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Zu fehlerhaft nach früher Führung: SV Werder Bremen kassiert zum Ende der Hinrunde eine Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin

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Von: Malte Bürger, Fabian Pieper, Daniel Cottäus

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Amos Pieper misslingt der Rückpass auf Jiri Pavlenka - Janik Haberer sagt Danke: Werder Bremen verliert das Spiel gegen Union Berlin.
Amos Pieper misslingt der Rückpass auf Jiri Pavlenka - Janik Haberer sagt Danke: Werder Bremen verliert das Spiel gegen Union Berlin. © IMAGO/Matthias Koch

Der SV Werder Bremen hat am 17. Spieltag das letzte Bundesliga-Spiel der Hinrunde gegen Union Berlin mit 1:2 (1:1) verloren. Der Spielbericht der DeichStube.

Bremen – Sie hatten sich eine Reaktion auf die deftige 1:7-Pleite in Köln vorgenommen, ja regelrecht verordnet – und in der Tat traten die Profis des SV Werder Bremen im Heimspiel gegen Union Berlin deutlich verbessert auf. Für Zählbares reichte es am Mittwochabend dennoch nicht. Weil sich die Mannschaft von Cheftrainer Ole Werner erneut zu viele Fehler erlaubte, verlor sie am letzten Spieltag der Hinrunde mit 1:2 (1:1) gegen die Köpenicker. Nach der vierten Pleite in Folge beendete Werder die erste Saisonhälfte mit 21 Punkten auf Tabellenplatz elf.

Im Vergleich zum 1:7-Debakel beim 1. FC Köln hatte Werner zwei personelle Veränderungen in der Startformation vorgenommen und damit seine komplette defensive Zentrale ausgetauscht. Innenverteidiger Milos Veljkovic und Sechser Christian Groß blieben auf der Bank, dafür rückten Amos Pieper und Niklas Schmidt neu ins Team, was weitere Umstellungen nach sich zog. Weil Schmidt als Achter agierte, rückte Ilia Gruev zurück auf die Sechs. Pieper wiederum gab den rechten Innenverteidiger in der Dreierkette, während Niklas Stark den Veljkovic-Job in der Zentrale übernahm. Es waren Wechsel, die sich nur als direkte Reaktion auf den furchtbaren Bremer Auftritt von Köln lesen ließen – Werner wollte nach dem Debakel ein Zeichen setzen, seine Mannschaft wachrütteln. Passend dazu forderte auch Clemens Fritz als Werder Bremens Leiter Profifußball vor dem Anstoß: „Wir wollen heute ein anderes Gesicht unserer Mannschaft sehen.“ Es war ein Wunsch, der vor der Pause durchaus erfüllt wurde, wenn auch mit Abstrichen. Denn grobe Fehler leistete sich Werder auch gegen Union Berlin.

Werder Bremen gegen Union Berlin: Amos Pieper trifft vorne zur Führung - und patzt hinten

Gerade einmal sechs Minuten waren im ausverkauften Wohninvest Weserstadion vorbei, als Torhüter Jiri Pavlenka den Gästen aus Köpenick um ein Haar die frühe Führung geschenkt hätte. Nach einem Rückpass von Kapitän Marco Friedl setzte der Tscheche ohne Not zum Dribbling gegen Kevin Behrens an und hatte großes Glück, dass der gebürtige Bremer, der früher in der Werder-Jugend aktiv war, den Ball knapp neben das Tor grätschte (6.). „Das war ein Stück weit unnötig“, kritisierte Werder Bremens Sportchef Frank Baumann in der Halbzeitpause. Denn es war eine Szene, die Böses erahnen ließ, zumal die Berliner zu Beginn tonangebend auftraten. Und trotzdem: Der erste Treffer des Abends fiel auf der Gegenseite.

Nach einer punktgenauen Freistoß-Hereingabe von Marvin Ducksch war Amos Pieper schneller als Robin Knoche und köpfte den Ball durch die Beine von Union Berlins Keeper Frederik Rönnow zum 1:0 ins Tor (13.). Da war sie, die frühe Reaktion auf Köln, doch viel Sicherheit gab Werder dieser Moment nicht, denn nur kurz darauf stand Pieper erneut im Mittelpunkt, dieses Mal allerdings unfreiwillig und weniger ruhmreich. In der 18. Minute war es ein misslungener Rückpass des 25-Jährigen, der das 1:1 durch Janik Haberer auf den Weg brachte. Zunächst hatte Behrens den Ball erlaufen, war an Pavlenka gescheitert, nach dessen Rettungstat Haberer den Abpraller nur noch einschieben musste. Kurios: Der zweite Treffer des Abends bekam den Hausherren deutlich besser als der erste, denn plötzlich tauchte Werder Bremen vermehrt in der Offensive auf, kombinierte gefällig und setzte Union unter Druck. Nach schönem Steckpass von Niclas Füllkrug war es Pech für die Bremer, dass der leicht abgefälschte Abschluss von Leonardo Bittencourt gegen den Pfosten trudelte (21.).

