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Heilbronner Falken stutzen den Dresdner Eislöwen erneut die Krallen

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Von: Marc Thorwartl

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Falken-Keeper Arno Tiefensee zeigt gegen Dresden wieder eine überragende Leistung. © Marc Thorwartl

Mit zwei Powerplay-Toren können die Heilbronner Falken im zweiten Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen den 3:2-Sieg sicherstellen.

Es geht weiter Schlag auf Schlag. Die Heilbronner Falken treffen heute Abend im heimischen Eisstadion am Europaplatz zum zweiten Playoff-Viertelfinalspiel auf die Dresdner Eislöwen. Nach dem Überraschungs-Coup am Mittwoch können die Hausherren eigentlich ganz entspannt in die Partie gehen, der Druck liegt ganz klar aufseiten der Gäste. Befürchtungen, die Heilbronner Falken könnten die Partie auf die leichte Schulter nehmen, erteilt Stürmer Simon Thiel eine klare Absage. Er verspricht: „Wir werden 60 Minuten Vollgas geben!“

Personell kann Jason Morgan, Trainer der Heilbronner Falken, wieder aus dem Vollen schöpfen. Er vertraut exakt demselben Team, das auch in Dresden so hervorragend aufgetrumpft hatte. Youngster Arno Tiefensee erhält im Tor also wieder den Vorzug vor Stefan Stéen, dafür wirbelt dessen schwedischer Landsmann Karl Fabricius im Sturm. Der Weg zum Erfolg kann nur über die Disziplin führen. In Dresden verwerteten die Eislöwen zwei ihrer vier Überzahlsituationen. Liebe Heilbronner Falken, bleibt also bitte von der Strafbank fern!

Heilbronner Falken schlagen zurück

Die Heilbronner Falken sind es auch, die die ersten Duftmarken setzen. Justin Kirsch, Jeremy Williams oder Julian Lautenschlager bringen die Scheibe aufs Tor, aber alles kein Problem für Dresdens Keeper. Die Eislöwen zeigen wieder ihr schnelles Kombinations-Eishockey, kommen schnell ins Heilbronner Abwehrdrittel, aber die verteidigen das sehr gut, lassen nur selten gefährliche Schüsse aus zentraler Position zu. Plötzlich ist die Scheibe im Tor. Tiefensee wehrt den Puck mit der Stockhand ab, doch er springt unkontrolliert in hohem Bogen ins Tor.

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Stefan Della Rovere gibt hier die Vorlage zum 1:1. © Marc Thorwartl

Allerdings zeigen sich die Heilbronner Falken von dem Rückstand ziemlich unbeeindruckt. Die Partie nimmt an Intensität zu, verbissen wird um jeden Puck gekämpft. So einen Zweikampf gewinnt auch Stefan Della Rovere hinter dem Eislöwen-Tor, er passt vor den Kasten, Simon Thiel mit der Direktabnahme. Dass der Puck da schon im Tor ist, zeigt erst die Übertorkamera, jedenfalls beseitigt Jeremy Williams alle Zweifel, indem er die Scheibe mit einem Hechtsprung zum zweiten Mal über die Linie drückt, es steht 1:1. Kurz darauf die ersten Strafzeiten der Partie. Gegen beide Teams. Die Heilbronner Falken mit mehr Zug zum Tor, doch weitere Treffer fallen bis zur Pause nicht mehr.

Heilbronner Falken treffen wieder im Powerplay

Ins Mitteldrittel starten die Heilbronner Falken in Überzahl, da Dresdens Jordan Knackstedt kurz vor Drittelpause eine Strafe kassierte hat. Es dauert exakt zwölf Sekunden, da ist sie da, die Führung der Heilbronner Falken. Della Rovere mit einem Lob vors Tor - und da spielt Williams seine ganze Routine aus, indem er die Scheibe aus der Luft ins Tor tippt. Der Treffer gibt natürlich Auftrieb, die Unterländer mit ein paar schönen Aktionen nach vorne. Allerdings kämpfen sich die Eislöwen zurück. Begünstigt durch ein Foul von Kenney Morrison. Im Powerplay zeigen die Sachsen Eishockey vom Feinsten, doch Tiefensee pariert alles, was auf sein Tor kommt.

Auch in der Folgezeit geben die Gäste den Ton an. Auch dadurch begünstigt, dass die Heilbronner Falken einige Male mit Fehlpässen die Gäste in gute Positionen bringen. Als dann das zweite Powerplay für Dresden angesagt ist, muss man das Schlimmste befürchten - aber jetzt sind die Heilbronner Falken richtig heiß. Aggressiv erkämpfen sie Scheiben, immer wieder können sie klären. Kaum wieder komplett noch eine Dreifach-Chance für die Unterländer, doch es bleibt beim 2:1. Pause. 7:24 lautet die Schuss-Statistik im zweiten Drittel - das spiegelt die optische Überlegenheit der Gäste korrekt wider.

Heilbronner Falken erzwingen die Entscheidung im Powerplay

Die Dresdner Eislöwen kommen mit viel Schwung ins letzte Drittel. Das zahlt sich aus. Sie erzwingen einen Fehlpass der Heilbronner Falken, dann schießt Knackstedt Tiefensee von hinten an - und irgendwie kullert die Scheibe über die Linie. 2:2! Die Sachsen wollen jetzt eine Vorentscheidung, sie drücken weiter. Dann haben sie Powerplay, doch mittlerweile haben sich die Heilbronner Falken auf das Überzahlspiel eingestellt, es passiert nichts. Bis zur 53. Minute. Jetzt haben die Unterländer Powerplay. Ein langer Pass von hinten zu Williams, der marschiert über die Seite aufs Tor, ein platzierter Schuss, 3:2! Jetzt wird es zur Abwehrschlacht, die Heilbronner Falken wollen den knappen Vorsprung über die Zeit bringen. Dresden nimmt den Keeper vom Eis - die Zeit läuft herunter, der Schlusspfiff, Sieg, mit 3:2 gewinnen die Heilbronner Falken, der Rest ist grenzenloser Jubel im Stadion.

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