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Paukenschlag: Heilbronner Falken trennen sich von Co-Trainer Christoph Schubert

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Von: Marc Thorwartl

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Falken-Co-Trainer Christoph Schubert mit Julian Lautenschlager
Christoph Schubert (links) ist nicht mehr Co-Trainer der Heilbronner Falken. © Marc Thorwartl

Am Ende waren es dann einfach zu viele Gegentore und Niederlagen, die den Defensiv-Koordinator scheitern lassen. Die Verantwortlichen wollen damit einen neuen Impuls zu setzen.

Nur zwei Tage nach dem 4:3-Erfolg der Heilbronner Falken in der DEL2 bei den Eispiraten Crimmitschau, gibt es eine gravierende Veränderunge auf dem Personalsektor. Wie die Falken-Geschäftsführung heute bekanntgibt, ist Christoph Schubert ab sofort nicht mehr Co-Trainer der Käthchenstädter.

VereinHeilbronner Falken
LigaDEL2
Trainings- und SpielstätteEisstadion Heilbronn
TrainerJason Morgan

In Fankreisen rumorte es bereits seit Längerem. Gerade nach den zuletzt gezeigten, erschreckend schwachen Ergebnissen der Heilbronner Falken in der Liga, die in der 1:5-Niederlage am Freitag gegen den Aufsteiger Eisbären Regensburg gipfelten, machten die Anhänger ihrem Unmut Luft und postulierten lautstark und minutenlang: „Morgan raus!“ Jetzt haben die Gesellschafter und Geschäftsführer Marco Merz eine Entscheidung getroffen. Sie halten an Trainer Jason Morgan fest, trennen sich aber von seinem Assistenten Christoph „Schubi“ Schubert.

Heilbronner Falken mit höchstem Gegentorschnitt der DEL2

Eine Entscheidung, die - rein rechnerisch betrachtet - nachvollziehbar ist. Die beiden Trainer teilten sich die Übungsaufgaben bei den Heilbronner Falken. Morgan war für die Offensive, Schubert, als langjähriger NHL-Verteidiger – in seiner Vita stehen 315 Spiele in der Nordamerikanischen Profiliga – für die Defensive zuständig. Und gerade da hapert es bei dem Team. Die Falken sind die Schießbude der Liga, haben mit 73 Treffern in 17 Partien die meisten Gegentore aller Klubs gefangen.

Dabei hätte diese Bilanz noch verheerender ausfallen können, wenn die Falken-Torhüter Ilya Andryukhov und Florian Mnich nicht so exzellent gehalten hätten. Die Abwehr der Unterländer ist leicht ausrechenbar und für gegnerische Teams einfach zu knacken. Da werden Gegentore durch Fehlpässe in der eigenen Defensivzone förmlich heraufbeschworen, das Umschaltspiel, um die schnellen Außenstürmer einzusetzen, klappt kaum, die Falken kassieren die meisten Strafminuten der Liga, haben eine unsägliche Unterzahl-Quote und Kenney Morrison ist der einzige Verteidiger, der auch Offensivqualitäten entwickelt.

Heilbronner Falken wollen einen neuen Impuls setzen

Da der Negativtrend nicht gestoppt wurde, handelten die Verantwortlichen jetzt. Sie setzen damit einen neuen Impuls, zudem senden sie ein klares Signal aus: Auch große Namen sind nicht tabu! „Diese Veränderung ist nötig, um nach den negativen Ergebnissen und den vielen Gegentoren in den vergangenen Wochen eine Trendwende herbeizuführen“, erklärt Merz. „Ich danke den Fans und Sponsoren, die uns – trotz der enttäuschenden Ergebnisse – weiterhin und lautstark unterstützt haben und werden alles daran setzen, schnell wieder leidenschaftliches sowie erfolgreiches Eishockey zu bieten.“

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