Schon gelesen:Für einen Aufsteiger eine vernünftige Hinrunde gespielt“ - Die Werder-stimmen zur Niederlage gegen Union!

Werder Bremen gegen Union Berlin: VAR hilft Werder vor der Pause - Kevin Behrens trifft nach Wiederanpfiff

Danach verlor die Partie etwas an Tempo, beide Teams waren darum bemüht, Ordnung in die Defensive zu bekommen, was durchaus gelang. Und dennoch brannte es kurz vor der Pause plötzlich wieder lichterloh in Werder Bremens Abwehr. Mit einem verunglückten Befreiungsschlag schoss Pavlenka Behrens an, woraufhin Sheraldo Becker an den Ball kam und ihn nach wenigen Kontakten in den Winkel setzte – 2:1 für ihn Union Berlin, dachten zumindest alle. Weil Behrens den Ball aber mit der Hand berührt hatte, nahm Schiedsrichter Bastian Dankert den Treffer nach Ansicht der Videobilder zurück (42.). „Ich glaube, dass wir einen deutlich verbesserten Auftritt als gegen Köln sehen“, sagte Baumann kurz vor dem Start der zweiten Hälfte, die für seine Mannschaft dann jedoch denkbar schlecht beginnen sollte.

Nach einem Eckball von Winter-Neuzugang Josip Juranovic setzte sich Kevin Behrens im Luftduell gegen Gruev durch und traf per Kopf zum 2:1 für die Gäste (46.). Positiv: Werder Bremen ließ sich – anders als noch in Köln – zu keinem Zeitpunkt hängen, suchte stattdessen immer wieder nach Lösungen. So wie in der 53. Minute als Füllkrug bei einem Abschluss aus der Drehung nicht genügend Druck hinter den Ball bekam. Auf der anderen Seite bot sich Behrens kurz darauf die Chance aufs 3:1 – Mitchell Weiser stoppte den Ball kurz vor der Linie (65.).

Werder Bremen kassiert gegen Union Berlin die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge

Die Gäste von Union Berlin verwalteten ihre knappe Führung in der Schlussphase abgeklärt und profitierten davon, dass Werder Bremen im Spiel nach vorne nicht mehr allzu viele Ideen hatte. Zwingende Chancen auf den Ausgleich gab es für die Bremer deshalb nicht mehr, sodass am Ende die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge zu Buche stand.

Bereits am Samstag startet das Team von Chefcoach Ole Werner nun in die Rückrunde. Ab 15.30 Uhr ist dann der enorm formstarke VfL Wolfsburg in Bremen zu Gast, der die letzten sechs Ligapartien allesamt gewonnen und dabei ein Torverhältnis von 22:1 erzielt hat. (dco/mbü) So seht ihr die Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg live im TV und im Livestream

Werder Bremen gegen Union Berlin: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach

Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Union Berlin: Alle Tore, News und Infos - alles live im Liveticker der DeichStube. Der Endstand ist 2:1 für Union Berlin.

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22.31 Uhr: Samstag (15.30 Uhr) gegen die Mannschaft der Stunde aus Wolfsburg gibt es die nächste Chance zur Wiedergutmachung. Wir sind dann natürlich wieder am Start. Bis dahin: Kommt gut durch die Woche!

22.30 Uhr: Und diese Niederlage ist verdient. In der ersten Halbzeit waren es die eigenen Fehler, die Werder das Leben schwer gemacht haben, in der zweiten Halbzeit ein denkbar schlechter Start mit dem Gegentor nach wenigen Sekunden durch Behrens (46.), danach entfaltete die Mannschaft einfach kaum noch Gefahr. Sie wirkte ratlos. Jetzt ist Werder in der Krise angekommen.

22.28 Uhr: Und dann ist das Spiel aus! Werder verliert zum vierten Mal in Folge, Union jubelt.

90.+4: Ein Abschluss von Füllkrug aus 18 Metern geht recht deutlich links am Tor vorbei.

90.+3: Weiser foult Roussilon. Werder hat nun nicht mal mehr Ballkontakte.

