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Diese fünf südamerikanischen Talente könnten für den FC Bayern im Sommer interessant sein

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Von: Johannes Skiba

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Der FC Bayern München weitet sein Netzwerk aus und könnte bald wieder in Südamerika aktiv werden. Talentierte Spieler gibt es zu genüge. Eine Auswahl.

München – Der FC Bayern München ist ein Verein, der global agiert. Zusätzlich zu seiner Vermarktung such der deutsche Rekordmeister weltweit nach sportlichen Partnern. Zuletzt wurde die Kooperation mit dem Los Angeles FC bekannt gegeben. Dazu soll der FCB auch in Südamerika, genauer gesagt in Uruguay, nach einem Partnerverein suchen. Anfang der 2010er Jahre beendeten die Bayern ihr Scouting in Südamerika und entschieden, keine Talente mehr vom fußballverrücktesten Kontinent der Welt mehr zu verpflichten. Mit der angedachten Kooperation in Uruguay und der Ausweitung der globalen Präsenz des Klubs könnten aber zukünftig wieder südamerikanische Talente auf der Liste des FC Bayern stehen. Die Auswahl an jungen und besonderen Spielern aus Südamerika ist riesig. Die folgenden fünf Talente haben das Potenzial, die Münchener zu bereichern.

FC Bayern München und Südamerika
Spieler aus Südamerika gesamt: 23
Häufigste Nation aus Südamerika beim FC Bayern: Brasilien (13)
Teuerster Spieler: Arturo Vidal (Chile) kam von Juventus Turin für ca. 40 Millionen Euro

Eines der größten Talente Südamerikas würde zum FC Bayern passen

Ângelo (FC Santos, Brasilien, 18 Jahre): Der junge Brasilianer ist eines der größten Talente des Kontinents und passt zu den Ansprüchen des FC Bayern. Schon in der vergangenen Saison war er der erfolgreichste Dribbler in Brasiliens Série A. Zwei von drei seiner kreativen Läufe beendete der 18-Jährige dabei durchschnittlich erfolgreich. Dazu kürte er sich im Alter von 16 Jahren zum jüngsten Torschützen der Copa Libertadortes – dem wichtigsten und historischen Vereinswettbewerb Südamerikas.

Zuletzt gab es jedoch etwas Unruhe. Die sportliche Krise des FC Santos in der Staatsmeisterschaft von São Paulo sorgt in Hinblick auf die im April beginnende Ligasaison für großen Unmut bei den Fans. Dabei erlebte der junge Ângelo heftige Anfeindungen, sodass er zunächst einen sofortigen Wechsel in Betracht zog. Konkurrent Flamengo aus Rio de Janeiro galt als größter Interessent. Der Youngster sagte jedoch ab, da er im Falle eines Transfers lieber nach Europa wechseln möchte, wie die Globo berichtete. Der FC Barcelona sicherte sich bereits ein Vorkaufsrecht von etwa 35 Millionen Euro für den Außenstürmer, der in der Regel auf der rechten Seite zum Einsatz kommt. Bei dem jungen Brasilianer müsste der FC Bayern schnell tätig werden, denn Ângelo ist trotz seines jungen Alters längst kein Unbekannter. O Tempo schreibt außerdem, dass der finanzgeschwächte FC Santos sein hauseigenes Talent im Sommer nach Europa ziehen lassen wird, um Einnahmen zu generieren. Ângelos Vertrag läuft bis Dezember 2024, sodass nur ein Sommertransfer sicherstellen kann, dass der 18-Jährige Santos nicht ablösefrei verlässt.

Bragantino x Santos BRAGANÇA PAULISTA, SP - 17.10.2022: BRAGANTINO X SANTOS - Match between Red Bull Bragantino x Santos
Ângelo (18) vom FC Santos stammt aus einer der besten Talenteschmieden der Welt. © Moreira/imago

Brasiliens Talentepool auch für den FC Bayern interessant

Matheus Gonçalves (Flamengo, Brasilien, 17 Jahre): Anders sieht es bei Landsmann Matheus Gonçalves aus. Der erst 17-Jährige spielt ebenfalls als Außenstürmer. Seit Jahren macht er in den Jugendmannschaften Flamengos auf sich aufmerksam. 2022 folgte sein Ligadebüt. Den Großteil der Saison verbrachte er allerdings weiterhin in den Jugendmannschaften des Klubs.

