Heilbronner Falken lassen sich von der Geisterkulisse nicht beeindrucken

Heilbronner Falken zeigen Nehmerqualitäten gegen die Ravensburg Towerstars

  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
    schließen

Die Unterländer lassen sich im Spiel gegen die Oberschwaben auch nicht von einem dreimaligen Rückstand aus dem Konzept bringen.

Kulisse? Fehlanzeige. Im Heilbronner Eisstadion findet wegen Corona-Vorgaben am Freitagabend im Get-Ready-Cup gegen die Ravensburg Towerstars ein Geisterspiel statt. Das hindert beide Teams aber nicht, erstklassiges, intensives Eishockey zu zeigen. In einer engen Partie gewinnen am Ende die Falken mit 4:3.

Heilbronner Falken verdauen zwei Nackenschläge

Die Partie startet für die Heilbronner Falken vielversprechend. Bryce Gervais und Dylan Wruck scheitern gleich in den ersten Minuten mit richtig guten Chancen. Dann bewahrheitet sich die alte Weisheit: Triffst du vorne nicht, kassierst du hinten Gegentore. Quasi mit dem ersten gelungen Gäste-Angriff steht es 0:1. durch Sören Sturm, keine Chance für Arno Tiefensee, der heute das Tor der Heilbronner Falken hütet. Kurz danach Überzahl der Gäste, schon steht es 0:2.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

💥IHR SEID DABEI Erzählt uns wie ihr das kommende Spiel gegen die Ravensburg Towerstars am Freitag, den 16. Oktober 2020 über SpradeTv verfolgen werdet, grüßt eure Lieblingsfalken oder feuert unsere Jungs an! ⬇️ Eine Auswahl an Kommentaren, die unter diesem Beitrag gepostet werden, werden wir während der SpradeTV-Übertragung einspielen lassen! Wir sind gespannt auf eure Kommentare und freuen uns das morgige Spiel mit euch gemeinsam, wenn auch virtuell, zu erleben! Bitte beachtet, dass wir nur die Nachrichten, die bis Morgen 14 Uhr unter diesen Beitrag kommentiert werden, berücksichtigen können. #leidenschaftverbindet #aufgehtsunterländer #heilbronnerfalken #heilbronn

Ein Beitrag geteilt von Heilbronner Falken GmbH&Co.KG (@heilbronnerfalkengmbh) am

Dann wird es richtig brenzlig. Gleich zwei Heilbronner Falken sitzen auf der Strafbank. 95 Sekunden doppelte Überzahl für die Oberschwaben. Doch jetzt steht die Abwehr der Hausherren, sie überstehen die Situation unbeschadet. Das war so etwas wie ein „Hallo Wach“, jetzt nehmen sie das Heft in die Hand. Powerplay, Schuss Yannik Valenti, Nachschuss Tim Miller, 1:2. Die Hausherren mit Oberwasser, doch selbst beste Chancen werden nicht verwertet. Bis zur letzten Minute. Kevin Maginot führt die Scheibe, kreuzt hinter dem Tor, spielt einen No-Look-Pass vor das Gehäuse und Louis Brune trifft zum 2:2.

Heilbronner Falken nehmen Zweikämpfe an

Im zweiten Drittel nimmt die Partie an Intensität zu. Beide Teams gehen auf Tuchfühlung, es gibt viele Checks und um jeden Puck und Zentimeter Eis wird verbissen gekämpft. Aber absolut fair, im gesamten Drittel gibt es lediglich eine Strafzeit - wegen Spielverzögerung. Die Gäste starten besser ins Drittel, immer wieder versuchen sie überfallartig zum Erfolg zu kommen. Dann sind es die Heilbronner Falken, die Druck aufbauen.

Mitten in diese Phase fällt das 2:3. Ein Abpraller, die Hausherren wissen für einen Moment nicht, wo die Scheibe ist, die Towerstars schalten einen Tick schneller, und der Puck ist im Tor. Allerdings währt die Führung nur kurz. Eine Doppelpass-Traumkombination mit Justin Kirsch vollendet Matt Neal zum 3:3 lediglich zwei Minuten nach der Gäste-Führung. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten bleibt es bis zum Pausenpfiff beim Unentschieden.

Heilbronner Falken gehen erstmals in Führung

Im letzten Abschnitt legen beide Teams nochmals einen Zahn zu. Die Anfangsphase gehört den Gästen, doch nach drei Minuten sind die Heilbronner Falken auf Augenhöhe. Und wie. Aus dem Gewühl lässt Gervais einen Schuss los, den nur das Aluminium im Gästetor stoppen kann. Doch gleich danach ist es so weit. Erneut ist es Matt Neal, der in der 46. Minute zur erstmaligen Heilbronner Führung trifft.

Moritz Wirth ist einen Schritt schneller als sein Gegenspieler.

Die Gäste antworten mit wütenden Angriffen, aber die Heilbronner Falken halten dagegen. Jetzt schenken sich beide Mannschaften wirklich gar nichts mehr. Die Oberschwaben mit einem optischen Übergewicht, die Hausherren immer wieder mit Konterchancen. Langsam läuft die Zeit herunter - und dann haben die Heilbronner Falken Überzahl. Aber die ist nicht von Erfolg gekrönt. Auch die Gäste können keinen weiteren Treffer erzielen, es bleibt beim knappen 4:3-Erfolg der Falken.

Rubriklistenbild: © Thorwartl

Das könnte Sie auch interessieren