90.+2: Und jetzt auch noch eine Ecke für Union. Die Gäste lassen sich aufreizend viel Zeit.

90.+2: Union hat nun den Ball an Werders Eckfahne und holt Sekunde um Sekunde raus.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Die Nachspielzeit läuft – vierte Niederlage in Folge droht

90. Min: Es gibt fünf Minuten Nachschlag!

90. Min: Werder hält den Ball viel, aber findet einfach keine Lücken.

89. Min: Jetzt kommen die langen Bälle bei Werder ins Spiel.

88. Min: Gruev wird für Dinkci ausgewechselt. Währenddessen liegt Gießelmann verletzt auf dem Boden. Auch er muss raus, dafür kommt Roussilon.

87. Min: Die bekommt Werder geklärt, Pavlenka fängt den zweiten Ball ab – und zieht sich dann den Unmut der Fans zu, weil er das Spielgerät nicht schnell genug nach vorne bringt.

86. Min: Nächste Ecke für Union.

84. Min: Doppelwechsel bei den Hauptstädtern: Becker und Haberer haben Feierabend, Leweling und Schäfer wirken von nun an mit.

83. Min: Es bleibt dabei: Würde hier noch ein Tor für die Bremer fallen, es wäre der berühmte Treffer aus dem völligen Nichts.

82. Min: Jetzt gerade setzt Union sich in der Werder-Hälfte fest, holt mehrere Einwürfe in Folge raus.

80. Min: Freistoß von Bittencourt, den zieht er direkt drauf, Rönnow klärt zur Ecke, die nichts einbringt.

77. Min: Dreifacher Wechsel bei Bremen: Pieper, Schmidt und Ducksch haben fertig, Stage, Burke und Veljkovic sollen das Ergebnis noch irgendwie korrigieren.

76. Min: Eine gute Viertelstunde bleibt Werder hier noch, aber es fehlt gerade die Druckphase, die die Hoffnung nähren würde.

74. Min: Und Seguin fügt sich direkt mit einem Abschluss ein, den Becker wieder über links eingeleitet hat.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Werder läuft gegen Union Berlin die Zeit davon

73. Min: Freiburg wechselt doppelt: Behrens und Haraguchi machen Platz, nun Jordan und Seguin im Spiel.

72. Min: Jetzt legt Füllkrug mal mit dem Kopf auf für Bittencourt, der mit Tempo in den Strafraum von Union zieht, dann aber den Ball zu weit vorlegt und ihn nicht mehr drücken kann.

71. Min: Werner Wechselt: Buchanan kommt, Jung verlässt den Platz.

69. Min: Da fehlt im Moment das Tempo im Spiel. Freiburg zieht sich zurück, steht aber sehr gut. Werder fällt wenig Überraschendes, wenig Konstruktives, wenig Zielgerichtetes ein bislang.

65. Min: Fast das 1:3! Becker verschafft sich links rustikal Platz gegen Bittencourt und zieht links auf und davon. Er hebt den Kopf und flankt auf Behrens, der zwar am Ball vorbeispringt, aber die Kugel springt Weiser an den Körper und kullert in Richtung leeres Tor. Weiser ist aber wach und fängt den Ball noch ab.

64. Min: Sorry von dieser Stelle aus dafür, dass hier schon mehrmals die Berliner in den Süden der Republik verfrachtet und als Freiburger bezeichnet wurden. Passiert.

62. Min: Eckball Berlin, aber Stürmerfoul gepfiffen.

61. Min: Nächster Abschluss Union nach einem schnellen Konter, aber deutlich übers Tor.

58. Min: Gute Chance für Union! Becker wird links steil geschickt. Der Angreifer spielt seine Schnelligkeitsvorteile gegenüber Pieper voll aus, zieht im Laufduell in den Strafraum und drückt links ab. Der Winkel ist aber sehr spitz und Pavlenka macht das Tor gut zu, er blockt den Schuss mit dem Körper.

56. Min: Tückisches Ding von Juranovic, aber Pavlenka faustet den Ball aus dem Fünfer.

55. Min: Die nächste Ecke für Union, die heute ihre Gefährlichkeit darin bereits unter Beweis gestellt haben.

53. Min: Werder setzt sich gerade in Union Hälfte fest, versucht es mit hohen Bällen aus dem Halbfeld, kommt aber nicht durch. Dann ist es eine Rechtsflanke von Bittencourt, die Füllkrug in Position bringt, der das lange Bein ausfährt und den Ball volley aufs Tor bringt. Für Rönnow ist das aber keine Schwierigkeit.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Kalte Dusche für Werder nach Wiederanpfiff

50. Min: Wir sind gespannt, wie die Elf von Ole Werner jetzt auf diese neue Situation reagiert.

47. Min: Ausgangspunkt ist ein Eckball von Juranovic von der linken Seite. Der Ball landet zwischen Fünfer und Elfmeterpunkt auf dem Kopf von Behrens, der Gruev entwischt war und per Aufsetzer links ins Tor trifft. Jetzt steht Werder wieder unter unangenehmen Druck.

