Das war ganz wichtig

Falken mit dem erhofften Befreiungsschlag gegen die Eislöwen

  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Mit einem Sieg könnten die Falken an den Eislöwen vorbeiziehen - und endlich sichern sie sich mit dem 3:1-Erfolg die Big Points.

Louis Brune ist heute bei den Falken am Start.

Ein DEL2-Spiel am Montag, in der Corona-Saison 20/21 ist halt alles möglich. Die Heilbronner Falken treffen heute Abend im heimischen Stadion auf die Dresdner Eislöwen. Beide Teams sind in der Tabelle unmittelbare Nachbarn, wollen unbedingt noch in die Playoffs. Dafür sind Siege notwendig. Der Aufschwung der Unterländer wurde am Samstag in Nauheim ausgebremst. Noch schlimmer erwischte es die Gäste, die bereits 5:0 in Freiburg führten, um dann doch mit 6:9 zu verlieren. Somit wollen sich beide Mannschaften heute Abend rehabilitieren.

Gäste-Trainer Andreas Brockmann muss heute Abend auf Evan Trupp verzichten, der nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in Freiburg für zwei Spiele gesperrt wurde. Bei den Heilbronner Falken hat Michael Knaub seine fünf Spiele Sperre abgesessen - trotzdem ist er nicht im Aufgebot zu finden. Falken-Coach Bill Stewart vertraut nahezu demselben Team und derselben Aufstellung wie in den vergangenen Partien. Im Tor schenkt er Florian Mnich das Vertrauen, Matthias Nemec - die etatmäßige Nummer eins bei den Unterländern - ist zwar nach Verletzung wieder fit, soll aber wohl noch bis Freitag geschont werden. Statt Pierre Preto spielt Louis Brune bei den Falken. Die Hausherren können ein volles Line-up aufbieten, während den Sachsen nur drei Sturmreihen zur Verfügung stehen.

Heilbronner Falken

Es ist kein Leckerbissen, den die Mannschaften im ersten Drittel präsentieren. Ein Gehacke und Geholze, viele Fehlpässe, kaum mal ein geordneter Spielaufbau, viele unkontrollierte Aktionen. Dementsprechend sind die beiden Keeper nahezu arbeitslos. Selbst als die Falken Powerplay bekommen, passiert - nix. Nicht ein Schuss, die Gäste machen einfach den Passweg an die blaue Linie zu, damit ziehen sie den Falken den Zahn. Völlig überraschend dann das 0:1. Einen Abpraller verwertet Lucas Flade. Ein Treffer, der dem Spiel nur gut tun kann. Vielleicht klappt es ja im zweiten Drittel besser.

Simon Thiel (rechts) und die Falken finden im ersten Drittel nicht die Lücke.

Wer auf Verbesserung im zweiten Drittel gehofft hat, sieht sich nach etwas mehr als einer Minute bestätigt. Im Powerplay erzielt Yannik Valenti das 1:1. Jetzt entwickeln die Heilbronner Falken so etwas wie Druck, erspielen sich einige Chancen, ein Schuss von Bryce Gervais landet am Torgestänge. Danach merkt man, wie bei beiden Mannschaften die Kräfte nachlassen. Angesichts vom sechsten Spiel innerhalb von zehn Tagen nur allzu verständlich. Die Folge: Konzentrationsfehler, Fehlpässe, alles wie im ersten Abschnitt. Kurz vor dem Ende erneut Strafzeit gegen die Sachsen. Und wieder treffen die Heilbronner Falken. Allerdings nehmen die Schiedsrichter das Tor nach Auswertung des Videobeweises wieder zurück. So bleibt es beim 1:1 zur zweiten Pause.

Dicke Luft vor dem Dresdner Tor.

Eigentlich müssten die Heilbronner Falken den längeren Atem haben, da ihre Bank länger besetzt ist. Zumal bei den Gästen seit Mitte des zweiten Drittels auch noch Steve Hanusch ausgefallen ist. Aber erst einmal bekommen die Sachsen Powerplay. Aber das Penalty-Killing der Unterländer funktioniert. Dann erobert Matt Neal eine Scheibe im Angriffsdrittel, Justin Kirsch spielt vors Tor, wo Davis Koch nur noch den Schläger hinhalten muss. 2:1, endlich. Kurz danach die Chance, diese Führung auch noch auszubauen, denn die Heilbronner Falken bekommen wieder Powerplay. Das ist super, die Scheibe läuft, viele Schüsse, aber immer verfehlt die Scheibe das Ziel ganz knapp. Dann ein Foul von Marcus Götz, Unterzahl, das wird ein ganz heißer Tanz. Bei dem Mnich die beste Sohle aufs Parkett legt, er hält wirklich alles. Die Eislöwen nehmen den Keeper vom Eis, Wruck erobert die Scheibe, läuft, zielt, trifft 33 Sekunden vor dem Ende zum 3:1. Ein ganz wichtiger Sieg für die Unterländer, mit dem sie die Eislöwen in der Tabelle überholen.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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