Ein hartes Stück Arbeit

Neagtivserie gestoppt: Falken siegen mit Dunham-Hattrick gegen Bad Tölz

  • Marc Thorwartl
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Die Unterländer zeigen endlich wieder die Tugenden, die sie zu Saisonbeginn so ausgezeichnet haben und gewinnen gegen Bad Tölz mit 6:5.

Es ist ein richtungsweisendes Spiel, das heute Abend in der DEL2 zwischen den Heilbronner Falken und den Tölzer Löwen auf dem Plan steht. Die Falken benötigen nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge dringend ein Erfolgserlebnis, um nicht in der Tabelle weiter nach unten gereicht zu werden. Die Tölzer Löwen hingegen müssen gewinnen, um aus dem Keller herauszukommen.

Da bei den Adler Mannheim immer noch diverse Spieler wegen Corona auf Eis gelegt sind, stehen Jason Morgan, Trainer der Heilbronner Falken, die Förderlizenzspieler nicht zur Verfügung. Er kann immerhin sechs Verteidiger und zehn Stürmer aufbieten. Sein Gegenüber Kevin Gaudet muss mit fünf Defendern und zehn Angreifern auskommen. Aber das ist für Tölzer Verhältnisse geradezu üppig, hatten die Oberbayern doch über weite Strecken der bisherigen Saison die Partien mit lediglich elf oder zwölf Spielern austragen müssen, da so viele

Die Erlösung, nach zuvor 23 torlosen Powerplay-Situationen trifft Justin Kirsch (links) zum 1:0 in Überzahl.

Heilbronner Falken treffen in Überzahl

Vom ersten Bully weg wird schnell eines klar: Da stehen ganz andere Heilbronner Falken auf dem Eis. Alles, was sie machen, sieht nach Zug und System aus. Schnell rückt Löwen-Keeper Jimmy Hertel in den Mittelpunkt. Die Gäste mit einem Foul, Powerplay Heilbronner Falken. Da wird doch endlich mal wieder ein Tor fallen? Ja, nicht brillant herausgespielt, aber effizient. Querpass von Brock Maschmeyer, Direktabnahme Justin Kirsch, 1:0. Der Treffer lässt ganze Geröllberge von den Schultern der Spieler fallen, die Heilbronner Falken jetzt völlig befreit. Judd Blackwater tankt sich durch die Tölzer Abwehr wie das heiße Messer durch die Butter, 2:0!

Gleich bekommt Judd Blackwater die Scheibe und netzt zum 2:0 ein.

Doch dann kommt sie wieder, diese kleine Unaufmerksamkeit bei den Heilbronner Falken. Im direkten Gegenzug ein hüpfender Puck, ein misslungener Klärungsversuch, ein Schuss ins kurze Eck, nur noch 2:1. Jetzt ist die Dominanz der Unterländer nicht mehr da, die Gäste mit einigen guten Chancen, doch Arno Tiefensee ist im Heilbronner Tor auf dem Posten. Dann eine Riesenchance der Gäste, der Ex-Falke Ian Brady scheitert an einer Kombination aus Tiefensee und Pfosten, im direkten Gegenzug zündet Noah Dunham den Turbo und überwindet Hertel aus spitzestem Winkel zum 3:1. Dieses Tor bringt Sicherheit, mit etwas Glück hätte die Führung bis zur Pause auch höher ausfallen können.

Heilbronner Falken mit kontrollierter Offensive

Im zweiten Drittel nehmen sich die Heilbronner Falken etwas zurück. Es wird nicht mit letzter Konsequenz der Weg zum Tor gesucht, vielmehr geht es darum, die Tölzer Löwen vom eigenen Kasten fernzuhalten. Das klappt mitunter hervorragend, manches Mal aber wird es auch gefährlich. Tyler McNeely, Samir Kharboutli, Philipp Schlager, Brady oder Cam Spiro scheitern entweder knapp - oder an dem mittlerweile sehr gut stehenden Tiefensee. Dann die erste Unterzahl für die Heilbronner Falken.

Das Special Team lässt kaum etwas zu, bei einem Break hat Julian Lautenschlager gar die Chance zum 4:1, wartet aber einen Tick zu lange. Danach Powerplay für die Heilbronner Falken. Williams scheitert an Hertels Fanghand. Kaum wieder komplett müssen die Gäste eigentlich den Anschlusstreffer erzielen, doch McNeely scheitert alleinstehend aus der Nahdistanz an Tiefensee. In der letzten Spielminute schlenzt dann Kenney Morrison die Scheibe vors Tor, Dunham bekommt irgendwie noch die Kelle dran und fälscht den Puck unhaltbar zum 4:1 ab. Das müsste doch wohl für den Sieg jetzt reichen?

Noah Dunham macht es für die Heilbronner Falken klar

Eines ist klar, die Tölzer Löwen werden hier nochmals alles nach vorne werfen, um die Heilbronner Falken in Bedrängnis zu bringen. Das machen sie sehr gut, mit einem Doppelschlag in der 45. und 46. Minute stellen sie das Ergebnis auf 4:3. Jetzt ist es ein Spiel auf Messers Schneide. Dann die ganz große Chance zum Ausgleich, Tiefensee schon geschlagen, aber Schlager zielt am Tor vorbei, der Puck kommt zu Morrison, der sieht Dunham losflitzen, passt genau in den Lauf und der 18-jährige Youngster sorgt mit seinem dritten Treffer an diesem Abend für die Vorentscheidung, zumal Williams gleich danach auf 6:3 erhöht. Die Gäste kommen zwar noch auf 6:4 und elf Sekunden vor dem Ende gar auf 6:5 heran, das war es aber dann auch. Endlich ist er da, der so ersehnte Sieg.

Die Vorentscheidung, Noah Dunham trifft zum 5:3, sein drittes Tor an diesem Abend.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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