46. Min: Und schon liegt Werder zurück. Das ging flott. Behrens trifft, 2:1 für Union.

46. Min: Das Spiel geht weiter.

21.36 Uhr: Die Teams kehren zurück.

21.32 Uhr: Bremens Geschäftsführer Frank Baumann zieht am Sky-Mikrofon ebenfalls ein Fazit: „Ein sehr intensives Spiel“, sagt er, er sieht einen „deutlich verbesserten Auftritt“. Aber: „Was wir zu häufig gemacht haben, waren leichte Fehler im Spielaufbau.“ Natürlich habe man nach einer 1:7-Niederlage nicht zur Tagesordnung übergehen können, die Mannschaft allerdings zeige heute eine gute Reaktion auf die Köln-Klatsche. Ja, sie wird auch nach dem Spiel sicherlich noch weiterhin Erwähnung finden, da müssen wir wohl durch.

21.28 Uhr: Wir ziehen ein Zwischenfazit: Werder ist um Kontrolle bemüht, macht sich aber durch individuelle und vollkommen vermeidbare Fehler selber das Leben schwer. Schon nach wenigen Minuten hätte Pavlenkas Dribbling gegen Behrens ein Gegentor zur Folge haben können. Stattdessen trifft der neu in die Startelf gerückte Amos Pieper nach einem Ducksch-Freistoß per Kopf zur Führung (13.). Danach schenkt er mit einem Rückpass den Unionern postwendend den Ausgleich. Dann passiert lange nichts, ehe Pavlenka erneut patzt, aber Behrens Handspiel rettet Werder (42.). Und beinahe wäre der Wahnsinn perfekt gewesen, hätte in der 21. Minute Bittencourt nicht nur den Pfosten getroffen.

21.20 Uhr: Pause. Durchatmen. Ein ereignisreiches Spiel bis hierher.

45.+4: Die folgende Ecke wird gefährlich, weil Bittencourt aus der zweiten Reihe schießt. Der Ball senkt sich tückisch, schlägt aber hinter der Latte nur auf dem Tornetz ein.

45.+3: Schmidt fast mit dem 2:1! Füllkrug macht einen hohen Ball fest und sieht den freien Schmidt, dessen Schuss abgeblockt wird, der hätte gepasst!

45.+1: Jetzt wird Rönnow im Strafraum behandelt.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Pavlenka patzt – aber der VAR rettet Werder

44. Min: Jetzt noch mal die Situation: Pavlenka hält den Ball, will ihn dann wegschlagen, macht das aber einen Tick zu spät. Er trifft Behrens, der Ball springt zu Becker, der aus 18 Metern trocken abzieht und den Ball rechts im Winkel versteckt. Aber Behrens hat den Arm weit draußen, der Ball springt ihm an die Hand und von dort zu Becker. Korrekte Entscheidung.

44. Min: Das Weserstadion jubelt, denn Dankert sieht so wie wir! Kein Tor, weiterhin 1:1!

43. Min: Dankert schaut es sich auf dem Bildschirm selber an.

43. Min: Das Tor darf nicht zählen, Behrens ist mit der Hand dran ...

42. Min: Jetzt patzt Pavlenka, Becker trifft zum 1:2 aus Werder-Sicht.

40. Min: Friedl spielt einen vogelwilden Pass in die Mitte und genau in Beckers Füße, aber dem springt der Ball zum Glück für Werder deutlich von den Schuhen und ins Seitenaus.

37. Min: Friedl erkämpft sich einen Ball stark und behauptet sich im Zweikampf gegen Khedira. Sein Rückpass missrät komplett und geht ins Toraus, aber Dankert pfeift den Einsatz von Khedira als Foul zurecht zurück.

35. Min: Eine Flanke von rechts hat Pavlenka, lässt den Ball nach einem Gegnerkontakt dann aber fallen. Er holt sich die Kugel zurück, wahrscheinlich wäre das aber auch ein Foul gewesen, hätte Berlin darauf Profit geschlagen.

35. Min: Das Spiel hat nun ein wenig an Tempo verloren. Das war nach der ereignisreichen Anfangsphase aber auch verständlich.

