Richtig gut gespielt

Falken mit einer Top-Leistung bei den Towerstars

Heilbronner Falken Eishockey DEL2 Bill Stewart Dylan Wruck Bryce Gervais
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Bill Stewart hat sein Team sehr gut eingestellt.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Zwei Wochen nach der unglücklichen Niederlage nehmen die Unterländer bei den Oberschwaben erfolgreich Revanche - und könnten die rote Laterne abgeben.

Keine Verschnaufpause für die Heilbronner Falken, im Zweitagesrhythmus geht es für sie in der DEL2 weiter. Heute müssen sie bei den Ravensburg Towerstars antreten. Dabei können die Unterländer auf exakt dasselbe Team wie am Freitag bei der Partie gegen die Kassel Huskies zurückgreifen.

Falken-Trainer Bill Stewart wagt keine Experimente, lässt die Blöcke unverändert, und auch im Tor der Heilbronner Falken vertraut er erneut auf Florian Mnich. Dass die Oberschwaben nicht unverwundbar sind, zeigte die Partie vor knapp zwei Wochen, als die Heilbronner Falken an selber Stelle unglücklich mit 2:3 verloren. Große Hoffnung setzt man auf das Powerplay, das mit der Rückkehr von Yannik Valenti gegen Kassel so gut geklappt hatte. Gerade das Überzahlspiel war vor 14 Tagen noch die Schwachstelle in der Partie.

Heilbronner Falken sind drückend überlegen

Ein Überzahlspiel bekommen die Heilbronner Falken bis zum ersten Power-Break zwar nicht, dafür aber mächtig Oberwasser in der Partie. Das aggressive Forechecking klappt hervorragend, die Towerstars können nur ganz selten einen richtigen Spielaufbau starten. Ganz anders die Gäste, die konsequent den Weg zum Tor suchen. Justin Kirsch, Stefan Della Rovere und Dylan Wruck scheitern noch am gegnerischen Torhüter, doch in der siebten Minute ist der Bann gebrochen. Bryce Gervais trifft zum 0:1. Die Gastgeber kommen nur einmal richtig in Schwung, als sie Überzahl haben. Allerdings reicht es nicht zum Ausgleichstreffer. Dann bekommen die Heilbronner Falken Powerplay. Wruck macht eigentlich alles richtig - scheitert aber am Pfosten, deshalb bleibt es beim knappen Vorsprung zur Pause. „Wir bringen jede Scheibe vors Tor“, erklärt Falken-Stürmer Simon Thiel im Pauseninterview. Die Torschuss-Statistik des ersten Drittels: 17:6 für die Heilbronner Falken.

Bryce Gervais besorgt die 1:0-Führung für die Heilbronner Falken.

Die Heilbronner Falken setzen im zweiten Drittel nahtlos da an, wo sie im ersten aufgehört hatten. Sie sind die spielbestimmende Mannschaft. Brock Maschmeyer mit dem genau getimeten Pass von der eigenen Torlinie übers ganze Feld auf Josh Nicholls, der verwandelt zum 0:2. Danach haben Gervais, Wruck und Nicholls binnen kürzester Zeit hochkarätige Chancen, Towerstars-Coach Marc Vorderbrüggen nimmt eine Auszeit. Völlig überraschend dann das 1:2. Bullygewinn der Towerstars, Schuss, vom Innenpfosten springt die Scheibe Mnich hinten an die Schoner und von dort ins Netz. Dieses Tor gibt den Oberschwaben Auftrieb, sie sind jetzt deutlich aktiver. Dann auch noch eine äußerst fragwürdige Strafe gegen die Falken und dann noch eine, 41 Sekunden doppelte Überzahl für die Towerstars. Die Unterländer überstehen die prekäre Situation unbeschadet. Ein Gutes hatte die Strafe - die Falken sind jetzt wieder präsenter, bringen den knappen Vorsprung in die Pause.

Josh Nicholls macht das 0:2.

Gelingt es den Heilbronner Falken, das Tempo und ihr Forechecking auch im letzten Drittel durchzuziehen? Die Hausherren kommen jedenfalls mit viel Dampf aus der Kabine. Allerdings nehmen sie sich den Vorteil, weil sie eine Strafe ziehen. Das Powerplay der Unterländer gut, aber das können sie besser. Sie beschränken sich jetzt mehr auf die Defensivarbeit, versuchen, den Towerstars keine Einschusschancen zu ermöglichen. Dann die große Chance, die Falken bekommen einen Penalty zugesprochen. Wruck übernimmt die Verantwortung. Aber er scheitert, der war nicht gut geschossen, es bleibt also spannend. Dann scheitert Matt Neal mit einem Alleingang. Wenn man den Falken überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann ist es die Chancenverwertung. Dann ein Riesen-Lapsus von Mnich, der die Scheibe hinter dem Tor verliert, fast resultiert daraus das 2:2. Kurz vor dem Schluss macht Wruck dann den Sack zu, als er den Puck im verwaisten Ravensburger Tor zum 1:3 versenkt. Je nachdem, wie die Partie zwischen Bad Nauheim und Weißwasser ausgeht, geben die Falken damit auch die rote Laterne ab.

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