Doch in dieser Spielzeit deutet sich ein Kaderplatz bei einer der besten Mannschaften Südamerikas, die vom ehemaligen 1860-Coach Vítor Pereira trainiert wird, an. In der Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro traf der flinke und technisch herausragenden Gonçalves für die erste Mannschaft bereits zweimal. Auch in der südamerikanischen Supercopa wurde er zweimal eingewechselt und war ein belebendes Element für das Spiel seines Teams. Schon jetzt kann der Brasilianer ein Unterschiedsspieler sein. Sollten weitere Einsätze folgen, könnte der Teenager schon bald auf der Liste sämtlicher europäischer Topvereine stehen. Noch fliegt er etwas unter dem Radar, sodass der FC Bayern aktuell noch wenig Konkurrenz hätte.

Kommender italienischer Nationalspieler aus Argentinien als Choupo-Moting-Ersatz beim FC Bayern?

Mateo Retegui (Tigre, Argentinien, 23 Jahre): Mit 23 Jahren verlässt Mateo Retegui seinen Status als Talent so langsam. Doch dafür ist der Mittelstürmer bereits in seinen jungen Jahren ein fast kompletter Angreifer. Kopfballspiel. Distanzschüsse, Durchsetzungsvermögen – bei Retegui stimmt sehr viel. Letztes Jahr wurde er in Argentinien mit 19 Treffer Torschützenkönig und das in einem vergleichsweise mittelmäßigen Team. Auch in dieser Spielzeit traf er in sieben Ligaspielen bereits sechsmal. Das ist auch Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini nicht entgangen, der den Stürmer aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft für die kommenden Testspiele nominierte. Sollte Eric-Maxim Choupo-Moting seinen Vertrag beim FC Bayern nicht verlängern, könnte Mateo Retegui eine vielversprechende Option sein.

Óscar Cortés (Millonarios, Kolumbien, 19 Jahre): Der Kolumbianer Óscar Cortés wäre für den FC Bayern zwar keinesfalls eine Soforthilfe, perspektivisch könnte sich der flexible Offensivakteur aber beim FCB zeigen. Bei der U20-Südamerikameisterschaft ragte der 19-Jährige für Kolumbien heraus. Bei dem Heimturnier erzielte er drei Tore. Bei seinem Saisondebüt für seinen Klub Millonarios aus Bogotá waren es gleich zwei Treffer in einer Partie, die sich sehen lassen können. Mit seinem mutigen und spielintelligenten Stil hat Cortés, ob beim FC Bayern oder sonst wo, in jedem Fall eine große Zukunft vor sich.

Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München blickt auf Ângelo vom FC Santos und Mateo Retegui von Tigre
Geht der Blick des FC Bayern zukünftig wieder vermehrt nach Südamerika? Ângelo (18) vom FC Santos und Mateo Retegui (23) von Tigre könnten interessant sein. © Weber/efe/Frej/imago

FC Bayern müsste sich mit FC Barcelona um Uruguay-Juwel streiten

Fabricio Díaz (Liverpool Montevideo, Uruguay, 20 Jahre): Fabricio Díaz ist ein einzigartiges Talent in Südamerika. Der defensive Mittelfeldspieler besitzt in allen Bereichen bereits jetzt enorm viel Qualität. Sowohl die als „6er“ geforderten Abräumerqualitäten, der Spielaufbau in seiner zentralen Rolle sowie seine Fähigkeiten als Gestalter im letzten Drittel sind bemerkenswert. Mit 20 Jahren hat Díaz bereits 110 Spiele für seinen Klub Liverpool aus Montevideo absolviert und ist darüber hinaus Kapitän der U20 seines Landes. Laut einem Bericht der spanischen Sport möchte der Uruguayer seinen nächsten Entwicklungsschritt aber bei einem größeren südamerikanischen Verein gehen. Ein Transfer nach Europa käme demnach erst 2024 infrage. Auch hier wäre der FC Barcelona im Werben um das Talent ein Konkurrent für den FC Bayern. (jsk)

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