Seit 2. November im Lockdown

Eisbären Heilbronn: Darum ist die Eishockey-Saison noch nicht abgebrochen

Eisbären Heilbronn Eishockeyspieler Marco Haas
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Dass die HEC Eisbären Heilbronn in dieser Saison nochmal spielen, darf bezweifelt werden.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Obwohl seit 2. November kein Amateursport mehr ausgeübt werden darf, ist die Saison in der Eishockey-Regionalliga Südwest noch nicht abgesagt.

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, ruht seit 2. November der Amateursport. Zunächst im „Lockdown light“, seitdem im Knallhart-Lockdown. Und der gilt vorerst bis zum 10. Januar. Ganz besonders setzen die Maßnahmen zur Covid-19-Bekämpfung den Eishockeyvereinen in der höchsten Amateurklasse Baden-Württembergs zu. DENN: Manche Klubs der Eishockey-Regionalliga Südwest sind auch Betreiber ihrer jeweiligen Eisstadien. Das bedeutet: Keinerlei Einnahmen stehen weiterhin laufenden Kosten gegenüber. Wie bei den HEC Eisbären Heilbronn, die deshalb zu drastischen Maßnahmen gezwungen sind.

VereinHEC Eisbären Heilbronn
LigaEishockey-Regionalliga Südwest
ZuständigkeitEissportverband Baden-Württemberg
Fachausschuss-VorsitzenderGuntram Lüdemann
Gegner der Eisbären HeilbronnBietigheim Steelers 1b, Zweibrücken Hornets, Baden Rhinos Hügelsheim, EV Ravensburg 1b, Stuttgart Rebels, Mad Dogs Mannheim, Eisbären Eppelheim, Pforzheim Bisons

Dass die Eishockey-Regionalliga Südwest die angefangene Saison noch zu Ende spielt, sieht Michael Rumrich als „so gut wie ausgeschlossen“ an. Auch nicht in abgespeckter Version oder als Turnier. Der Geschäftsführer des Heilbronner Eishockey Clubs (HEC) gibt aufgrund der stetig steigenden Zahlen an Covid-19-Neuinfizierten auch Publikumslauf und Eislauf zu Musik in der laufenden Saison keine Chance mehr. Die einzige für ihn mögliche Option: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass im März vielleicht unser Nachwuchs wieder auf dem Eis trainieren kann.“

Eishockey-Regionalliga: Verband will abwarten und nicht vorschnell handeln

Für Guntram Lüdemann kommt ein Abbruch noch nicht infrage. Der Fachausschuss-Vorsitzende des Eissport-Verbands Baden-Württemberg hält immer noch an einer abgespeckten Fortsetzung der Eishockey-Regionalliga Südwest fest, falls es ab 10. Januar Lockerungen geben sollte. Er wolle keine vorschnellen Handlungen zum Unwohl der Klubs treffen, sagte Lüdemann bereits Mitte November gegenüber echo24.de. „Wir müssen abwarten, wie sich die Lage entwickelt und wer im Falle einer Lockerung dann überhaupt noch spielen möchte.“

Die Zweibrücken Hornets jedenfalls nicht mehr. Der Vorstand des Vereins hat dem Verband bereits seinen Ausstieg mitgeteilt, Auf der Homepage der Hornets heißt es dazu: „Auch wenn die Saison weitergeführt wird, kann keine Aussage getroffen werden, wie der weitere Verlauf seitens Zuschauerzahl, Spielmodus usw. aussehen wird. Unter diesen unklaren und nicht planbaren Bedingungen ist aus unserer Sicht, kein vernünftiger und regulärer Spielbetrieb mehr möglich.“ Die Pforzheim Bisons hingegen sind zwar obachlos, könnten sich jedoch den Spielbetrieb in einer Ausweichspielstätte vorstellen. Und die HEC Eisbären Heilbronn? Geschäftsführer Michael Rumrich erklärt: „Oberste Priorität genießt die Rettung unseres Vereins - alles andere ist Nebensache!“

„Oberste Priorität genießt die Rettung unseres Vereins - alles andere ist Nebensache!“

HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich

Eishockey in Heilbronn: Das ist das Spendenkonto, um den HEC zu retten

Kreissparkasse Heilbronn DE10 6205 0000 0000 0818 16
Verwendungszweck #RettetDenHEC.
Zudem gibt es die Möglichkeit für alle Anhänger des Eishockeysports in Heilbronn, die Spendenaktion über Paypal zu unterstützen.

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