Dritter Sieg in Folge

Heilbronner Falken schlagen auch die Eispiraten Crimmitschau

  • Marc Thorwartl
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Auch das zweite Sachsen-Spiel können die Heilbronner Falken für sich entscheiden. Allerdings ist es ein hartes Stück Arbeit, ehe der Sieg gegen Crimmitschau feststeht.

An die Eispiraten Crimmitschau haben die Heilbronner Falken gute Erinnerungen. Am 29. November gelang ihnen bei den Sachsen der erste Saison-Dreier. Mit 4:3 gewann das Team von Trainer Michel Zeiter damals die Partie, aufseiten der Fans hoffte man, dass damit der Knoten geplatzt war. Nein, denn gleich im Anschluss erfolgte die dreiwöchige Corona-Zwangspause.

Nachdem die Heilbronner Falken am vergangenen Sonntag gegen den EV Landshut auch endlich die ersten Heimpunkte geholt hatten, ließen sie am Freitag einen weiteren Sieg in Weißwasser folgen. Zwei Erfolge sind gut, ab drei kann man vielleicht sogar von einer kleinen Serie sprechen, deshalb wollen die Heilbronner Falken heute unbedingt nachlegen. Dabei kann Zeiter auf das gleiche Team wie in der Lausitz zurückgreifen. Das schlägt sich bravourös und gewinnt mit 5:2.

Heilbronner Falken mit dem Führungstreffer

Beide Teams starten mit kontrollierter Offensive, wobei sich vor allem die Gäste häufiger im Abwehrdrittel der Heilbronner Falken festbeißen. Mit ihrem technischen, schnellen Spiel setzen sie die Hausherren unter Druck, allerdings ohne echte Chancen herauszuarbeiten. Die beste haben die Falken - ein Schuss von Bryce Gervais landet am Pfosten. Die erste Strafe gibt es in der 7. Minute - gegen die Heilbronner Falken, aber das Penalty-Killing klappt. Dann kommt das Powerbreak.

Vom Bully nach Wiederanpfiff entwickelt sich das 1:0 für die Heilbronner Falken. Jan Pavlu spielt den langen Pass auf Justin Kirsch, der kommt von außen auf den Keeper, schießt flach auf den Schoner, der Goalie pariert zur Seite, doch dort steht Yannik Valenti und drückt den Puck über die Linie. Sein zweiter Treffer im zweiten Spiel seit seiner Rückkehr. Auch ein weiteres Unterzahlspiel überstehen die Unterländer unbeschadet und in der letzten Spielminute gibt es auch mal ein Foul gegen die Sachsen. Die Gastgeber starten somit in Überzahl ins zweite Dritte.

Heilbronner Falken bringen den Gegner zurück ins Spiel

Das Powerplay der Heilbronner Falken ist zu vernachlässigen. Sie kommen nicht in die Aufstellung. Danach herrscht auf dem Eis ein ein wenig Durcheinander, wenig Konstruktives von beiden Team. Bis zur 25. Minute. Da geht es aufseiten der Hausherren mal schnell nach vorne, die Scheibe kommt zu Marcus Götz, der zieht ab, 2:0. Kurz danach Powerplay für die Unterländer. Das ist richtig schlecht. So schlecht, dass Zeiter 10 Sekunden vor Ablauf des Überzahlspiels seine vierte Reihe aufs Eis beordert. Die gewinnt das Bully im eigenen Abwehrdrittel, ein Pass, Lukas Ribarik zündet den Turbo, 3:0. Ein Konter-Tor des Jungadlers im Powerplay, Chapeau!

Mathieu Lemay trifft aus spitzem Winkel zum 3:2.

Das muss doch Sicherheit geben, eigentlich kann hier nichts mehr anbrennen. Von wegen. Die Heilbronner Falken agieren aufreizend lässig, sind meist einen Schritt zu weit weg vom Gegner. Statt weiterhin direkt zu spielen, versuchen sie sich im Zaubern. Das geht nach hinten los. Ein Fehlpass im eigenen Abwehrdrittel, 3:1. Zwei Minuten später nur Alibi-Abwehrversuche, schon steht es nur noch 3:2. Dieses Verhalten seines Teams kann Coach Zeiter nicht gefallen, in der Pausenkabine dürfte es ziemlich unangenehm werden.

Heilbronner Falken machen den Sack zu

Man kann nur hoffen, dass das zweite Drittel bei der heutigen Partie das schlechte der Heilbronner Falken war. Wenn sie weiterhin so agieren, dann wird das hier noch in die Hose gehen. Das erste Ausrufezeichen setzt Pierre Preto, der nur knapp verzieht. Auf der anderen Seit rückt Matthias Nemec im Falken-Tor in den Fokus, als er gleich zweimal sicher zupackt. Ein viertes Tor wäre so immens wichtig. Kirsch scheitert aus guter Position. Und immer noch sind elf Minuten zu spielen.

Immerhin, die Heilbronner Falken sind jetzt im eigenen Abwehrbereich aufmerksamer, lassen nicht mehr so viel zu. Vorne gibt es vereinzelt Chancen, aber so richtig zwingend ist es nicht. Und dann kommt das, was nicht passieren darf. Sechs Minuten vor dem Ende kassieren die Falken eine Strafzeit. Zwei Minuten Dauerbeschuss, doch die Box hält - auch dank eines überragenden Nemec. Drei Minuten vor dem Ende ein schneller Konter der Falken, Dylan Wruck behält die Übersicht, 4:2, das MUSS es doch jetzt sein. Ist es auch, 30 Sekunden vor dem Ende macht Pierre Preto mit einem Empty-Net-Goal alles klar. 5:2, fünf Punkte am Wochenende, so kann es weitergehen.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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