Neue Aufgabe im Fürstentum

Neuer Job für Ex-Bayern-Coach Niko Kovac - Kampfansage an PSG und Thomas Tuchel beim Amtsantritt

Niko Kovac (l.) vertraut auf seinen Bruder Robert Kovac als Co-Trainer.
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Niko Kovac (l.) vertraut auch in Monaco auf seinen Bruder Robert Kovac als Co-Trainer.
  • José Carlos Menzel López
    vonJosé Carlos Menzel López
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  • Richard Strobl
    Richard Strobl
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Der ehemalige Bayern-Trainer Niko Kovac übernimmt das Traineramt bei AS Monaco. Bei der offiziellen Vorstellung knöpft sich der Kroate Paris St. Germain und Thomas Tuchel vor.

  • Beim FC Bayern* konnte Niko Kovac seinen Vertrag als Trainer nicht erfüllen.
  • Seit November 2019 war der kroatische Übungsleiter ohne Job.
  • Jetzt hat er einen neuen Arbeitgeber gefunden: die AS Monaco.

Update vom 21. Juli: Niko Kovac hat bei seiner Vorstellung als Trainer des französischen Erstligisten AS Monaco dem Serienmeister Paris St. Germain mit Chefcoach Thomas Tuchel den Kampf angesagt. "Die letzten Jahre waren hier nicht so erfolgreich wie erhofft. Unser Ziel ist es, Monaco wieder an die Spitze der Ligue 1 zu bringen", sagte der ehemalige Bayern-Trainer auf Englisch.

PSG hat sechs der vergangenen sieben Meisterschafen geholt, nur 2016/2017 durchbrach Monaco diese Serie. "Wir wollen Monaco wieder nach oben bringen. Das bedeutet, dass wir international spielen wollen. Und jeder weiß, was ich damit meine", sagte der 48-Jährige. In Frankreich erreichen die besten drei Teams der Liga die Champions League.

Kovac kündigte für dieses Ziel Aktivitäten auf dem Transfermarkt an, den Namen Mario Götze nahm er aber nicht in den Mund. "Ich muss mir erst einen Überblick verschaffen. Bis zum Ende der Transferperiode werden wir aber sicher noch etwas machen. Was genau, werden wir intern besprechen", sagte der gebürtige Berliner.

FC Bayern: Ex-Trainer Kovac übernimmt Monaco und zieht Kroatien-Vergleich

Update vom 20. Juli: Keine 24 Stunden nach seiner Unterschrift leitete der ehemalige Bayerntrainer Niko Kovac die erste Einheit seines neuen Teams beim AS Monaco. Zusammen mit seinem Bruder Robert, der stets als Assistent an seiner Seite ist, will er den Verein wieder in die Spur bringen. „Das hier ist ein großes Projekt, eine große Herausforderung. Aber wir mögen das“, so der 48-Jährige.

Monaco hatte im Jahr 2017 überraschend die Meisterschaft gewonnen, hinkt seitdem jedoch den eigenen hohen Erwartungen hinterher und landete in der abgebrochenen Saison nur auf Rang neun. Kovac unterschrieb einen Dreijahresvertrag und scheint sich auf die kommenden Spielzeiten zu freuen.

„Für mich ist das die richtige Aufgabe, um ein neues Kapitel aufzuschlagen. Das ist mein viertes Land, ich genieße Monaco schon jetzt“, schwärmte der gebürtige Berliner, der einen Vergleich zu seiner südosteuropäischen Heimat zog. „Es sieht ein bisschen aus wie Kroatien“, so Kovac. 

Er kündigte zudem an, sich auf der Landessprache verständigen zu wollen. „Wir können gerne Französisch sprechen, ich muss das lernen“, meinte er bei seiner Vorstellung.

Doch der Job könnte schwerer werden als die Sprache. Monaco, das vom russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew geführt wird, ist für hohen Trainerverschleiß bekannt. Seit Ende 2018 ist Kovac der fünfte Trainer an der Seitenlinie bei den Monegassen. 

Etwa neun Monate nach seiner Entlassung in München hat der Kroate also einen neuen Job, dem er Monacos neuem Sportdirektor Paul Mitchell zu verdanken hat. Wie Kovac hat auch Mitchell eine Vergangenheit im Red-Bull-Franchise. Er arbeitete zuletzt als Chefscout bei RB Leipzig, Kovac war als Spieler und Co-Trainer in Salzburg aktiv. „Niko steht für Erfahrung auf dem höchsten Level“, so Mitchell.

