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Geht für Eisbären Heilbronn & Co. die Eishockey-Regionalliga überhaupt noch weiter?

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Von: Olaf Kubasik

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Die Eishockey-Regionalliga Südwest pausiert im November-Lockdown. Gibt es danach überhaupt noch Hoffnung für Eisbären Heilbronn & Co.?

Es ist ein dunkler November. Gemeingefährlicher Grund dafür: die Corona-Pandemie, die täglich traurige Neuinfektionsrekorde aufstellt. Um eine weitere Verbreitung des immer noch unbekannten Virus zu unterbinden und die Menschen zu schützen, haben die Regierungen in aller Welt zu drastischen Maßnahmen gegriffen. In Deutschland greift seit dem 2. November und bis Ende des Monats ein sogenannter „Lockdown light“. Mit immensen Auswirkungen auf alle Branchen, die während dieses Zeitraums ihren Betrieb einstellen müssen. Unter anderem der Amateursport. Und dazu zählt auch jegliches Eishockey unterhalb der Profi-Ligen. Doch die sind ohne genau DIESEN Unterbau ebenfalls bedroht!

VereinHEC Eisbären Heilbronn
LigaEishockey-Regionalliga Südwest
ZuständigkeitEissportverband Baden-Württemberg
Fachausschuss-VorsitzenderGuntram Lüdemann
Gegner der Eisbären HeilbronnBietigheim Steelers 1b, Zweibrücken Hornets, Baden Rhinos Hügelsheim, EV Ravensburg 1b, Stuttgart Rebels, Mad Dogs Mannheim, Eisbären Eppelheim, Pforzheim Bisons

Die Situation ist fatal. Einstmals gesunde und hervorragend wirtschaftende Eishockey-Vereine stehen vor dem Kollaps. Vor allem wenn sie Betreiber der Eisstadien sind. Wie der Heilbronner Eishockey Club (HEC). Kein Einnahmen mehr durch Publikumslauf, Eis-Disco, Gastronomie, Schlittschuhverleih und Eintrittsgelder für Spiele der Regionalliga-Mannschaft HEC Eisbären Heilbronn. Dafür weiterhin laufende Kosten. HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich und ein paar Festangestellte sind derzeit in Kurzarbeit, die anderen mussten mit Option auf Wiedereinstellung entlassen werden. Das Ende für den Verein naht, wenn Bund und Länder ab 1. Dezember keine Lockerungen vornehmen.

Eisbären Heilbronn & Co.: Regionalliga-Chef Lüdemann macht Vereinen Hoffnung

Beim Liga-Erzrivalen Baden Rhinos Hügelsheim sieht die Lage nicht besser aus. Der ESC, ebenfalls Betreiber seiner Baden-Airpark-Eisarena, musste bereits zu einer drastischen Maßnahme greifen, um Energiekosten einzusparen. Mittels einer pfiffigen Idee ihres Sportlichen Leiters Pascal Winkel versucht der Verein nun, geringe Einnahmen durch die treuen Fans zu generieren. Dennoch bleibt die größte Hoffnung die von der Regierung versprochene November-Hilfe, die Winkel gegenüber bnn.de zumindest als einen „Hoffnungsschimmer am Horizont“ bezeichnet. Aber was ist mit der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW)? Wird sie bei Lockerungen überhaupt fortgesetzt? Die Saison in der Bayernliga ist vom zuständigen Verband ja bereits abgebrochen worden...

Die Ist-Situation in der Eishockey-Regionalliga Südwest vor dem Corona-Lockdown ist geprägt von Spielabsagen. Die HEC Eisbären Heilbronn führen die „Tabelle ohne Aussagekraft“ zwar an - haben jedoch schon sechs Partien gespielt, die Stuttgart Rebels als Fünfter sogar schon sieben. Zum Vergleich: Der Hauptrundengewinner der vergangenen Saison, die Zweibrücken Hornets, kommen gerade einmal auf auf zwei Spiele. Eine Fortsetzung der eineinhalbfachen Runde ist reine Utopie. Das sieht auch Guntram Lüdemann, Fachausschuss-Vorsitzender des Eissport-Verbands Baden-Württemberg, so. Eine vorschnelle Lösung wie in der Bayernliga lehnt er allerdings ab, wie er gegenüber echo24.de mitteilt: „Wir haben momentan eine ‚Regionalliga light light‘, probieren aber noch eine ‚Regionalliga light‘ - wenn wir den Spielbetrieb starten dürfen.“

Wir haben momentan eine ‚Regionalliga light light‘, probieren aber noch eine ‚Regionalliga light‘ - wenn wir den Spielbetrieb starten dürfen.

Guntram Lüdemann, Fachausschuss-Vorsitzender des Eissportverbands Baden-Württemberg

Eisbären Heilbronn & Co.: Geht die Eishockey-Regionalliga noch weiter?

Guntram Lüdemann will abwarten, wie Bundesregierung und Länderchefs entscheiden. Sollte es ab 30. November Lockerungen geben, kann die „Regionalliga light“ unter den geltenden und für Lüdemann bislang „bestens umgesetzten“ Hygienekonzepten und Corona-Auflagen weitergehen. Wie? Ob es eine Einfach-Runde geben oder keine Playoffs geben wird - das lässt der RLSW-Boss offen: „Wir müssen zunächst schauen, welche Vereine noch dabei sind, spielen wollen.“ Vorschnelle Handlungen des Verbandes zum Unwohl der Klubs schließt er gegenüber echo24.de jedoch definitiv aus: „Wir werden unser Bestes geben, wenn es Lockerungen gibt - selbst wenn das erst im Januar der Fall sein sollte.“

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Treffen die Eisbären Heilbronn in dieser Saison noch einmal auf Ravensburg? © Olaf Kubasik

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