Heilbronner Falken zeigen beim HC Thurgau phasenweise richtig gutes Eishockey

  • Marc Thorwartl
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Die Unterländer sind ein ebenbürtiger Gegner, ziehen dann aber durch späte Gegentore im letzten Drittel den Kürzeren.

  • Die Heilbronner Falken spielen beim Schweizer Zweitligisten HC Thurgau.
  • Im Tor steht an diesem Abend Matthais Nemec.
  • Falken-Stürmer Dylan Wruck erzielt die Führung.

Heilbronner Falken mit Gastspiel in der Schweiz beim HC Thurgau

Am Freitagabend treten die Heilbronner Falken zu einem Testspiel beim Schweizer Zweitligisten HC Thurgau an. Falken-Trainer Michel Zeiter vertraut bei dieser Partie im Tor der Unterländer auf Matthias Nemec, der bei der Partie in Arosa ja noch pausierte. Sein Back-up ist Youngster Arno Tiefensee. Aufseiten der Heilbronner fehlen Verteidiger Jan Pavlu und Stürmer Michael Knaub. Dafür ist Stürmer Bryce Gervais dabei.

Zeiter hatte bereits vor der Partie klargestellt, was er von seinem Team erwartet: „Einen engagierten Auftritt und am Ende einen Sieg.“ Vor dem Gegner hat er gehörigen Respekt: „Das ist eine eingespielte Mannschaft, die sich schon lange in der zweiten Liga aufhält und in der Endphase der Saisonvorbereitung befindet.“

Heilbronner Falken mit verhaltenem Beginn

Und der Trainer der Heilbronner Falken sollte Recht behalten. Die Hausherren sind aufmerksam, man merkt ihnen die Spielpraxis an, konzentriert fahren sie ihre Angriffe. Die Falken brauchen ein bisschen, um in die Partie zu finden, versuchen primär, einen frühen Gegentreffer zu verhindern, was ihnen sehr gut gelingt. Zudem halten sie kämpferisch dagegen. Und was durchkommt, wird sichere Beute von Nemec, der viel Ruhe und Sicherheit auf seine Vorderleute ausstrahlt.

Falken-Keeper Matthias Nemec auf dem Weg ins Tor bei der Partie gegen den HC Thurgau

Beide Teams neutralisieren sich weitgehend, echte Chancen sind Mangelware. Gefährlich wird es dann zwei Minuten vor der Drittelpause. Falken-Verteidiger Moritz Wirth erhält eine Strafe. Klar, dass die Eidgenossen vehement auf die Führung drängen, doch die Unterzahlformationen der Heilbronner Falken können diese prekäre Situation unbeschadet überstehen. Kurz vor Schluss dann ein Schuss von Corey Mapes - doch der Thurgauer Keeper erweist sich ebenfalls als Meister seines Fachs. So geht es torlos in die erste Pause.

Heilbronner Falken mit schnellem Führungstreffer

In der Pause scheint Falken-Trainer Zeiter die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit Beginn des zweiten Drittels schaltet sein Team jetzt in den Vorwärtsgang. Eine Kombination über Justin Kirsch und Ian Brady vollendet Dylan Wruck zur Falken-Führung. Gespielt ist gerade einmal eine Minute. Doch die Gastgeber haben die passende Antwort parat. Nur 60 Sekunden später erzielen sie den Ausgleich. Dann Powerplay für die Heilbronner Falken. Und was für eine Chance, doch weder Kirsch, noch Matt Neal oder Gervais können den Puck über die Linie befördern. Dann Alarmstufe Rot bei den Gästen. Tim Miller muss auf die Sünderbank. Doch erneut ist das Penaltykilling der Unterländer erste Sahne.

Dann eine böse Situation: Leidtragender ist Falken-Youngster Jan-Luca Schumacher, der hart in die Bande befördert wird. Brady schnappt sich den Täter und fordert ihn zum Tänzchen auf. Strafen: Heilbronn zwei Minuten, Thurgau 2 + 10 Minuten. Wichtigste Nachricht. Schumacher ist okay, kann weiterspielen. Jetzt geht es hin und her. Nemec entschärft einen Alleingang, auf der Gegenseite scheitert Gervais. Da ist Musik drin. Die Heilbronner Falken kommen jetzt richtig ins Rollen. Sie offenbaren teilweise schon blindes Spielverständnis, nur der Schweizer Goalie steht dem 1:2 mehrfach im Weg und rettet das Unentschieden in die Pause. Kurz vor Ende des zweiten Drittels wieder eine böse Aktion: Davis Koch wird von hinten gecheckt, Thurgau kassiert dafür erneut 2 + 10 Minuten. Zum Glück kann auch Koch weiterspielen.

Heilbronner Falken kassieren späte Gegentore

Im letzten Drittel lassen es beide Mannschaften etwas verhaltener angehen. Wie zu Beginn der Partie neutralisieren sie sich. Die spielerische Linie geht etwas verloren, doch physisch sind die Teams präsent. Nachdem Yannik Valenti im Powerplay noch am Goalie scheitert, macht er es in der 48. Minute besser und erzielt die erneute Gästeführung. Das wollen sich die Hausherren nicht bieten lassen, erhöhen die Schlagzahl. Mit Erfolg. Im Powerplay geht es Tic-Tac-Toe-Tor, noch sieben Minuten sind zu spielen. Und es kommt noch schlimmer. Drei Minuten vor dem Ende lässt der ansonsten tadellose Nemec einen Schuss von außen passieren. Die Heilbronner Falken riskieren nochmals alles, nehmen ihren Keeper vom Eis - aber ohne Erfolg.

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