Ganz wichtige Punkte

Falken machen das halbe Dutzend gegen Bad Nauheim voll

Heilbronner Falken EC Bad Nauheim Eishockey DEL2 Philipp Preto
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Philipp Preto kann wieder für die Falken spielen.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Mit dem sechsten Sieg in Serie sind die Falken wieder ganz dick dabei im Kampf um die Playoff-Plätze und stehen jetzt auf dem achten Platz.

Es ist heute das Spiel der Spiele für die Heilbronner Falken. In der DEL2 treffen sie auf den EC Bad Nauheim. Der Verein, der direkt hinter den Unterländern in der Tabelle platziert ist und genauso wie die Falken noch auf das Erreichen der Playoffs hofft. Die Gastgeber wollen ihre Serie von fünf Siegen in Folge nur zu gerne ausbauen, während die Gäste nach zuletzt zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden wollen. Personell kann Bill Stewart, Trainer der Heilbronner Falken, zwei Rückkehrer im Team begrüßen. In der Verteidigung Philipp Preto, im Sturm Michael Knaub. Dafür fehlt in der Offensive Lukas Ribarik - er pausiert heute als überzähliger Akteur. Somit treten die Hausherren mit vollem Line-up an.

Ganz andere Voraussetzungen beim EC Bad Nauheim. Trainer Harry Lange, der vergangene Woche seinen Vertrag für die kommende Saison verlängert hatte, spielt zwar mit sechs Verteidigern, allerdings nur, weil der ehemalige Heilbronner Falke und Stürmer Noureddine Bettahar auf ungewohnter Position aufläuft. Aufpassen müssen die Heilbronner Falken vor allem auf den Denker und Lenker im Angriffsspiel der Hessen: Cason Hohmann, aktuell der zweitbeste Scorer der Liga.

Heilbronner Falken entscheiden die Partie wieder im Powerplay

Die Gäste starten besser in die Partie, auch weil sie bereits nach 45 Sekunden Überzahl bekommen. Doch wie in den vergangenen Spielen sind die Heilbronner Falken sehr aufmerksam, lassen kaum etwas zu, und hinten ist Florian Mnich eine Bank, wenn es eng wird. Ab der dritten Minuten spielen die Gastgeber dann mit, richtig in Szene setzen können sie sich aber noch nicht. Erst als sie selbst das erste Powerplay bekommen. Die Reihe, die am Sonntag dreimal traf, kommt aufs Eis. Und es dauert genau 22 Sekunden, da liegt die Scheibe im Tor. Matt Neal macht das 1:0 im Nachstochern, das die Schiedsrichter nach Videobeweis auch geben. Glück für die Gäste dann in der 13. Minute, als ein abgefälschter Schuss von Kevin Maginot durch den Pfosten gestoppt wird. Aufseiten der Hessen dann eine richtig dicke Chance in der 17. Minute, die Mnich aber hervorragend pariert. Christoph Körner kommentiert das mit einem lauten „Fuck!“, als er zur Bank fährt. Pause.

Matt Neal trifft zum 1:0.

Im zweiten Abschnitt starten beide Teams noch engagierter in die Partie. Bad Nauheim drängt auf den Ausgleich, die Heilbronner Falken versuchen, aus einer massiven Deckung heraus mit schnellem Kombinationsspiel nach vorne zu kommen. Dann muss ein Nauheimer auf die Strafbank. Da war doch was? Die Unterländer zeigen, warum sie in der Powerplay-Statistik ziemlich weit oben rangieren. Lange Zeit wird die Scheibe nur gespielt, um sie dann eiskalt im Nachstochern zu verwerten, 2:0 durch Stefan Della Rovere. Die Gäste nur kurzzeitig geschockt, dann bauen sie Druck auf. Die Falken können eine Scheibe nicht klären, Daniel Ketters Schuss von der blauen Linie findet den Weg ins Tor, nur noch 2:1. Dann die Unterländer erneut mit Powerplay, sie werden doch nicht schon wieder? Nein, dieses Mal nicht. In der 36. Minute kommt dann der ganz große Auftritt von Dylan Wruck. Er tanzt die gesamte Hessen-Defensive aus, um dann locker zum 3:1 zu vollenden. Definitiv ein Kandidat fürs Tor des Monats. Danach haben die Heilbronner die Entscheidung zweimal auf dem Schläger, doch Della Rovere und auch Josh Nicholls scheitern bei ihren Alleingängen. Pause.

Die ersten Aktionen im zweiten Drittel gehen von den Hessen aus. Nach 29 Sekunden jubeln sie schon, doch Mnich fischt den Puck irgendwie noch von der Linie. Auf der Gegenseite haben die Falken eine Dreifach-Chance durch Justin Kirsch, der erst an einem Feldspieler im Tor scheitert, dann am Pfosten und letztendlich an Felix Bick im Nauheimer Gehäuse. Langsam läuft den Gästen die Zeit davon. Sie versuchen wirklich alles, aber die Unterländer zermürben sie vielfach im Aufbauspiel durch aggressives Forechecking, machen dann auch noch die neutrale Zone eng und hinten sind sie kompromisslos. Die Gäste nehmen den Keeper vom Eis - ohne Erfolg, das Spiel endet 3:1. Mit dem sechsten Erfolg in Serie haben die Heilbronner Falken erstmals den achten Platz erreicht - der letzte, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt.

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