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FC Bayern antwortet auf Wechselfehler-Protest aus Freiburg

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Von: Patrick Mayer

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Der SC Freiburg legt wegen des Münchner Wechsel-Fehlers Einspruch gegen den Bundesliga-Sieg des FC Bayern ein. Der deutsche Rekordmeister äußert sich erstmals.

München/Freiburg - Der FC Bayern München* hat nach dem Protest des SC Freiburg gegen die Spielwertung wegen des Münchner Wechselfehlers reagiert. „Wir sind überzeugt, dass das DFB-Sportgericht nach den anwendbaren Regelungen nur zu einer Entscheidung kommen kann: Die Wertung unseres 4:1-Sieges bleibt erhalten“, äußerte Michael Gerlinger, Vizepräsident Sports Business und Competitions der Münchner, am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

FC Bayern: SC Freiburg legt nach Wechsel-Fehler Einspruch ein

Der FC Bayern hatte am Samstag in Freiburg für wenige Sekunden zwölf Spieler auf dem Feld, ehe Referee Christian Dingert das Spiel der Fußball-Bundesliga* beim Stand von 1:3 unterbrach. Zuvor war bei der geplanten Auswechslung von Kingsley Coman die falsche Rückennummer angezeigt worden.

Der Franzose fühlte sich wohl nicht angesprochen und ging bei einem Doppelwechsel zunächst nicht vom Feld. In dieser Phase kam es jedoch zu keinen spielentscheidenden Szenen. Dingert hielt die Ereignisse im Spielbericht fest, die Partie ging mit 4:1 für den FC Bayern aus. Nach dem Protest der Freiburger muss sich nun das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit dem Fall befassen. Dieses werde zunächst Stellungnahmen von den Verfahrensbeteiligten einholen, teilte der DFB mit. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahmen werde das Gremium über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Gesprächsbedarf: Münchens Trainer Julian Nagelsmann (re.), Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (2.v.re.) und Schiedsrichter Christian Dingert nach dem Wechsel-Fehler.
Gesprächsbedarf: Münchens Trainer Julian Nagelsmann (re.), Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (2.v.re.) und Schiedsrichter Christian Dingert nach dem Wechsel-Fehler. © IMAGO / MIS

SC Freiburg legt Einspruch ein - FC Bayern muss um Punkte zittern

Der Sport-Club sprach von einem „unverschuldeten Dilemma. Der SC Freiburg hatte keinen Anteil und Einfluss auf die Geschehnisse rund um den Wechsel-Vorgang*. Dennoch zwingt uns die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB formal in eine aktive Rolle, um die Vorgänge rechtlich überprüfen zu lassen“, begründeten die Südbadener ihren Einspruch gegen die Spielwertung.

Einspruch des SC Freiburg: FC Bayern zeigt sich trotz Wechsel-Fehlers zuversichtlich

Die Breisgauer erklärten weiter, in diesem Verfahren „ausgesprochen unwohl“ zu fühlen. Dennoch müsse der Fall sportgerichtlich aufgeklärt werden - somit könnte der Einspruch auch als Präzedenzfall dienen. Selbst sportjuristische Experten waren sich nach dem Wochenende uneins, ob der Wechsel-Fehler des FC Bayern gemäß dem Reglement geahndet werden muss oder nicht. Aus Münchner Perspektive wird die Partie im schlechtesten Fall mit 2:0 für den SCF gewertet. (pm/dpa)

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