Eine Energieleistung

Heilbronner Falken sichern sich das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale

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Bryce Gervais (rechts) war überragend, erzielte zwei Treffer und war auch im Penalty-Schießen erfolgreich. 
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Genau 30 Sekunden vor dem Ende erzielen die Heilbronner Falken gegen die Löwen Frankfurt das 6:6 und sichern sich so den fehlenden Punkt.

  • Ausgleich für die Falken in letzter Minute.
  • Ganz schlechte Torhüterleistung im Mittelabschnitt.
  • Stefan Della Rovere schießt die Falken ins Glück. 

Letzter Spieltag in der DEL2 - und es ist der Tag der Entscheidungen. Noch vier Mannschaften können in die Playdowns rutschen, zwei Teams streiten sich um den letzten direkten Playoff-Platz und die Heilbronner Falken treten gegen die Löwen Frankfurt an - und benötigen immer noch einen Punkt, um das Heimrecht im Viertelfinale zu sichern.

Dass es bei den Heilbronner Falken zum Showdown kommt, hat sich die Truppe von Trainer Alexander Mellitzer selbst zuzuschreiben, da sie trotz drückender Überlegenheit am Freitag beim Derby in Bietigheim am Ende leer ausgegangen ist. Die Löwen hingegen haben sich mit einem fulminanten Endspurt die Tabellenspitze gesichert. Am Ende können sich beide Teams als Sieger fühlen. Die Partie endet 7:6 für die Falken nach Penalty-Schießen. 

Heilbronner Falken kämpfen um jeden Puck

Obwohl die Hessen Platz eins sicher haben und auch einige Spieler mit Blessuren zu Hause lassen, abschenken wollen sie die Partie keinesfalls, das wird schon in den ersten Minuten deutlich. Auf beiden Seiten wird jeder Check zu Ende gefahren, um jeden Puck und Zentimeter Eis gekämpft. Beide Keeper haben anfangs wenig zu tun, da die Defensivarbeit der Vorderleute hervorragend ist. Schnell ist klar: Fehler darf man sich in dieser Partie nicht erlauben. 

Bronson Maschmeyer trifft zum 1:1.

Den ersten machen die Falken. Yannik Valenti mit einem Fehlpass im eigenen Abwehrdrittel, ein Schuss von der Seite - und plötzlich zappelt die Scheibe im Netz. Doch die Heilbronner Falken schlagen zurück. Im Powerplay kommt die Scheibe zu Bronson Maschmeyer, der marschiert auf den Keeper zu und trifft über die Schulter ins kurze Eck. Im Anschluss beide Mannschaften mit guten Chancen im Powerplay, doch es bleibt beim 1:1 zur ersten Pause. Im Moment haben die Unterländer das Heimrecht sicher. 

Heilbronner Falken mit Pannen-Pantkowski

Das zweite Drittel startet ideal für die Heilbronner Falken. Sie erkämpfen eine Scheibe in der Ecke, ein Pass diagonal vors Tor, Bryce Gervais verwandelt zum 2:1. Stadionsprecher Steffen Schnizer hat das Tor noch nicht komplett durchgegeben, da jubeln die Heilbronner Fans erneut, dieses Mal ist es Dylan Wruck, der ideal vor dem Tor bedient wird. Doch leider ist die vierte Falken-Reihe direkt im Anschluss schlecht sortiert, ein Schuss aus dem Halbfeld - und der landet im kurzen Eck. Wie beim ersten Treffer macht Heilbronns Keeper Mirko Pantkowski nicht die beste Figur. Und die Hessen wollen sich noch lange nicht geschlagen geben. Ein langer Pass auf den durchbrechenden Maximilian Eisenmenger, 3:3.

Und drin ist er, Maximilian Eisenmenger trifft für Frankfurt zum 3:3. 

Jetzt wird Pantkowski zum Unsicherheitsfaktor in der Falken-Abwehr. Nur 42 Sekunden später trudelt ihm ein Schüsschen von der blauen Linie durch die Hosenträger, 3:4. Exakt 100 Sekunden darauf der nächste Löwen-Treffer. Ein Schuss von außen - Pantkowski ohne Reaktion. Dann Powerplay der Heilbronner Falken, ein beherztes Solo von Gervais, 4:5. In der 39. Minute ein Schuss von Marcus Götz, der springt an die Kufe von Derek Damon und von dort ins Tor, schon steht es 5:5. War es das schon? Nein, denn dann eine umstrittene Strafe gegen Gervais, wieder bringen die Hessen die Scheibe nur vors Tor und erneut lässt Pantkowski den Puck passieren. Ein gebrauchter Tag für den Keeper. Zehn Schüsse zählt die Statistik auf sein Tor im Mittelabschnitt - fünf davon sind drin. Da aber Bad Tölz noch zurückliegt, stehen die Falken weiterhin auf Platz vier. 

Heilbronner Falken mit spätem Schuss ins Glück

Im letzten Abschnitt versuchen die Heilbronner Falken, die Partie noch zu drehen. Den drei Frankfurter Reihen geht langsam die Luft aus, die Unterländer nahezu permanent im Vorwärtsgang, doch es ist wie am Freitag, sie finden immer wieder eine Möglichkeit, den Puck nicht in den Maschen zu versenken. Auch nicht, als sie Powerplay haben. So langsam wird die Zeit knapp, noch knapp fünf Minuten sind zu spielen.

Und dann bekommen die Gäste Überzahl, sie sind gar nicht mehr bemüht, Druck auszuüben, versuchen viel mehr, Zeit von der Uhr zu nehmen, es bleibt beim 5:6. Dann sind noch zwei Minuten auf der Uhr. Und jetzt haben die Heilbronner Falken Überzahl. Jetzt muss der Ausgleich fallen. Und wirklich.30 Sekunden vor dem Ende trifft Stefan Della Rovere zum 6:6. Damit haben die Falken den fehlenden Punkt geholt, um das Heimrecht fürs Viertelfinale zu sichern. Es geht in die Verlängerung. Mit Chancen auf beiden Seiten. Dann wieder eine umstrittene Entscheidung, Strafe gegen Heilbronn. Noch 1:23 steht auf der Uhr, ohne Gegentreffer, es geht ins Penalty-Schießen. Mit dem besseren Ende für die Gastgeber, Gervais und Damon treffen und sichern den Falken so den Extrapunkt. Im Playoff-Viertelfinale treffen die Falken am 13. März auf die Tölzer Löwen.

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