei Minuten vor der Pause MUSS das Ding drin sein. Josh Nicholls und Davis Koch laufen alleine auf den Eispiraten-Goalie, Nicholls mit dem Zuckerpass - doch Koch scheitert am glänzend aufgelegten Gäste-Keeper. Kurz vor der Drittelpause eine Strafzeit gegen die Falken. Sie starten somit in den dritten Abschnitt in Unterzahl.

Das was auf sein Tor kam, entschärft Florian Mnich erstklassig.

Dadurch kommen die Eispiraten mit viel Schwung aus der Kabine, das Powerplay jetzt richtig gut, aber die Heilbronner Falken werfen sich in alle Schüsse. Die Gastgeber selbst sind gar nicht mehr so sehr darauf erpicht, mit aller Gewalt nach vorne zu spielen, vielmehr machen sie hinten die Schotten dicht und die Räume in der neutralen Zone eng. Trotzdem können sie sich manchmal im Angriffsdrittel festbeißen - und dann ist es richtig gefährlich. Gerade, als die Unterländer ein Überzahlspiel ungenutzt verstreichen lassen, fällt die Entscheidung. Thiel kommt über die Seite, zieht einfach mal ab und mit etwas Glück trudelt der Puck ins lange Eck zum 3:0. Drei Minuten vor dem Ende erzielen die Gäste dann noch das 3:1. Zu spät, um die Partie noch herumzureißen. Die Falken haben ganz wichtige Punkte eingefahren. Alle Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze haben heute verloren. Der Rückstand auf Ravensburg als Achter beträgt - bei einem Spiel weniger - jetzt noch drei, auf die Eispiraten als Siebter vier Punkte.

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