Die Chancenverwertung

Falken müssen sich nach starkem Kampf den Löwen geschlagen geben

  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Mit der zweiten Niederlage an diesem Wochenende sind die Chancen der Unterländer auf die Playoffs erheblich gesunken.

Und weiter geht der Kampf der Heilbronner Falken in der DEL2 auf die Playoff-Plätze. Nach dem Rückschlag am Freitag beim ESV Kaufbeuren müssen die Unterländer heute unbedingt punkten. Allerdings wartet mit den Löwen Frankfurt eine schier unlösbare Aufgabe auf das Team von Trainer Bill Stewart. Die Hessen wollen nämlich in die DEL aufsteigen. Das Team dazu haben sie, allerdings lief es zu Beginn der Saison nicht wie gewünscht. Erst seit der Trennung von Coach Olli Salo kurz vor Weihnachten sind die Löwen in der Spur.

Allerdings haben die Hessen auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Aber es ist auch immer genügend Geld vorhanden, um das Team nochmals zu verstärken. So sicherten sich die Löwen kurz vor Transferschluss noch die Dienste von Weißwassers Top-Scorer Kale Kerbashian. Bei den Heilbronner Falken fehlen immer noch die verletzten Verteidiger Brock Maschmeyer, Jan Pavlu und Ian Brady, der mittlerweile mit leichtem Training wieder begonnen hat. Dafür ist Valentino Klos zurückgekehrt, für ihn fällt Lukas Ribarik aus dem Kader. Zudem hat Stewart umgestellt: Bryce Gervais und Stefan Della Rovere haben die Reihen getauscht.

Heilbronner Falken dominant, aber ohne Treffer

Die Heilbronner Falken starten mit ganz viel Tempo in die Partie. Schon in der ersten Minute haben Justin Kirsch, Matt Neal und auch Pierre Preto die Chance, das frühe 1:0 zu erzielen. Das hätte spätestens eine Minute später Stefan Della Rovere machen MÜSSEN, denn er wird von Dylan Wruck mutterseelenallein vor dem Tor angespielt, kann sich quasi die Ecke aussuchen - und schiebt die Scheibe vorbei. Die Gäste können nur selten ihr gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen, können durchschnaufen, als das Powerbreak die Partie unterbricht.

Stefan Della Rovere hatte das 1:0 auf dem Schläger.

Danach sind die Hessen etwas besser im Spiel, haben auch einmal Powerplay. Da sind die Heilbronner Falken sehr aufmerksam, in letzter Sekunde verhindert Keeper Florian Mnich einen Treffer. Die Unterländer weiterhin mit unglaublich viel Druck, die Hessen werden bereits in der eigenen Abwehrzone beim Spielaufbau unter Druck gesetzt. Löwen-Coach Franz-David Fritzmeier brüllt sein Team auf der Bank an: „Stop that fuc**** turnovers.“ Auf Deutsch: er bemängelt die vielen Puckverluste bereits in der eigenen Abwehrzone. Mit viel Glück für die Gäste geht es mit 0:0 in die Pause.

Heilbronner Falken machen es in Überzahl

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels dann das überfällige 1:0. Die Gäste kassieren eine Strafzeit. Nachdem die Powerplays zuvor doch ziemlich harmlos waren, übernimmt Wruck diesmal die Verantwortung. Keine Experimente, er trifft platziert ins lange Eck zum 1:0. Allerdings währt die Freude nicht lange. Im direkten Gegenzug bekommen die Heilbronner Falken keine Kontrolle über Gegner und Scheibe -und schon steht es 1:1. Dieser Treffer gibt den Hessen die zweite Luft, das Pressing der Unterländer kommt nicht wie im ersten Drittel zur Geltung. zudem ziehen sie Strafzeiten. Bei einer haben sie Glück, die Schuss von Kyle Wood landet am Pfosten.

Vor dem Heilbronner Tor wurde es manches Mal ziemlich eng.

Erst zur Mitte des Drittels sind die Heilbronner Falken wieder präsent. Ausgleichende Gerechtigkeit, Kevin Maginots Schuss landet ebenfalls am Pfosten (33.) und in der 37. Minute verhindert das Aluminium den Treffer durch Arkadiusz Dziambor. Dann ein unnötiges Foul der Gäste in der Angriffszone. Powerplay Falken. Maginot schießt, der Abpraller kommt zu Bryce Gervais, Tor, 2:1. Damit geht es auch in die Pause.

Heilbronner Falken bringen es nicht ins Ziel

Im letzten Drittel erwischen die Löwen Frankfurt den besseren Start. Yannik Valenti werden im Angriffsdrittel die Beine weggezogen, doch es gibt keinen Pfiff. Kyle Sonnenburg marschiert aus der eigenen Abwehr übers ganze Feld, wird nicht attackiert, und trifft ins lange Eck. Aber es kommt noch schlimmer. Bully vor dem Tor der Falken, Schuss - und die Scheibe geht Mnich durch die Schoner durch, 2:3. Zum Glück haben die Heilbronner Falken ihr Powerplay. Maginot nimmt genau Maß und erzielt in der 49. Minute das 3:3.

Allerdings wird der Druck der Hessen jetzt immer stärker. Die Heilbronner Falken stehen nicht mehr so geordnet wie in den ersten beiden Dritteln. Die Gäste hingegen lassen die Scheibe laufen, erarbeiten sich viele Schuss-Chancen. Eine davon nutzen sie in der 54. Minute zum 3:4. Damit geben sich die Löwen nicht zufrieden, sie üben weiterhin viel Druck aus, wollen hier nichts mehr anbrennen lassen und bringen den knappen Vorsprung ins Ziel. Die Playoffs sind für die Falken in weite Ferne gerückt.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl

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