Wieder einen Rückstand aufgeholt

Nächster Erfolg gegen Top-Team: Falken punkten auch gegen die Wölfe

Heilbronner Falken Eishockey DEL2 EHC Freiburg Matt Neal
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Matt Neal spielt auch gegen Freiburg stark.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Auch gegen den Tabellendritten zeigen die Unterländer ein Spiel auf Augenhöhe und so kommt es zu einer gerechten Punkteteilung.

Der Sieg gegen den Tabellenführer liegt nur zwei Tage zurück, da steht für die Heilbronner Falken in der DEL2 mit dem EHC Freiburg der nächste, hochkarätige Gegner auf der Matte. Die Breisgauer stehen seit Beginn der Saison kontinuierlich auf einem Playoff-Platz und belegen derzeit Platz drei der Tabelle, mit lediglich einem Punkt weniger auf der Habenseite als die Bietigheim Steelers - bei allerdings auch einer weniger absolvierten Partie.

Der Erfolg des EHC Freiburg hat Begehrlichkeiten geweckt. So wurde am Wochenende bekannt, dass Erfolgstrainer Pete Russel von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht hat und kommende Saison beim DEL2-Konkurrenten Ravensburg Towerstars an der Bande stehen wird. Man darf gespannt sein, wie sich diese Nachricht heute auf sein Team auswirkt. Bill Stewart, Coach der Heilbronner Falken, vertraut demselben Team wie am Dienstag, im Tor steht demnach Arno Tiefensee. Apropos Torwart, da müssen die Gäste auf ihren überragenden Keeper und letztjährigen Torhüter der Saison, Ben Meisner, verzichten. Für ihn steht Enrico Salvarani zwischen den Pfosten.

Heilbronner Falken mit nur wenig gefährlichen Szenen

Den wollen die Freiburger primär schützen. Sie stehen tief gestaffelt, drängen die Heilbronner Falken immer wieder nach außen, lassen wirklich überhaupt keine gefährliche Situation zu. Gleiches gilt aber auch für die Unterländer, die hinten gar nichts anbrennen lassen. Irgendwie erinnert die Partie eher an Schach denn Eishockey. Es gibt viel Turnover und Fehlpässe. Bewegung kommt ins Spiel, als es die erste Strafzeit gibt. Gegen die Heilbronner Falken. Keine gute Idee gegen das zweitbeste Powerplay-Team der Liga. Die Breisgauer machen das gut - Tiefensee im Tor aber noch besser.

Die Falken mit Simon Thiel bekommen im ersten Drittel nur wenig Zugriff auf die Partie.

Als die Unterländer wieder komplett sind, fällt doch das 0:1. Chad Bassen trifft. Kurz danach erneut Strafzeit gegen die Hausherren. Zu allem Überfluss verletzt sich dabei auch noch Verteidiger Arkadiusz Dziambor. Erneut ein gutes Penalty-Killing der Falken. Danach die ersten Chancen für die Gastgeber. Dylan Wruck und Valenti scheitern. 30 Sekunden vor der Pause dann wieder eine Strafzeit. Erneut gegen Heilbronn. Und von der Marke „unnötig“. Das kann nicht immer gut gehen.

Heilbronner Falken kommen zurück

So ist es. Dieses Mal rächt sich die Undiszipliniertheit. Schuss, Rebound, Tor, 0:2! Eigentlich ganz einfach. In der Folgezeit die Gäste mit Kontertaktik. Hinten igeln sie sich ein und versuchen dann mit blitzschnellen Gegenstößen zum Erfolg zukommen. In der 29. Minute dann ein Spielzug der Heilbronner Falken aus dem Lehrbuch. Ein langer Diagonalpass, ein Querpass, Schuss, Tor. Corey Mapes erzielt auf Vorlage von Wruck den wichtigen Anschlusstreffer.

Stützen im zweiten Drittel: Keeper Arno Tiefensee und Torschütze Corey Mapes

Danach dann die erste Strafzeit gegen die Freiburger. Gutes Unterländer Powerplay, aber ohne zählbaren Erfolg. Die Heilbronner Falken sind jetzt aber richtig in der Partie, es geht immer häufiger in Richtung Gäste-Keeper. Die Gäste erlauben sich ein weiteres Foul. Wruck kommt bei angezeigter Strafe, marschiert übers ganze Feld und durch alle Freiburger, schießt, Keeper hält, den Rebound versenkt Stefan Della Rovere, es steht 2:2. Bis zur Drittelpause die Falken dann im Vorwärtsgang, allerdings muss Tiefensee auch zweimal mit Monster-Saves einen erneuten Rückstand verhindern.

Heilbronner Falken verlieren unglücklich im Penalty-Schießen

Im letzten Abschnitt schenken sich beide Teams nichts. Verbissen wird um jeden Puck, jeden Zentimeter Eis gekämpft. Und beide Mannschaften versuchen tunlichst, Strafzeiten zu vermeiden. Die Heilbronner Falken mit einem leichten optischen Übergewicht, sie sind häufiger im Angriffsdrittel, doch von Überlegenheit keine Spur. Es ist ein richtig packendes Spiel. So langsam läuft die Zeit herunter, gibt es hier etwas Verlängerung? Ja, es bleibt beim 2:2.

In der Verlängerung die Heilbronner Falken mit zwei super Chancen, doch sowohl Yannik Valenti als auch Della Rovere scheitern aus aussichtsreicher Position. Es scheint, dass die Hausherren die stärkeren Kraftreserven haben. Allerdings bringen die Gäste das Unentschieden über die Zeit, es gibt Penalty-Schießen. Mit dem glücklicheren Ende für die Freiburger Gäste.

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