32. Min: Becker versucht es für Union mit einem Abschluss aus gut und gerne 22 Metern halbrechts und in Bedrängnis. Trotzdem bekommt der Stürmer dort ordentlich Druck hinter den Ball, aber für Pavlenka ist das trotzdem keine wirkliche Prüfung.

30. Min: Gefährliche Linksflanke in den Werder-Strafraum, aber die Abwehr ist zur Stelle.

27. Min: Weiser arbeitet gut mit nach hinten, fängt einen Berliner Steilpass mit einem ansehnlichen Sprint in Bedrängnis vor dem eigenen Sechzehner ab.

25. Min: Hier ist was los! Werder kommt über Füllkrugs Einsatz zweimal am Sechzehner in gute Abschlussposition, aber Unions Abwehr blockt die Schüsse ab. Der Nationalspieler macht schon jetzt wieder ein sehr auffälliges Spiel im Werder-Sturm.

21. Min: Pfosten! Jetzt hat Werder auch noch Pech! Füllkrug wird im Strafraum angespielt und stochert den Ball irgendwie zu Bittencourt, der den Ball an Rönnow vorbeilegt, aber der Ball trudelt aufreizend langsam an den Pfosten, Union kann klären.

20. Min: Das musste natürlich überhaupt nicht sein. Werder ist jetzt merklich verunsichert. Erst hat Pieper Glück bei einem unnötigen Dribbling in der eigene Hälfte, der Ball kommt irgendwie zu Füllkrug. Der spielt dann aber eine Spielverlagerung in den Rücken von Jung ins Seitenaus.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Amos Pieper trifft zur Führung – und schenkt Union den Ausgleich

19. Min: Vorne trifft er, hinten spielt Amos Pieper ohne Not einen viel zu kurzen Rückpass. Becker scheitert an Pavlenka, der Abpraller landet dann aber vor den Füßen von Haberer, der aus 16 Metern ins leere Tor einschiebt.

18. Min: Was für ein Patzer! Pieper legt Union das 1:1, Haberer sagt danke.

15. Min: Ducksch mit der nächsten auffälligen Szene! Er leitet aus der eigenen Hälfte einen Konter ein, legt sich aber den Ball etwas zu weit vor, sodass Union klären kann.

14. Min: Der Freistoß ist für Berlin folgenschwer: Ducksch bringt den Ball von links vorher, am Fünfmeterraum hat sich Pieper von seinem Gegenspieler gelöst, ist vor Torhüter Rönnow am Ball und lenkt den Ball ins Tor, das Weserstadion tobt!

13. Min: TOOOOOOOR für Werder, Pieper trifft!

13. Min: Foul von Haraguchi tief in Unions Hälfte gegen Schmidt. Da kann man Gelb geben, aber Dankert sieht das Foul nicht als taktisch an.

10. Min: Schmidt dribbelt vor dem eigenen Sechzehner riskant und verliert dann den Ball. Schiedsrichter Dankert hat aber ein Foul gesehen und pfeift die Szene zum Glück für Werder ab.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker: Pavlenkas Riesen-Bock bleibt folgenlos

9. Min: Die bleibt gänzlich folgenlos, schwach getreten von Juranovic.

9. Min: Ecke für die Eckball-Spezialisten aus Berlin.

8. Min: Union bekommt erst einen Freistoß und dann einen Einwurf, aber Werder verteidigt beides gut weg.

6. Min: Pavlenka fast mit einem Riesen-Bock! Er bekommt einen Rückpass, Behrens läuft an. Doch statt die Kugel wegzuschlagen, will der Keeper den Stürmer locker aussteigen lassen. Aber Behrens grätscht in den Ball – zum Glück geht der Ball ins Toraus. So holt man sich nach einer 1:7-Packung keine Sicherheit, das steht fest.

3. Min: Werder lässt gerade den Ball in der Abwehr laufen und holt sich so ein wenig Sicherheit. Beim Vorstoß steht Füllkrug dann im Abseits.

1. Min: Die ersten Sekunden sind umkämpft. Nach einem Zweikampf mit Diogo Leite liegt Füllkrug auf dem Boden und reibt sich mit schmerzverzerrtem Blick das Becken. Er ist aus der Höhe auf den Hosenboden gefallen. Aua.

1. Min: Werder stößt an und das Spiel läuft!

20.29 Uhr: Den Schiedsrichter wollen wir nicht unterschlagen: Das ist Bastian Dankert. An den Seiten stehen René Rohde und Marcel Unger. Vierter Offizieller ist Arne Aarnink. In Köln schauen Sören Storks und sein Assistent Christian Fischer genau auf das Wirken des Gespanns.

