Die Hoffnung stirbt zum Schluss

Falken gelingt Revanche gegen Landshut - Kirsch mit Hattrick

  • Marc Thorwartl
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Nur zwei Tage nach dem letzten Aufeinandertreffen beißen die Unterländer zurück und sichern sich durch einen bärenstarken Justin Kirsch drei Punkte.

Die Falken bejubeln ihren Treffer zum 2:1.

Nur zwei Tage nach der bitteren 4:6-Niederlage der Heilbronner Falken beim ECV Landshut, haben sie bereits heute die Chance zur Revanche. Die Niederbayern sind zu Gast im Eisstadion am Europaplatz. Im Gegensatz zum Dienstag gibt es bei den Bayern einige Probleme. Zum einen sind die Fölis aus Straubing nicht mit dabei, zum anderen steckte das Team auf der Anfahrt nach Heilbronn im Stau, weshalb die Partie auch mit 15 Minuten Verspätung beginnt. Keine optimale Vorbereitung auf so ein wichtiges Spiel.

Bei den Heilbronner Falken stehen Trainer Bill Stewart einige Alternativen zur Verfügung. Etwas überraschend entscheidet er sich im Tor für Florian Mnich. Zugegeben, Matthias Nemec hatte in Landshut nicht seinen besten Tag, aber an ihm war die Niederlage nicht festzumachen, zumal er ja auch einige Wochen verletzt gefehlt hatte. Außerdem ist Aron Reisz ins Team zurückgekehrt, wird auf dem Spielberichtsbogen allerdings als siebter Verteidiger und nicht als Stürmer geführt.

Heilbronner Falken machen das Spiel, Landshut das Tor

Die Heilbronner Falken starten mit einer gehörigen Wut im Bauch, bereits in den ersten beiden Minuten erspielen sie sich vier gute Chancen. Dann gibt es Bully vor dem Tor der Unterländer, die Scheibe kommt zu Landshuts Topscorer Zach O´Brien, der wird nicht angegriffen und trifft zum 1:0. Ein Tor, das Wirkung zeigt, die Hausherren wirken angeschlagen, es geht nicht mehr so flüssig nach vorne. Und hinten kommen sie immer wieder, diese Leichtsinnsfehler. Valentino Klos verliert gleich zweimal die Scheibe, zum Glück ist Mnich auf dem Posten. In der 9. Minute dann eine Traumkombination der Falken, die Davis Koch zum 1:1 abschließt.

Aus dieser Situation heraus erzielt Davis Koch gleich das 1:1.

Jetzt ist das Momentum aufseiten der Gastgeber. Reisz verhindert einen Aufbaupass, die Scheibe kommt zu Simon Thiel, der läufst aufs Tor und passt dann auf Reisz, der am langen Pfosten nur noch die Kelle hinhalten muss, 2:1. Jetzt flutscht es bei den Falken. Etwas mehr als eine Minute später wieder eine Traumkombination, dieses Mal trifft Kevin Maginot, 3:1 - und das völlig verdient. Die Unterländer haben sogar noch das 4:1 auf der Kelle, aber Michael Knaub scheitert ganz knapp. In der letzten Minute dann Konfusion in der Falken-Hintermannschaft, Nutznießer sind die Gäste, die auf 2:3 verkürzen können und wenige Sekunden später sogar fast noch den Ausgleich nachlegen. Pause.

Heilbronner Falken entscheiden die Partie im Powerplay

Den Schwung dieses späten Treffers nimmt der EV Landshut mit ins Mitteldrittel. Die Niederbayern drängen auf den Ausgleich, die Heilbronner Falken werden eingekesselt. Zum Glück dann ein Foul der Gäste. Das Powerplay der Gastgeber? Schlecht, aber immerhin können sie sich so aus der Umklammerung lösen. Es wird kein Drittel für Eishockey-Ästheten, vieles ist von beiden Teams Stückwerk, wobei die Gäste gefährlichere Szenen heraufbeschwören. Erst gegen Ende des Drittels bauen die Unterländer wieder Druck auf, Landshut zieht die nächste Strafe. Und dieses Mal klappt es in Überzahl. Justin Kirsch visiert genau die lange Ecke an. Nach 17 Sekunden Powerplay steht es 4:2, danach geht es in die Pause.

Justin Kirsch wird zum Matchwinner gegen Landshut.

Natürlich versuchen die Gäste gleich im letzten Drittel nochmals alles, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Heilbronner Falken hingegen taktisch sehr diszipliniert- sie sichern nach hinten ab, gehen ins Forechecking, fahren kurze, intensive Wechsel. Dann wieder Strafe gegen die Gäste. Doch dieses Powerplay ist nicht erfolgreich - dafür aber das nächste. Erst verursachen die Unterländer da einen Penalty, den Mnich pariert, im nächsten Angriff sorgt Kirsch für eine Vorentscheidung, trifft zum 5:2 wieder ins lange Eck. Die Gäste jetzt disziplinlos. Nächste Strafe, Schuss Valenti, 6:2. Den Gästen gelingt dann durch eine abgefälschte Scheibe in der 55. Minute noch das 6:3, nur ein kleiner Makel an diesem Abend. Drei Minuten vor dem Ende tauschen dann Pierre Preto und Lukas Mühlbauer noch ein paar Nettigkeiten aus. Als es weitergeht, treffen die Gäste die Latte, im Gegenzug Kirsch zum 7:3. Mit den drei Punkten klettern die Falken in der Tabelle auf den 11. Platz. Die zarte Hoffnung auf die Playoffs blüht wieder etwas.

Rubriklistenbild: © Thorwartl

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