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Wegen Müller-Neuer-Konstellation: FC Bayern steckt in der Lewandowski-Zwickmühle

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Von: Patrick Mayer

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Kurz vor Weihnachten: Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski und Alphonso Davies grüßen von der Leinwand in der Münchner Arena.
Kurz vor Weihnachten: Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski und Alphonso Davies grüßen von der Leinwand in der Münchner Arena. © IMAGO / Eibner

Die Vertragsverhandlungen mit Robert Lewandowski werden für den FC Bayern zum Poker. Warum Manuel Neuer und Thomas Müller sowie BVB-Star Erling Haaland eine wichtige Rolle spielen. Eine Analyse.

München - Sie sind selten geworden im internationalen Profi-Fußball: „echte Neuner“. Als Pep Guardiola beim FC Bayern München* den Trainerjob übernahm, hatte die Innovation der „falschen Neun“ Hochkonjunktur.

Dribbelkünstler waren gefragt, die den Ball im besten Fall ins Tor hineintragen. Nicht mehr diese kantigen Stürmer mit dem besonderen Torriecher, die am Strafraum ihre Kreise ziehen und mit ganzer Wucht an den Fünfmeterraum vorstoßen. Um bestenfalls eine scharfe Flanke von den Außen ebenso wuchtig ins Tor zu bugsieren.

Robert Lewandowski: Der FC Bayern München gerät in eine Zwickmühle

Robert Lewandowski vereint als absoluter Ausnahmefußballer alle Qualitäten in seinem Fußball. Sowohl die einer „falschen“ als auch einer „echten“ Neun. 124 Pflichtspieltore (Stand 22. März) erzielte der polnische Superstürmer damit in zweieinhalb Jahren - es ist eine herausragende Bilanz. Ob der eine oder andere Titel des deutschen Bundesliga-Rekordmeisters* ohne ihn zustande gekommen wäre?

Hypothetisch. Die herausragende Qualität des mittlerweile 33 Jahre alten Angreifers sorgt an der Säbener Straße in München* neben viel Euphorie auch für eine Zwickmühle. Denn: Sein Vertrag endet im Sommer 2023, und die Verhandlungen über eine mögliche Verlängerung stocken.

Wir haben finanziell eine schwierige Phase.

FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic

Im Video: Julian Nagelsmann berichtet von Hürden bei Gesprächen mit Robert Lewandowski

Mehr noch: Zuletzt vermied der frühere Dortmunder jede Möglichkeit für ein Bekenntnis pro FC Bayern. Die Interessenten sollen dagegen namhaft sein, trotz seines Alters. Jüngst wurden auch der FC Liverpool und Lewandowskis Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp ins Spiel gebracht. Für die Bayern gibt es indes zwei große Hürden im Lewandowski-Poker zu beachten. Die erste hat mit möglichen Alternativen zu tun.

Robert Lewandowski: Gäbe es keine Alternative für den FC Bayern München?

In Dortmund immer öfter unzufrieden: BVB-Superstar Erling Haaland (re.).
In Dortmund immer öfter unzufrieden: BVB-Superstar Erling Haaland (re.). © IMAGO / Kirchner-Media

Mangelnde Alternativen sind nicht das einzige Problem. Neben Lewandowski haben auch Manuel Neuer, Thomas Müller und Serge Gnabry ihre Verträge (alle bis 2023) noch nicht verlängert. Die Neuer-Müller-Konstellation verschärft den Lewandowski-Poker.

Dazu soll es der Pole angeblich auf einen wieder erstarkten europäischen Topklub abgesehen haben: FC Barcelona*.

FC Bayern München: Riesige Investitionen stehen an, doch Corona kostete viel Geld

(pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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