20.28 Uhr: Die Teams betreten den Platz. Der Anpfiff ist nur noch wenige Sekunden entfernt.

20.25 Uhr: Gleich geht es los. Das Weserstadion ist nahezu ausverkauft, im Gästeblock klaffen noch sichtbare Lücken. Kein Wunder, bei gutem Verkehr braucht man vier Stunden Fahrzeit von Berlin nach Bremen. Das ist unter der Woche dann doch ein ziemlicher Ritt.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin im Live-Ticker – Clemens Fritz: „Wollen ein anderes Gesicht zeigen“

20.22 Uhr: Und Fritz hat noch mehr zu sagen: Die Spieler seien sehr selbstkritisch mit sich umgegangen – mit Erkenntnisgewinn_ „Wir wissen, was wir heute besser machen müssen.“ Die Umstellungen seien nicht als Denkpause für die geschassten Groß und Veljkovic zu verstehen, es gehe laut Fritz nicht darum „irgendwelche Schuldigen zu suchen“. Pieper habe aufgrund seiner Physis den Vorzug gegenüber Veljkovic erhalten, der Sportliche Leiter hebt dessen Präsenz und Kopfballspiel hervor.

20.19 Uhr: Clemens Fritz als Sportlicher Leiter steht am Sky-Mikro Rede und Antwort: Das einzig Positive an der 1:7-Niederlage in Köln vom Samstag sei, dass man nicht solange bis zum nächsten Spiel warten müsse. Die Mannschaft sei kritisch mit sich umgegangen. „Wir wollen heute ein anderes Gesicht zeigen“, verspricht er.

20.15 Uhr: Großen Anteil am Unioner Höhenflug hatte bislang Stürmer Sheraldo Becker. Der hat bislang bereits achtmal getroffen in dieser Saison. Noch besser ist allerdings Niklas Füllkrug mit seinen elf Toren.

20.03 Uhr: Es treffen im Weserstadion Gegensätze aufeinander, denn Union hat bislang nur 21 Gegentore kassiert, nach Bayern (16) und Wolfsburg (20) die wenigsten in der Liga – ohne das 0:5 gegen Leverkusen hätten sie die beste Abwehr der Liga. Werder hingegen hat alleine in den vergangenen drei Partien satte 15 Gegentreffer kassiert. Mit nun 34 Gegentoren stehen die Grün-Weißen nur noch vor dem VfL Bochum (37) und dem FC Schalke (41). Im Sturm sind beide unauffällig, Werder hat mit 26 erzielten Treffern nur einen weniger als Union.

19.55 Uhr: Werder hingegen muss seinen Blick nach unten richten. Neun Punkte trennt die Werner-Elf von Union. Mit 21 Punkten liegen die Bremer auf Platz 12. In akuter Abstiegsnot ist Werder damit noch nicht. Aber ein paar Punkte sollte die Mannschaft schon noch sammeln, damit das auch so bleibt.

19.52 Uhr: Und jetzt der versprochene Blick aufs Tableau: Trotz der zuletzt geringeren Ausbeute steht Union noch auf Platz 4, wäre damit sogar für die Champions League qualifiziert. Allerdings beträgt der Abstand auf Platz 7, mit dem man gar nicht mehr national spielt, nur ein mageres Pünktchen. Und gerade spielt ja der BVB in Mainz und kann noch an Union vorbeiziehen. Dort steht es derzeit 1:1.

19.49 Uhr: Union hingegen spielt eine unerwartet gute Saison, holte aus den letzten vier Spielen aber nur vier Punkte. Auf die Tabelle schauen wir gleich. Mit dem bereits erwähnten 3:1-Heimsieg gegen Hoffenheim ist der kleine Negativ-Lauf der Hauptstädter aber vorerst gestoppt.

19.46 Uhr: Der Trend spricht auf jeden Fall nicht für Werder: Die letzten drei Spiele gingen allesamt verloren. Beim 1:6 in München und dem jüngsten 1:7 in Köln hagelte es deftige Klatschen. Knapper war es bei der 1:2-Heimpleite gegen Leipzig, aber null Punkte sind null Punkte. Der letzte Sieg war das 2:1 gegen Schalke Anfang November.

