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„Diese Idiotenscheiße!“ – Brandrede von Eintracht-Boss Fischer

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Von: Tobias Becker

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Vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Real Madrid ist Präsident Peter Fischer der Kragen geplatzt. Er holt zu einer legendären Brandrede aus.

Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt spielte im Supercup am Mittwochabend gegen Real Madrid. Das Spiel ging 0:2 verloren, Karim Benzema und David Alaba trafen für die Spanier. Spiel vorbei, abgehakt, auch wenn es bitter war. Lange in Erinnerung bleiben, dürfte jedoch die Brandrede von Frankfurt Boss Peter Fischer beim Fanfest der Eintracht. Dort spricht der Präsident sogar von einer „Idiotenscheiße“.

Eintracht Frankfurt: Uefa zählt Europa League-Sieger an – Geisterspiele drohen

Eintracht Frankfurt ist in jüngerer Vergangenheit immer wieder negativ aufgefallen. So stimmten Fans beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga ein Pfeifkonzert an, während Glasperlenspiel-Frontfrau Carolin Niemczyk die Nationalhymne sang. Später stürmten Fans in der Halbzeit den Platz. Auch in der vergangenen Europa League-Saison kamen die Aktionen der Eintracht-Fans nicht immer gut an. Das Anhänger im Fußball manchmal ziemlich kurios sind, zeigt auch ein Fan des VfB Stuttgart mit besonderem Hemd aus Amerika.

Das geht letztlich soweit, dass nun sogar der eigene Präsident die Nase voll hat - und auf dem Fanfest deutliche Worte in einer Brandrede findet. Er berichtet am dort von einem Treffen mit Uefa-Chef Aleksander Ceferin am Dienstagabend. Der habe ihm gesagt, dass er „tolle Sympathie für Euch“ habe und die Eintracht einen „klasse Weg gegangen“ sei. Aber Ceferin hat die Eintracht im Auge und Fischer erzählt, das Ceferin im klar gesagt hat: „Wenn bei Euch Scheiße passiert, dann heißt das danach Geisterspiel in Frankfurt.“ Rums! Eintracht Frankfurt ist von der Uefa angezählt.

NamePeter Fischer
VereinEintracht Frankfurt
PositionPräsident
Geburtsdaten14. März 1956, Lich

Eintracht Frankfurt: Präsident Fischer platzt der Kragen – Brandrede schon jetzt legendär

Der Eklat folgt während der emotionalen Rede von Frankfurt-Boss Fischer. Als er darüber spricht, dass er gemeinsam mit den Fans die Champions League erleben will, brüllt ein Anhänger aus dem Publikum immer wieder rein. Zuviel des Guten für Fischer, dem der Kragen platzt: „ „Ich lass dich jetzt hier rausschmeißen. Ich habe keinen Bock mehr auf so eine Idiotenscheiße. Du kommst einfach nie mehr ins Stadion, was willst du hier?“

Fischer redet sich in Rage, erinnert an Schulkinder. Fischer „Wie soll ich denen denn erklären, weil ein paar Arschlöcher auf den Platz rennen und weil irgendwelche Leute irgendeine Feuerscheiße auf andere Leute werfen, dass sie nicht ins Stadion dürfen?“ Fischer explodiert - zurecht! Vom Publikum gibt es Beifall und Jubel, eine Zustimmung der meisten Frankfurt-Fans, die ebenso unter den Auswirkungen der „Fan-Aktionen“ leiden würden. Auch im Netz geht die Rede durch die Decke.

Eintracht-Präsident äußert sich auch zu Kostic-Wechsel – „spielt irgendwo in Italien“

Dass der Eintracht-Boss ein Mann deutlicher Worte ist, ist lange bekannt und zeigt auch die Aussage zum kurzfristigen Wechsel von Star-Spieler Filip Kostic. Dazu erklärt der 66-Jährige: „Wenn du einmal die Chance hast, im Supercup gegen Real Madrid zu spielen – nicht gegen die Wetterau. Vor 500 Ländern, die das Spiel irgendwo gucken, da unten auf dem Platz die Auszeichnung als bester Spieler der Europa League bekommst. Und machst es nicht, dann merke ich doch, wie versaut das Geschäft am Ende des Tages ist.“

Kostic spiele jetzt „irgendwo in Italien“. Fischer: „Da spielt der Di Maria auf derselben Position. Vielleicht sehen wir dann, wie er auf der Tribüne sitzt. Aber das wünsche ich ihm nicht.“ Bei der Eintracht hat es gerappelt, aber nicht auf dem Platz. Vielleicht hat diese emotionale Rede dem Verein sogar gut getan, denn der Saisonstart in München (1:6-Niederlage) verlief alles andere als nach Plan.

Gerade jetzt geht es auf dem Transfermarkt wieder rund, das merken auch andere Vereine wie der VfB Stuttgart in diesem Transfersommer. So soll Churlinov die Schwaben ebenso kurzfristig verlassen. Geld in die Kasse gespült, hat hingegen der Wechsel von Timo Werner zu RB Leipzig. Eintracht Frankfurt hätte Kostic aber wohl lieber gehalten.

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