FC Bayern: Ex-Coach Kovac war bei zahlreichen Klubs im Gespräch - nun steht sein Job fest

Update vom 19. Juli 2020, 21.30 Uhr: Nun ist es offiziell! Der ehemalige Bayern-Profi und -Trainer Niko Kovac wird künftig die AS Monaco trainieren. Die Monegassen wurden in der abgebrochenen Ligue-1-Saison nur Neunter und trennten sich kürzlich von ihrem Trainer Robert Moreno

Niko Kovac unterzeichnete im Fürstentum einen Dreijahresvertrag mit Option zur Verlängerung. Über ein Engagement seines Bruders Robert Kovac, der sonst bei jeder Station seines Bruders assistierte, ist jedoch noch nichts zu lesen. Vermutlich wird der Ex-Bayern-Trainer noch seine Co-Trainer bestimmen dürfen. Bereits am Montag soll der 48-Jährige die erste Trainingseinheit bei seinem neuen Verein abhalten.

FC Bayern: Ex-Coach Kovac war bei zahlreichen Klubs im Gespräch - nun steht sein Job fest

Update vom 19. Juli 2020, 17.35 Uhr: Am 23. August steigt das Finale der Champions League in Lissabon*. FürNiko Kovac dagegen könnte an dem Samstag in fünf Wochen die Rückkehr auf die Trainerbank anstehen. An diesem Tag startet die französische Ligue 1 wieder in die Vollen und der ehemalige Trainer des FC Bayern ist laut dem Fachblatt L’Équipe beim französischen Erstligisten AS Monaco im Gespräch. Startet Kovac in die Mission Cote d’Azur?

Bei den Monegassen soll der 48-jährige Kroate den Posten des am Sonntag endgültig entlassenen Robert Moreno übernehmen. Dem Spanier, der erst zu Beginn der in Frankreich abgebrochenen Saison bei Monaco angeheuert hatte, wurde die Entscheidung am Samstag mitgeteilt und schließlich offiziell gemacht. Demnach passe er nicht zur Philosophie des Klubs, der sich nach Platz neun in der Ligue 1 neu ausrichten will und wieder oben angreifen soll.

FC Bayern: Ex-Coach Kovac war bei zahlreichen Klubs im Gespräch - nun steht sein Job fest

Für den gebürtigen Berliner Kovac wäre es der Neubeginn nach einer wahren Achterbahnfahrt in der Bundesliga. Nach dem Pokalsieg mit der Frankfurter Eintracht 2018 gegen Bayern wechselte Kovac zum Rekordmeister. In seinem ersten Jahr holte er das Double, nach dem verpatzten Start in die zweite Saison wurde er jedoch nach einer 1:5-Pleite bei Ex-Klub Frankfurt entlassen. Für ihn übernahm – genau: sein Assistent Hansi Flick.

In der Zwischenzeit war Kovac bei zahlreichen Klubs im Gespräch. Bei Hertha BSC fiel sein Name, sogar im Umfeld der Dortmunder Borussia wurde der Ex-Kicker als möglicher Nachfolger des erfolglosen Lucien Favre gehandelt. Für Kovac stand jedoch fest, dass er seine Zukunft eher im Ausland sieht. Ende Februar sagte er selbst, dass ihn die Ligen in Spanien, England und Italien reizen würden und fügte an: „Ich gehe davon aus, dass es im Sommer wieder etwas werden wird, darauf bereite ich mich vor.“

Nun scheint es Frankreich geworden zu sein. Kovac ist nach Thierry Henry und Moreno bereits der dritte Trainer, der Monaco endlich zurück in die Erfolgsspur führen soll. Den bislang letzten Höhepunkt erlebten die Fans im Fürstentum 2017, als sie unter Leonardo Jardim die Meisterschaft feierten. Nun darf wohl Kovac sein Glück versuchen. lop

Niko Kovac hat offenbar neuen Job! Ex-Bayern-Coach wieder als Trainer aktiv

Erstmeldung vom 18. Juli 2020, 13.24 Uhr:

München - Die Liaison zwischen Niko Kovac und dem FC Bayern München lief wohl für beide Seiten nicht ganz so, wie man es sich gewünscht hatte. Im November 2019 war nach einer 1:5-Niederlage gegen Kovacs ehemaligen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt Schluss. Seitdem war der 48-Jährige ohne Verein. Das soll sich jetzt ändern.

Nach FCB-Abgang: Niko Kovac übernimmt neuen Trainer-Posten

Nach einem Bericht des französischen Fachblattes L‘Equipe wird Niko Kovac Trainer beim französischen Erstligisten AS Monaco. Wie das Blatt am Samstag berichtete, soll der 48-Jährige Robert Moreno ersetzen und zeitnah einen langfristigen Vertrag bei den Monegassen unterschreiben.

Kovac war am 3. November 2019 als Chefcoach des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München* freigestellt worden, danach hatte sich der frühere Profi erst einmal zurückgezogen. Zwischenzeitlich war er mit einem Engagement bei Hertha BSC in Verbindung gebracht worden. Kovac hatte mit den Bayern in der Vorsaison das Double gewonnen. Ein Jahr zuvor war er mit Eintracht Frankfurt DFB-Pokalsieger geworden.

Der 42-jährige Moreno hatte den Posten in Monaco erst Ende 2019 übernommen, sein Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2022. Monaco hatte in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison der Ligue 1 nur Platz neun belegt. (rjs/dpa) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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