19.42 Uhr: Urs Fischer hat damit dreifach gewechselt. Er schenkt Leite, Juranovic und dem in Bremen geborenen Kevin Behrens das Vertrauen, die beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim am Wochenende noch von der Bank kamen oder gar nicht erst im Kader waren. Behrens hatte in seiner Jugend und seinen ersten Herren-Jahren bei Werder gespielt, es aber nur bis zur dritten Mannschaft geschafft. Danach folgte für den Spätzünder über den SV Wilhelmshaven, Hannover 96 II, Alemannia Aachen, Rot-Weiß Essen, den FC Saarbrücken und zuletzt den SV Sandhausen der Sprung in die Bundesliga.

19.38 Uhr: Wir schauen auf den heutigen Gegner. Union Berlin spielt mit Rönnow – Leite, Doekhi, Knoche – Juranovic, Haberer, Khedira, Haraguchi, Gießelmann – Becker, Behrens. In der Hinterhand hat Trainer Urs Fischer Grill (ET), Jaeckel, Michel, Schäfer, Seguin, Roussillon, Trimmel, Leweling und Siebatcheu.

Werder Bremen im Live-Ticker gegen 1. FC Union Berlin: So sieht die Werder-Startelf aus

19.26 Uhr: Wir sollten heute noch einen Lotto-Schein ausfüllen! Das Deichstuben-Orakel lag richtig, Pieper und Gruev spielen anstelle von Veljkovic und Groß.

19.22 Uhr: Die Aufstellung von Werder ist da! Ole Werner lässt folgendermaßen beginnen: Pavlenka – Pieper, Stark, Friedl –Weiser, Gruev, Jung – Bittencourt, Schmidt – Füllkrug, Ducksch. Auf der Bank nehmen zunächst Platz Zetterer (ET), Veljkovic, Buchanan, Groß, Chiarodia, Stage, Burke, Mbom und Dinkci.

19.14 Uhr: Möglich ist alles. Wir rechnen mit zwei Veränderungen zum Köln-Spiel: Stage könnte gegenüber Christian Groß den Vorzug erhalten, wodurch Gruev seine Position räumt und die Groß-Position einnehmen würde. Zudem könnte Pieper für Veljkovic in die Startelf rücken. Vielleicht überrascht uns Ole Werner aber auch. Wie gesagt: Möglich ist alles.

19.04 Uhr: Moin, moin aus der guten Deichstube! Heute Abend empfängt der SV Werder Bremen den 1. FC Union Berlin zum Heimspiel in der 1. Fußball-Bundesliga im Weserstadion! Wir rechnen mit den Aufstellungen in 25 Minuten, bis dahin können wir noch ein bisschen spekulieren, wie Werder-Trainer Ole Werner personell auf das jüngste 1:7-Debakel des SVW in Köln reagieren wird.

Bremen - Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Union Berlin: Anpfiff im Wohninvest Weserstadion ist um 20.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 19.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos gibt es dann hier - alles live im Live-Ticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen 1. FC Union Berlin - der Vorbericht:

Realismus und mehr Kampf: Werder Bremen will ausgerechnet gegen Angstgegner Union Berlin die Kurve kriegen

Der SV Werder Bremen spielt zum Hinrunden-Abschluss der Fußball-Bundesliga am Mittwoch (20.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) gegen Union Berlin - und hat etwas gutzumachen. Der Vorbericht der DeichStube.

Die Lobeshymnen waren vielschichtig. Wann immer ein Profi oder Verantwortlicher des SV Werder Bremen in den vergangenen Monaten die Gelegenheit dazu bekam, wurde der außergewöhnliche Zusammenhalt der Mannschaft betont. Schnell wuchs der Eindruck, dass da ein ebenso besonderes wie einzigartiges Gefüge vorhanden ist, das wöchentlich für Grün-Weiß um Punkte kämpft. Nun war das mit dem Kämpfen zuletzt ja so eine Sache, in Köln agierten die Bremer bekanntlich recht körperlos. Und das hat vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (Mittwoch, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) auch Auswirkungen auf das Binnenklima gehabt. Nicht zum ersten Mal, wie zu hören ist. Auch Ole Werner räumte am Dienstag ein: „Ich würde nicht sagen, dass in der Saison immer alles wunderbar ist.“

Werder Bremen gegen Union Berlin im Live-Ticker: Kritischer Umgang mit 1:7-Debakel in Köln

