Es wird ein Schweizer

Heilbronner Falken präsentieren ihren neuen DEL2-Cheftrainer

  • Marc Thorwartl
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Mit Michel Zeiter übernimmt ein erfahrener Eishockeyprofi aus der Schweiz, der Power-Hockey spielen lassen will,  den Posten des Coaches bei den Unterländern.

Eidgenosse Michel Zeiter wird Cheftrainer der Heilbronner Falken

Es ist die wohl wichtigste Personalentscheidung der kommenden Saison: Die Heilbronner Falken haben die nach dem Abgang von Alexander Mellitzer verwaiste Stelle des Trainers mit dem Schweizer Michel Zeiter besetzt. Damit sorgten sie für ein Novum. Noch nie hat ein Eidgenosse den Posten des Chefcoachs in der DEL2 innegehabt. 

Der 46-Jährige kann auf eine beeindruckende Vita als Spieler zurückschauen. 19 Jahre lang spielte er ununterbrochen in der Nationalliga A, davon 15 Jahre in Folge bei den ZCS Lions beziehungsweise dem Vorgänger Zürcher SC, mit dem er sich auch zweimal den Titel sichern konnte. Insgesamt absolvierte er dort 838 Partien, in denen er 199 Treffer erzielte und weitere 282 vorbereitete. Hinzu kommen 123 Einsätze für die Nationalmannschaft, bei denen er 25 Tore erzielte und zu 18 die Vorlage gab. 

Falken-Trainer: Michel Zeiter mit ersten Erfahrungen in der NLA und NLB

Zum Ende seiner aktiven Karriere war er in der Nationalliga B für den EHC Visp zwei Jahre tätig, der im Anschluss auch seine erste Station als Headcoach für zwei Saisons bildete. Es folgten weitere Stationen als Co-Trainer beim NLA-Verein Rapperswil-Jona Lakers, die er 2015 dann auch noch kurzfristig als Cheftrainer übernahm. Zuletzt war er drei Jahre in Personalunion als Trainer und Sportdirektor beim Zweitligisten EHC Winterthur tätig, ehe er dort am 8. Dezember von seinen Aufgaben entbunden wurde. 

"Ich verfolge die DEL und DEL2 bereits seit Langem", sagt der zweifache Familienvater. "Ich wollte unbedingt zu einem ambitionierten Verein wechseln." Da ist er ja bei den Falken genau richtig. Schließlich lautet deren Vorgabe: jedes Jahr ein bisschen besser werden. 

Falken-Trainer Michel Zeiter verfolgt Vereins-Philosophie

Die Chemie zwischen den Falken-GmbH-Gesellschaftern und ihm stimmte vom ersten Augenblick an. Zeiter: "Wir verfolgen dieselbe Philosophie. Ich bin überzeugt, dass wir den eingeschlagenen Weg der Heilbronner Falken weiterhin erfolgreich entwickeln und mit Tempo-Eishockey optimieren und ausbauen können." Gerade das von Vorgänger Alexander Mellitzer eingeführte, moderne, schnelle Hockey wird bei den Eidgenossen bereits ab der Jugend praktiziert.

Atilla Eren, Geschäftsführer der Heilbronner Falken, ist vom Coach angetan: "Mit ihm haben wir den Wunschkandidaten auf den Posten des Falken-Cheftrainers bekommen. Uns wurde schnell klar, dass er unserem Anforderungsprofil ideal entspricht." Dabei spielte sowohl seine Erfahrung als Spieler als auch als Trainer eine entscheidende Rolle. "Er ist der Richtige, um den sportlichen Bereich unserer Organisation kontinuierlich zu verbessern. 

Michel Zeiter ist die Idealbesetzung bei den Heilbronner Falken

Auch wenn die Heilbronner Falken mit Zeiter auf einen relativ jungen und neuen Trainer setzen, bringt der Schweizer alles mit, was in diesem Business gebraucht wird. Bei Winterthur war er es gewohnt, mit einem der geringsten Etats der gesamten Liga eine konkurrenzfähige Truppe auf die Beine zu stellen. Demnach war er gezwungen, häufig auf junge Nachwuchskräfte zu setzen - insofern werden auch die Adler Mannheim, der Kooperationspartner der Heilbronner Falken, seine Verpflichtung wohlwollend betrachten.

Power-Hockey: Michel Zeiter wird den von Alexander Mellitzer eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Des Weiteren hat Michel Zeiler durch seine langjährige Profikarriere in einer der besten Eishockeyligen Europas auch das dringend benötigte Netzwerk aufgebaut. Er kennt viele Spieler und Trainer. Zudem ist das Schweizer Eishockey dem deutschen in der Vergangenheit doch enteilt. Dort ist Eishockey mittlerweile so populär wie Fußball, dementsprechend hochwertig ist die Ausbildung der Spieler und Trainer. Davon können die Heilbronner Falken und ihre Topscorer nur profitieren. 

Rubriklistenbild: © Winterthurer Zeitung

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