Leider nicht belohnt worden

Nichts wird es für die Falken mit den Big Points im Allgäu

Heilbronner Falken Eishockey DEL2 Kassel Huskies Pierre Preto
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Pierre Preto spielt heute wieder für die Falken.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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In einem kampfbetonten Spiel stehen die Unterländer am Ende mit leeren Händen da, weil sie einen Fehler zu viel machen.

Keine Frage, es ist heute eine ganz wichtige DEL2-Partie zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Heilbronner Falken. Die Allgäuer stehen da, wo die Unterländer hinwollen: auf einem Playoff-Platz. Es ist noch gar nicht so lange her, da sah das beim ESV ganz anders aus. Lange Zeit befand auch er sich im unteren Tabellenfeld, hatte dann aber in die Spur zurückgefunden und ein Punktepolster auf den Neunten aufgebaut. Aber auch die Heilbronner Falken zeigten zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend, der lediglich durch die Partie beim EC Bad Nauheim unterbrochen wurde.

Mit dem Erfolg am Montag gegen die Dresdner Eislöwen haben die Unterländer den zehnten Tabellenplatz erreicht - und schielen weiter nach oben. Dabei muss Falken-Coach Bill Stewart heute wieder umplanen. Verteidiger Brock Maschmeyer fällt aus - und auch Louis Brune steht nicht zur Verfügung. Dafür findet sich Michael Knaub auf der ungewohnten Verteidigerposition wieder und Pierre Preto ist nach seinem Ausfall am Montag auch wieder mit dabei. Somit haben die Heilbronner Falken ein volles Line-up im Allgäu.

Heilbronner Falken mit dem späten Führungstreffer

Die Gastgeber legen fulminant los - nach 23 Sekunden ist die Scheibe im Tor. Aber vorher war abgepfiffen worden. Allerdings zeigt das die Taktik der Allgäuer, sie wollen sofort zeigen, wer Herr im Haus ist. Zum Glück ist bei den Heilbronner Falken Florian Mnich im Tor auf der Hut, er vereitelt gleich mehrfach mit tollen Paraden einen Treffer des ESV. Die Unterländer selbst kommen gar nicht gefährlich vors Tor, sie fabrizieren Fehlpässe oder Missverständnisse. Gerade die neu formierten Abwehrreihen beschwören immer wieder gefährliche Angriffe der Kaufbeurer herauf.

Matt Neal erzielt die Heilbronner Führung.

Es dauert wirklich 16 Minuten, ehe die Heilbronner Falken den ersten gefährlichen Torschuss abgeben - Yannik Valenti scheitert am Pfosten. Zwei Minuten vor dem Ende dann Powerplay für die Unterländer. Gerade sind die Hausherren wieder komplett, da versenkt Matt Neal ein perfektes Zuspiel von Josh Nicholls neun Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 0:1. Eine überraschende Führung, aber das interessiert aufseiten der Unterländer wohl niemanden.

Heilbronner Falken aktiver, aber ohne Glück im Anschluss

Der Mittelabschnitt beginnt mit einer tollen Chance für die Heilbronner Falken. Die Allgäuer verlieren den Puck im eigenen Drittel, Justin Kirsch taucht allein vor dem Keeper auf, scheitert aber. In der Folgezeit die Gäste nicht wiederzuerkennen. Sie setzen die Allgäuer früh unter Druck, erzwingen Turnover und haben weitere Chancen. Bis Nicholls ein Foul zieht. Das Powerplay der Hausherren gut, das Unterzahlspiel der Gäste noch besser.

Danach beide Teams auf Augenhöhe, die neutrale Zone wird enggemacht. Chancen ergeben sich eher zufällig. Dann erneut ein Foul der Heilbronner Falken. Und schon steht es 1:1. Ein Schlenzer von der blauen Linie vors Tor, dort wird die Scheibe abgefälscht und Mnich ist geschlagen. Die beste Phase der Unterländer kurz vor Ende des Drittels. Sie schnüren die Gastgeber im Abwehrdrittel ein, doch der erneute Führungstreffer will nicht mehr fallen, mit 1:1 geht es in die zweite Pause.

Heilbronner Falken mit dem einen Fehler zu viel

Im letzten Drittel neutralisieren sich beide Mannschaften, es passiert nicht viel. Bis Philipp Preto sich druch einen schlechten Pass in Bedrängnis bringt und danach ein Foul zieht. Aber es kommt noch schlimmer. Die Falken gewinnen das Bully, und Corey Mapes schlägt die Scheibe unbedrängt über die Bande, zwei weitere Strafminuten wegen Spielverzögerung, 1:55 doppelte Überzahl für die Hausherren! Aber mit Glück, viel Einsatz und einem überragenden Mnich überstehen die Heilbronner Falken diese Situation unbeschadet.

Aber jetzt haben die Allgäuer Oberwasser, drängen auf die Führung. In der 50. Minute dann das Tor. Mit tatkräftiger Unterstützung der Heilbronner Falken, die die Scheibe eigentlich schon sicher haben, aber dann nicht aus der Abwehrzone befördern. Die Zeit läuft herunter. Die Unterländer jetzt mit Dauerdruck. Falken-Keeper Stewart zieht den Keeper, geht volles Risiko. Ohne Erfolg. Das haben die Falken nicht verdient.

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