Nun gehören laute Ansagen in alle Richtungen, das wurde nicht zuletzt durch die Werder-Doku im Vorjahr deutlich, am Osterdeich quasi zum ganz normalen sportlichen Alltag. Problematisch wird es erst, wenn die Ergebnisse nicht stimmen und laute Töne vielleicht auch mal einige Dissonanzen produzieren. Dann schleichen sich Unzufriedenheiten bei dem einen oder anderen Spieler auf und neben dem Platz ein, plötzlich droht das viel gepriesene Wir-Gefühl, das als Schlüssel des Erfolgs gilt, zu zerfasern. Aktuell sieht Chefcoach Ole Werner diese Gefahr nicht. „Wir sind, und das zeichnet uns im hohen Maße aus, immer im Umgang miteinander sehr kritisch. Du sprichst die Dinge klar an, kannst Konflikte austragen“, schilderte der 34-jährige Coach des SV Werder Bremen. „Und dass du mehr negative Dinge aus einem Spiel herausziehst, das du 1:7 verloren hast, als aus einem Spiel, das du vielleicht gewonnen hat, ist ja logisch. Und trotzdem ist der Umgang damit kein anderer.“

Geredet wurde seit Samstagabend bei Werder Bremen viel. Und sich in der Nachbetrachtung noch einmal durch die gruseligen 90 Minuten gequält. Werners ebenso schmerzhafte wie erwartbare Erkenntnis: „Wir können das Spiel nicht nochmal spielen, sondern nur unsere Schlüsse daraus ziehen.“ Was alle Beteiligten ehrt: Sie haben die Defizite zuletzt offen angesprochen und nicht nur intern analysiert. Niemand redet schön oder duckt sich weg, der Finger liegt in der Wunde. Nun müssen den ehrlichen Worten aber Taten folgen. „Man muss die Dinge ansprechen, seine Schlüsse daraus ziehen und dann nach vorne gucken“, betonte Werner vor dem Spiel gegen Union Berlin. „Das ist etwas, was wir als Gruppe bislang sehr gut gemacht haben und was für uns in dieser Saison eine ganz zentrale Aufgabe ist.“ Eine, die im Grunde seit dem Frühling des Vorjahres feststeht. Sogar das Datum lässt sich genau beziffern: 15. Mai 2022. Der Tag des Aufstiegs. „Seit dem Abpfiff vom Spiel gegen Jahn Regensburg weißt du, um was es hier geht“, unterstrich Ole Werner, der manch externem Beobachter entgegnete: „Wer davon überrascht ist, dass wir schwierige Phasen haben würden, der weiß nicht, was wir hier tun.“

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Werder Bremen gegen Union Berlin im Liveticker: Angstgegner kommt zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde

Die Vehemenz, mit der dieser rheinländische Rückschlag kam, nahm allerdings noch einmal eine besondere Dimension ein. Auch deshalb ist die Gemütslage rund ums Weserstadion derzeit ähnlich frostig wie das Wetter. Der Wunsch nach schneller Besserung ist groß – aber auch realistisch? Mit Union Berlin kommt ein Gegner zu Besuch, der den Bremern bislang so gar nicht lag. Zwei Mal gab es das Duell bisher in Werder Bremens Heimstätte, beide Male gab es keinen eigenen Treffer und eine 0:2-Niederlage. Und jetzt sind die Hauptstädter noch einmal ein gutes Stück weiter in ihrer Entwicklung, belegen aktuell sogar Tabellenplatz drei und sind vielleicht so etwas wie das robusteste Team der gesamten Bundesliga.

All das weiß natürlich auch Ole Werner. Selbstverständlich hat er sich wieder akribisch mit seinem Trainerteam auf den nächsten Gegner vorbereitet – und doch schärfte er vor allem die Sinne für das eigene Leistungsvermögen. „Du darfst nicht den Fehler machen, dass du in den Momenten, in denen es mal nicht läuft, alles über den Haufen wirfst, was dich vorher auch ausgezeichnet hat“, erklärte er. „Wir sind gut beraten, den Blick auf uns zu haben, ganz genau zu wissen, was wir können und das dann auch herauszukehren.“ Helfen soll dabei, nicht zu sehr an das kürzlich Erlebte zu denken, sondern an das, was da noch kommen kann. „Für uns ist wichtig, dass der Blick nach vorne gehen muss. Bei allem, was jetzt zu Recht negativ ist, musst du trotzdem wissen, wo du herkommst und wie die Situation ist“, forderte der Trainer des SV Werder Bremen vor dem Spiel gegen Union Berlin. „Wenn wir gegen Union ein gutes Spiel machen und dreifach punkten, dann können wir mit 24 Punkten aus der Hinrunde gehen. Das sollte Motivation genug für uns alle im Stadion sein, richtig Gas zu geben.“ (mbü) Schon gelesen? So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen Union Berlin live im TV und im Livestream!

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